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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. Juli 2012

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von CWW durch Vodafone

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Cable & Wireless Worldwide Plc („CWW“) durch die Vodafone Group Plc nach der EU-Fusionskontrollverordnung freigegeben. Beide Unternehmen bieten Festnetz- und Mobilfunkdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) an. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist, weil die Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen sich weitgehend ergänzen. CWW ist hauptsächlich im Festnetzbereich tätig, während Vodafones Kernbereich im Mobilfunk liegt.

Obwohl sich die Tätigkeiten von Vodafone und CWW auf einigen Festnetz- und Mobilfunkmärkten im Vereinigten Königreich überschneiden, stellte die Kommission fest, dass die Übernahme lediglich geringe Auswirkungen auf diese Märkte haben wird, da das Unternehmen nach dem Zusammenschluss weiterhin erheblichem Wettbewerbsdruck durch andere Marktteilnehmer ausgesetzt sein wird.

Das Vorhaben führt außerdem hauptsächlich auf den Festnetz- und Mobilfunkmärkten Irlands und des Vereinigten Königreichs zu bestimmten vertikalen Beziehungen. Insbesondere Vodafone wäre in der Lage, bei seinen kombinierten Festnetz- und Mobilfunkdiensten für Endkunden Vermögenswerte von CWW zu nutzen. Die Untersuchung der Kommission lieferte jedoch Hinweise, dass die beteiligten Unternehmen nicht in der Lage sein würden, sich auf dem Markt für kombinierte Festnetz- und Mobilfunkdienste gegenüber anderen Anbietern solcher Dienstleistungen abzuschotten, weil sie dafür zu wenig Marktmacht besitzen. Die Betreiber bieten gebündelte Festnetz- und Mobilfunkleistungen über entsprechende Vertriebsvereinbarungen bzw. ‑partnerschaften an und werden an dieser Praxis auch künftig festhalten können. Im Bereich der Unified Communications (UC), d. h. bei Produkten oder Dienstleistungen, die dem Nutzer unterschiedliche Anlagen und Medien, u. a. Festnetz und Mobilfunk, unter einer geschlossenen, einheitlichen Benutzeroberfläche zur Verfügung stellen, gibt es zahlreiche andere Anbieter. Außerdem ist der Verkauf von gebündelten Mobilfunk- und Festnetzleistungen bisher eher die Ausnahme gewesen. Und schließlich sind Regulierungsbehörden auf manchen betroffenen Märkten befugt einzuschreiten bzw. sind bereits tätig geworden. Sie haben somit die Möglichkeit, auf das zusammengeschlossene Unternehmen einzuwirken.

Die Kommission kam daher zu dem Schluss, dass der wirksame Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum noch in einem wesentlichen Teil desselben durch die Übernahme erheblich beeinträchtigt würde.

Das Vorhaben wurde am 29. Mai 2012 bei der Kommission angemeldet.

Hintergrund

Sowohl Vodafone als auch CWW bieten Festnetz- und Mobilfunkdienste im EWR an. Dennoch ergänzen sich die Geschäftsbereiche der beiden Unternehmen weitgehend, da CWW hauptsächlich im Festnetzbereich und Vodafone vor allem im Mobilfunkgeschäft tätig ist.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Weitere Informationen zu diesem Zusammenschluss unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6584

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


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