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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 7. Juli 2012

Von der EU unterstützte Forscher im Team bei der Entdeckung des Higgs-Bosons oder „Gottes-Teilchens“

Sechs Wissenschaftler, die im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen der Europäischen Union für Weiterbildung und Mobilität in der Forschung unterstützt wurden, waren direkt an der Entdeckung des Higgs-Bosons oder „Gottes-Teilchens“ beteiligt, wie die Europäische Kommission heute mitteilte. Das Elementarteilchen, von dem Experten glauben, dass es die Grundlage aller Materie im Universum darstellt, wurde in der Europäischen Organisation für Teilchenforschung CERN in Genf entdeckt. Diese Entdeckung gilt als einer der wichtigsten Durchbrüche in der Geschichte der Wissenschaft. Die sechs Forscher sind im Rahmen zweier von der EU unterstützter Initiativen tätig, die nahezu 3,5 Mio. EUR an Fördergeldern erhalten haben.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass dem für die Entdeckung verantwortlichen Team sechs unserer Forscher angehören. Es muss der Traum eines jeden Wissenschaftlers sein, an einem Erfolg wie diesem beteiligt zu sein; ich hoffe, dass dies die Wissenschaftler ermutigen wird, in ihren Bestrebungen, die Grenzen der Erkenntnis immer weiter hinauszuschieben, nicht nachzulassen. Möge ihre Arbeit auch die Mädchen und Jungen inspirieren, die unsere nächste Wissenschaftlergeneration bilden werden“, kommentierte Androulla Vassiliou, die für die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) zuständige EU-Kommissarin.

Die sechs Forscher arbeiten im Rahmen des Projekts „ACEOLE“, das entscheidend zum Durchbruch beigetragen hat. ACEOLE half bei der Entwicklung der Datenauswertungssysteme, die beim Large Hadron Collider des CERN zum Einsatz kamen, wo das Teilchen entdeckt wurde.

Forscher nutzten den 27 km langen Large Hadron Collider des CERN dazu, sogenannte Protonen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit aufeinander prallen zu lassen. Dann untersuchen sie die winzigen Trümmer auf Spuren von Partikeln, die nur für Sekundenbruchteile existieren, bevor sie wieder zerfallen. Diese flüchtigen Partikel waren Gegenstand einer 45 Jahre dauernden Suche, die Professor Peter Higgs, ein renommierter britischer Physiker, angestoßen hatte; es geht darum zu erklären, wie Materie – von Sternen und Planeten bis zu Menschen und allen anderen Lebewesen in der Welt – zusammengehalten wird und „Masse“ erhält.

Die sechs EU-geförderten Forscher, die an der Entdeckung beteiligt waren, wurden aus einem spezifischen EU-Fördersystem (im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen) unterstützt: den Forscher-Erstausbildungsnetzen, die führende öffentliche und private Forschungseinrichtungen dabei unterstützen, Spitzenforschung und hochwertige Ausbildung für Wissenschaftler zu Beginn ihrer Karriere anzubieten.

Forscher aus einem anderen von der Europäischen Union finanzierten Projekt, „TALENT“, leisteten operative Unterstützung für das Experiment. Das Team entwickelt Messinstrumente für ein besseres Verständnis des genauen Wesens des neuen Teilchens. Andere von der EU im Rahmen der MSCA „COFUND“ zur Kofinanzierung regionaler, nationaler und internationaler Fellowship-Programme geförderte Wissenschaftler waren indirekt an der Entdeckung beteiligt.

Die EU stellt im Zeitraum 2007-2013 mehr als 4,5 Mrd. EUR für Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen bereit.

Hintergrund

Im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA, früher Marie-Curie-Maßnahmen) wurden seit der Einrichtung des Programms 1996 60 000 Forscher aus fast 130 Nationen gefördert. Mehr als die Hälfte der geförderten Forschungsprojekte beschäftigte sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Kampf gegen Krebs, Klimawandel und Energieknappheit. 38 % der unterstützten Personen sind weiblich, und mehr als die Hälfte der an den Projekten beteiligten Unternehmen sind KMU.

Investiert wird in die Ausbildung und Karriereentwicklung von Wissenschaftlern in jeder Phase nach dem Studienabschluss. So werden hochwertige Promotionsstudien angeboten, um international wettbewerbsfähige Forscherkarrieren in Europa zu fördern. Die MSCA fördern auch die sektor-, fach- und länderübergreifende Mobilität von Wissenschaftlern und tragen damit zu den Zielen der EU-Initiative „Jugend in Bewegung“ und der Strategie Europa 2020 für Beschäftigung und Wachstum bei.

Im Rahmen des Vorschlags der Europäischen Kommission für das neue EU-Forschungsprogramm 2014-2020 „Horizont 2020“ werden die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen mit 5,75 Mrd. EUR für die Ausbildung von 50 000 neuen Forschenden ausgestattet.

Das Programm wird von der Exekutivagentur für die Forschung verwaltet, die der Europäischen Kommission seit 2009 angeschlossen ist.

Weitere Informationen

Website der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen

Androulla Vassilious Website

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258)

Dina Avraam (+32 229-59667)


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