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Weitere Reduzierung der CO2-Emissionen von Pkws und Kleintransportern: eine Win-Win-Situation für Klima, Verbraucher, Innovation und Beschäftigung

European Commission - IP/12/771   11/07/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 11. Juli 2012

Weitere Reduzierung der CO2-Emissionen von Pkws und Kleintransportern: eine Win-Win-Situation für Klima, Verbraucher, Innovation und Beschäftigung

Die Europäische Kommission hat heute Vorschläge zu Zielvorgaben vorgelegt, durch die die Kohlendioxid-(CO2-)Emissionen neuer Pkws und leichter Nutzfahrzeuge (Klein­transporter) bis 2020 weiter erheblich reduziert werden sollen.

Nach den Vorschlägen sollen die durchschnittlichen Emissionen neuer Pkws bis 2020 auf 95 g CO2/km gesenkt werden. 2011 betrug dieser Wert 135,7 g, die verbindliche Zielvorgabe für 2015 liegt bei 130 g. Die Emissionen von Kleintransportern sollen von 181,4 g im Jahr 2010 (aktuellste vorliegende Zahlen) auf 147 g CO2/km im Jahr 2020 verringert werden, wobei das verbindliche Ziel bei 175 g im Jahr 2017 liegt.

Die verbindlichen Zielvorgaben für 2020 sind in den bestehenden Rechtsvorschriften bereits vorgesehen, müssen aber noch umgesetzt werden. Die heute vorgeschlagenen Verordnungen beruhen auf eingehenden technischen und wirtschaftlichen Analysen durch die Kommission und legen die Modalitäten zur Erreichung der Zielvorgaben fest.

Die für Klimapolitik zuständige EU-Kommissarin Connie Hedegaard erklärte: „Mit unseren Vorschlägen schützen wir nicht nur das Klima und helfen den Verbrauchern Geld zu sparen. Wir fördern auch die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie. Und im Ergebnis schaffen wir zahlreiche Arbeitsplätze. Dies ist eine eindeutige Win-Win-Situation für alle. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung einer wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaft. Nun gilt es, weitere CO2-Reduzierungen über das Jahr 2020 hinaus in Abstimmung mit allen Interessengruppen vorzubereiten.“

Bitte beachten Sie, dass die Online-Version dieser Pressemitteilung ein Video enthält.

Nettoeinsparungen für die Verbraucher

Die Analyse der Kommission zeigt, dass die Zielvorgaben für 2020 erreichbar, wirtschaft­lich sinnvoll und rentabel sind: Die erforderliche Technologie ist verfügbar und ihre Kosten fallen erheblich geringer aus, als zunächst angenommen. Durch ihre Einführung könnten Arbeitsplätze geschaffen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöht werden, was wiederum den Verbrauchern und der Industrie zugute käme.

Durchschnittlich wird jeder neue Pkw seinem Besitzer im ersten Jahr eine Ersparnis von rund 340 EUR bei den Kraftstoffkosten einbringen. Auf die Lebenszeit eines Pkws (13 Jahre) hochgerechnet, beläuft sich diese Summe schätzungsweise auf insgesamt 2904 – 3836 EUR verglichen mit der Zielvorgabe für 2015. Bei Kleintransportern wird die Ersparnis im ersten Jahr auf etwa 400 EUR und somit auf 3363 – 4564 bei einer
13-jährigen Lebenszeit geschätzt.

Insgesamt werden sich die Ersparnisse bei den Kraftstoffkosten für die Verbraucher auf rund 30 Mrd. EUR jährlich belaufen, und Schätzungen gehen davon aus, dass durch die neuen Zielvorgaben das BIP der EU um 12 Mrd. EUR jährlich und die Ausgaben für Beschäftigung um etwa 9 Mrd. EUR gesteigert werden könnten. Mit den Vorschlägen könnten bis 2030 insgesamt 160 Mio. Tonnen Öl – mit einem Wert von etwa 70 Mrd. EUR bei heutigen Preisen – und rund 420 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

Stimulation von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

Die europäische Automobilindustrie gilt technologisch als weltweit führend, was haupt­sächlich auf umfangreiche Investitionen in Innovation in Verbindung mit einem anspruchs­vollen Binnenmarkt zurückzuführen ist. Die von der Kommission vorgenommene Folgen­abschätzung der Vorschläge zeigt, dass die Branche über großes Innovationspotenzial und erhebliche Vorteile gegenüber den Mitbewerbern verfügt.

Durch die Zielvorgaben für 2020 wird ein klarer und stabiler rechtlicher Rahmen für Investitionen geschaffen; des Weiteren werden Innovationen durch Fahrzeughersteller und Zulieferer weiter stimuliert und somit die Wettbewerbsvorteile der EU-Industrie noch ausgebaut. Die Einführung ähnlicher Standards bei den CO2-Emissionen oder der Kraftstoffeffizienz in Drittländern sollte zu einer stärkeren Nachfrage nach CO2-reduzie­renden Technologien und effizienteren Fahrzeugen „Made in Europe“ führen.

Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Die Notwendigkeit, neue Technologien zu entwickeln und die Kraftstoffeffizienz zu erhöhen, wird auch die Nachfrage nach Zubehörteilen ankurbeln. Darüber hinaus dürfte sich Kraftstoffeffizienz positiv auf die Beschäftigung auswirken, denn sie erhöht den Wert der hergestellten Fahrzeuge und führt zu einer vergleichsweise größeren Nachfrage nach Arbeitskräften, da der Fahrzeugbau sehr arbeitsintensiv ist.

Nächste Schritte

Die Vorschläge werden nun dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Diskussion und Verabschiedung im Wege des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens vorgelegt. Durch die Vorschläge würden zwei bestehende Verordnungen1 geändert, mit denen verpflichtende Anforderungen an die Hersteller festgelegt werden, damit die verbindlichen Zielvorgaben für 2015 für Pkws und für 2017 für Kleintransporter erreicht werden können. Für die Verordnungen gibt es bereits Durchführungsmaßnahmen, und die CO2-Emissionen neuer Fahrzeuge werden jährlich überwacht.

Hintergrund

Die Vorschläge sind ein weiterer Beitrag dazu, im Einklang mit der EU-Klimapolitik und dem Verkehrsweißbuch das EU-Ziel zu erreichen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 20 % zu senken und den CO2-Ausstoß im Transportsektor zu verringern. Pkws und Kleintransporter sind für rund 15 % der CO2-Emissionen in der EU verantwortlich, einschließlich der Kraftstoffversorgung.

Weitere Informationen:

Generaldirektion Klimapolitik: CO2-Emissionen von Pkws:

http://ec.europa.eu/clima/policies/transport/vehicles/cars/index_en.htm

Generaldirektion Klimapolitik: CO2-Emissionen von leichten Nutzfahrzeugen:

http://ec.europa.eu/clima/policies/transport/vehicles/vans/index_en.htm

EUA-Überwachungsbericht über CO2-Emissionen von Pkws im Jahr 2011:

http://www.eea.europa.eu/publications/monitoring-co2-emissions-from-new

Siehe auch

MEMO/12/548

Contacts :

Isaac Valero Ladron (+32 2 296 49 71)

Stephanie Rhomberg (+32 2 298 72 78)

1 :

Verordnung (EG) Nr. 443/2009 (Pkws) und Verordnung (EU) Nr. 510/2011 (Kleintransporter)


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