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Beschäftigung: Kommission schlägt Bereitstellung von 4,3 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds für ehemalige Beschäftigte bei AstraZeneca in Schweden vor

European Commission - IP/12/786   16/07/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 16. Juli 2012

Beschäftigung: Kommission schlägt Bereitstellung von 4,3 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds für ehemalige Beschäftigte bei AstraZeneca in Schweden vor

Die Europäische Kommission hat heute vorgeschlagen, Schweden einen Finanzbeitrag in Höhe von 4,3 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) zu gewähren, damit 700 vom Pharmaunternehmen AstraZeneca entlassene Arbeitskräfte Hilfe bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz erhalten. Der Vorschlag wird jetzt dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat zur Genehmigung vorgelegt.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, sagte: „Die Pharmaindustrie durchläuft derzeit einen grundlegenden Wandel, um in einem schwierigen Umfeld ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten; deshalb bemüht sie sich verstärkt um Synergien, die es ermöglichen, den Kostenanstieg im Bereich Forschung und Entwicklung einzudämmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die vorgeschlagene Bereitstellung von 4,3 Mio. EUR aus dem EU-Globalisierungsfonds den Entlassenen zu einem schnelleren und reibungsloseren Übergang in eine neue Beschäftigung verhelfen kann.“

Schweden hat aufgrund von 987 Entlassungen bei AstraZeneca nach der Schließung der FuE-Standorte in den Kommunen Lund und Umeå und nach dem Produktionsabbau in Mölndal und Södertälje Unterstützung aus dem EGF beantragt. Mit dem EGF-Beitrag sollen 700 der insgesamt 987 entlassenen Arbeitskräfte unterstützt werden, für die es am schwersten ist, wieder Arbeit zu finden. Die Unterstützung für die betroffenen Personen umfasst Berufsberatung und Hilfe bei der Arbeitsuche, Ausbildungs- und Umschulungsmaßnahmen sowie Hilfe auf dem Weg in die Selbständigkeit.

Die Kosten für das Paket werden mit insgesamt etwa 6,6 Mio. EUR veranschlagt, wovon der EGF 4,3 Mio. EUR bereitstellt.

Hintergrund

Da die Pharmaindustrie in zunehmendem Maße darum bemüht ist, Synergien zu schaffen, um dem Kostenanstieg im Bereich Forschung und Entwicklung entgegenzuwirken und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, befinden sich viele Unternehmen in einer Übergangsphase, die Umorganisationen, Konsolidierungen, Fusionen und Übernahmen zur Folge hat. Investitionen und biotechnologische Forschungsprojekte nehmen weltweit zu; aus China, Brasilien und Indien kommen neue Konkurrenten.

Zahlreiche nichteuropäische Länder arbeiten an Strategien für die Biowissenschaften und die Industrie auf den Gebieten Arzneimittel, Biotechnologie und Medizintechnik. Das Unternehmen AstraZeneca, das in Schweden drei FuE-Zentren betrieb, folgte diesem Trend und beschloss im Jahr 2010 eine neue FuE-Strategie. Darin wurde die Notwendigkeit betont, sich auf weniger Anwendungsgebiete zu konzentrieren, Betriebe zu schließen (darunter diejenigen in Lund und Umeå) und durch Outsourcing in erheblich größerem Umfang auf externe Ressourcen zurückzugreifen.

Die meisten Arbeitskräfte wurden in Lund (Südschweden) entlassen; betroffen sind aber auch Umeå in Nordschweden, Södertälje im Umland von Stockholm und in geringerem Maße Mölndal in Westschweden. In der Zeit von Januar 2009 bis November 2011 ist die Arbeitslosigkeit in allen betroffenen Kommunen gestiegen.

Seit Aufnahme der Tätigkeit des EGF im Jahr 2007 gingen 101 Anträge über ca. 435,3 Mio. EUR zur Unterstützung von etwa 90 481 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein. EGF-Anträge werden für zunehmend mehr Branchen und von zunehmend mehr Mitgliedstaaten gestellt.

Ein offenerer Handel mit Ländern außerhalb der EU ist insgesamt sehr förderlich für Wachstum und Beschäftigung, doch kann er bisweilen auch Arbeitsplätze kosten; hiervon betroffen sind vor allem sensible Branchen und gering qualifizierte Arbeitskräfte. Aus diesem Grund hatte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, die Einrichtung eines Fonds vorgeschlagen, der dazu beitragen sollte, in derartigen Fällen die Folgen der Globalisierung abzufedern. Der EGF wurde Ende 2006 eingerichtet; er ist Ausdruck der Solidarität der großen Zahl derer, die vom offenen Handel profitieren, gegenüber den wenigen, die ganz plötzlich mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes konfrontiert sind. Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert, um die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen im Rahmen der EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu stärken. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und gilt für alle Anträge, die vom 1. Mai 2009 bis zum 30. Dezember 2011 gestellt wurden.

Ausgehend von den seit 2007 gewonnenen Erfahrungen mit dem EGF und dessen Mehrwert für die unterstützten Arbeitskräfte und die betroffenen Gebiete hat die Kommission vorgeschlagen, den Fonds auch im mehrjährigen Finanzrahmen 2014‑2020 weiterzuführen und seine Arbeitsweise weiter zu verbessern.

Weitere Informationen

Website von László Andor:
http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/andor/index_de.htm

EGF-Website

Videos:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund (nur in englischer Sprache verfügbar)

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Integration unter http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=371&langId=de

László Andor auf Twitter: http://twitter.com/laszloandoreu

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Nadège Defrère (+32 229-64544)


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