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EU-Kommission stellt 35 Mio. EUR für Katastrophenvorsorge bereit

European Commission - IP/12/774   12/07/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 12. Juli 2012

EU-Kommission stellt 35 Mio. EUR für Katastrophenvorsorge bereit

Millionen von Menschen, die zu den am stärksten gefährdeten und ärmsten Bevölkerungsgruppen in Zentralamerika, Zentralasien und der Kaukasusregion, in Südostasien und in Südafrika gehören, werden im Rahmen des Programms zur Katastrophenvorsorge der Europäischen Kommission (DIPECHO) unterstützt. Dieses Jahr werden 35 Mio. EUR für die von Naturkatastrophen bedrohten Gemeinschaften bereitgestellt.

„Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber Naturkatastrophen ist eine zentrale Komponente unserer humanitären Hilfe," erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

„Die Erfahrung hat gezeigt, dass bereits einfache Maßnahmen wie Frühwarnungen, flutsichere Häuser oder die Bereitstellung von Booten über Rettung oder Verlust von Leben, Häusern und Existenzgrundlagen entscheiden können. Wir betrachten die Katastrophenvorsorge als Investition, nicht als Kostenfaktor: durch jeden Euro, den wir in Vorsorgemaßnahmen investieren, sparen wir sieben Euro bei der Katastrophenbewältigung."

Die neuen Mittel werden zur Unterstützung folgender besonders stark von Naturkatastrophen bedrohter Regionen eingesetzt: 10 Mio. EUR für Zentralamerika (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama), 11 Mio. EUR für Südostasien (Kambodscha, Indonesien, DVR Laos, die Philippinen, Osttimor und Vietnam, Burma/Myanmar und Thailand), 8 Mio. EUR für Zentralasien (Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan) und die Kaukasusregion (Armenien, Aserbaidschan, Georgien) und 6 Mio. EUR für das südliche Afrika (Madagaskar, Mosambik, Malawi und Namibia).

Mit dem Programm DIPECHO sollen die Katastrophenabwehrkapazitäten von lokalen Gemeinschaften und nationalen Behörden gestärkt und so die Auswirkungen von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Wirbelstürme, Dürren, Erdbeben, Flutwellen/Tsunamis, Vulkanausbrüche, Waldbrände und Stürme gemindert werden. Die Projekte umfassen Maßnahmen zur Stärkung der Infrastruktur, Schulungen und Aufklärungskampagnen, die Einrichtung oder Verbesserung von lokalen Führwarnsystemen und die Notfallplanung.

Hintergrund

Das 1996 eingerichtete Programm DIPECHO wird derzeit in der Karibik, in Zentralamerika und Südamerika, Zentralasien, der Kaukasusregion, Südasien, Südostasien und im Pazifischen und Indischen Ozean durchgeführt. Hauptziel ist die Verbesserung der Katastrophenabwehrkapazitäten und der Resilienz der Gemeinschaften und öffentlichen Institutionen in den Risikoregionen.

DIPECHO wird über eine eigene Haushaltslinie finanziert, die von 1998 bis 2012 von ursprünglich 8 Mio. EUR jährlich auf nun 35 Mio. EUR aufgestockt wurde.

Ein zentrales Element des DIPECHO-Programms ist der auf Menschen ausgerichtete und gemeinschaftsbasierte Ansatz für die von Katastrophen bedrohten Regionen der Welt. Dieses Konzept hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen, weil dadurch über den Katastrophenschutz hinaus eine Partnerbasis in den oft entlegenen Gebieten geschaffen wird.

DIPECHO Projekte können Leben retten, wie letztes Jahr in der salvadorianischen Stadt San Antonio, als ein tropisches Tiefdruckgebiet (12 E) mit heftigen Regenfällen über Zentralamerika hinwegzog. Durch entsprechende Schulungen im Rahmen eines DIPECHO-Projekts waren die Bewohner der Stadt in der Lage, selbst die Evakuierung zu organisieren, als die Lage lebensbedrohlich wurde. 600 Menschen konnten so gerettet werden.

Weitere Informationen

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Video on actions in Central America:

http://ec.europa.eu/echo/media/videos/2012/ECHO_Central_America_en.htm

Country factsheets for Guatemala:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/guatemala_es.pdf

Country factsheets for Nicaragua:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/nicaragua_es.pdf

Country factsheets for El Salvador:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/el_salvador_es.pdf

Country factsheets for Honduras:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/honduras_es.pdf

Kontakt:

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)


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