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Verkehr: Vizepräsident Kallas erörtert mit Ministern die Realisierung intelligenter Verkehrssysteme

Commission Européenne - IP/12/787   16/07/2012

Autres langues disponibles: FR EN EL

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 16. Juli 2012

Verkehr: Vizepräsident Kallas erörtert mit Ministern die Realisierung intelligenter Verkehrssysteme

Am 16. und 17. Juli 2012 werden die Minister für Verkehr und Telekommunikation zu einer informellen Ratstagung in Nikosia zusammenkommen und erörtern, wie sich die Informations- und Kommunikationstechnologien noch besser für den Verkehr nutzen lassen. Die Minister werden prüfen, mit welchen Mitteln bestehende Hindernisse für den Einsatz intelligenter Verkehrssysteme (IVS) in der EU aus dem Weg geräumt werden können. Im Mittelpunkt stehen der Zugang zu verkehrsbezogenen „offenen Daten“, Werkzeuge für die Fahrtenplanung und die integrierte Fahrkartenausstellung bei Reisen durch Europa mit unterschiedlichen Verkehrsträgern sowie der Einsatz intelligenter Systeme und Dienste im transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) und in europäischen Städten.

Vizepräsident Siim Kallas erklärte hierzu: „Wir brauchen europäische multimodale Reiseplaner und andere IVS-Anwendungen in Europa. Um die vorhandenen Verkehrsträger und ihre Infrastruktur bestmöglich zu nutzen, müssen wir die Verfügbarkeit, die Zugänglichkeit und den Austausch aller relevanten Informationen über Fahrpläne, Kapazitäten und Routen gewährleisten. Die Kommission wird Ideen vorlegen, wie der Privatsektor bei der Entwicklung von Diensten für die multimodale Verkehrsplanung und information in ganz Europa unterstützt werden kann. Das wird es ermöglichen, neue Dienste wie Routenplaner oder intelligente Reservierungs- und Zahlungssysteme sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr bereitzustellen, die nicht auf das Inland beschränkt sind und auch alternative Verkehrsträger berücksichtigen.“

Worum geht es?

Derzeit sind intelligente Verkehrssysteme (IVS) – insbesondere multimodale Fahrtenplaner – in der Erprobung und Entwicklung und werden erst spärlich und bei weitem nicht flächendeckend eingesetzt. Ein wesentliches Hindernis ist, dass die Daten, über die die Verkehrsunternehmen verfügen, nur unzureichend und schwer zugänglich sind.

Die Kommission wird ihre Absicht zum Ausdruck bringen, einen Zeitplan zur Unterstützung der Einführung „multimodaler Verkehrsplanungs- und –informationssysteme“ sowie im größeren Zusammenhang auch einen kohärenten Plan für den Einsatz von IVS im TEN-V-Netz und in europäischen Städten auszuarbeiten. In Partnerschaft mit der Verkehrsbranche sollte dies die Markteinführung intelligenter Dienste für den Verkehr beschleunigen. Wenn der Zugang zu Verkehrsdaten garantiert ist, haben die Entwickler und Dienstleister die Gewissheit, dass sie Fahrgästen oder Spediteuren die Informationen und Dienste bereitstellen können, die zur Echtzeit-Optimierung einer Fahrt in Abhängigkeit von der aktuellen Verkehrslage und sogar unter Berücksichtigung außergewöhnlicher Ereignisse, wie etwa der Aschewolkenkrise 2010, nötig sind.

Was sind die nächsten Schritte?

Der IVS-Rechtsrahmen sieht vor, dass Spezifikationen für eCall (das europaweite Fahrzeug-Notrufsystem für die Notrufnummer 112), universelle Verkehrsinformationen und Informationsdienste für sichere Parkplätze alle bis Ende dieses Jahres verabschiedet werden sollen. Die Kommission unterstreicht, dass die Verabschiedung der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) und Horizont 2020 zur Unterstützung der Informations- und Verkehrsinfrastruktur grundlegend dafür war, den künftigen Finanzierungsrahmen für die IVS-Einführung festzulegen.

Hintergrund

Bei der informellen Ministerratstagung in Nikosia kommen der für Mobilität und Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Siim Kallas und die Minister für Verkehr und Telekommunikation der 27 Mitgliedstaaten [und Kroatiens] sowie Brian Simpson, der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments, zusammen.

Intelligente Verkehrssysteme können potenziell viel zur Erreichung der verkehrspolitischen Ziele beitragen, wie im Weißbuch Verkehr von 2011 dargelegt und in der Digitalen Agenda für Europa noch einmal betont wurde. Die Kommission ist im Rahmen der IVS-Richtlinie1 aktiv mit der Ausarbeitung der Spezifikationen befasst, mit denen einige Interoperabilitätsprobleme zu regeln sind, um so die weitergehende Einführung von IVS-Lösungen zu ermöglichen. Spezifikationen zu eCall, das europaweite Fahrzeug-Notrufsystem für die Notrufnummer 112, zu dem Minimum an verkehrssicherheitsrelevanten universellen Verkehrsinformationen und zu Informationsdiensten für sichere Parkplätze sollen bis Ende dieses Jahres verabschiedet werden.

Multimodale Reiseplaner berücksichtigen alle Verkehrsträger und alle Optionen des öffentlichen Verkehrs. Mit ein paar einfachen Klicks können sich die Nutzer damit alle Informationen verschaffen, die sie für die Planung ihrer gesamten Fahrt von Tür zu Tür brauchen, und dabei ihre Anforderungen bestmöglich berücksichtigen: kürzeste Fahrzeit, günstigster Preis oder umweltfreundlichste Variante. Besonders in den Städten, aber auch an vielen anderen Stellen des Verkehrssystems, nehmen Staus und Engpässe zu. Eine bessere Fahrtenplanung ist eines der Instrumente, mit denen die Nutzung alternativer Verkehrslösungen gefördert werden kann, um die Nachhaltigkeit des Verkehrssystems insgesamt zu steigern.

Weitere Informationen:

MEMO/12/175

IP/12/233

Ansprechpartner:

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)

1 :

Richtlinie 2010/40/EU zum Rahmen für die Einführung intelligenter Verkehrssysteme im Straßenverkehr und für deren Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern


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