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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. Juli 2012

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt in der Bargeldbearbeitungsbranche Übernahme von Talaris Topco durch Glory

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des britischen Unternehmens Talaris Topco durch das japanische Unternehmen Glory nach der EU-Fusionskontrollverordnung freigegeben. Beide Unternehmen sind in der Entwicklung und Herstellung von Bargeldautomaten tätig. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die geplante Übernahme keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt, da auf den betreffenden Märkten weiterhin eine Reihe starker Wettbewerber präsent sein wird.

Das Unternehmen wird nach dem Zusammenschluss im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in der Herstellung und im Vertrieb von Produkten für die automatisierte Bargeldbearbeitung tätig sein und vor allem Kunden im Finanzsektor bedienen. In der Bargeldbearbeitung werden Maschinen für das Banknoten-Recycling (Teller Cash Recycler – TCR), Banknotensortierer und ‑zähler sowie Münzbearbeitungssysteme eingesetzt. Diese ermöglichen es den Finanzinstituten, den Automatisierungsgrad und die Effizienz ihrer Filialen zu steigern.

Die Untersuchung der Kommission hat bestätigt, dass das Unternehmen auch nach dem Zusammenschluss bei allen Arten von Bargeldbearbeitungsprodukten in seiner Produktpalette weiterhin mit mehreren starken Wettbewerbern konkurrieren wird. Folglich könnten die Abnehmer dieser Produkte – überwiegend große Finanzinstitute mit hohen technischen Ansprüchen – bei ihren Beschaffungsverfahren weiterhin aus dem Angebot einer ausreichenden Zahl von Anbietern auswählen.

Nach Auffassung der Kommission wird daher der wirksame Wettbewerb durch das Vorhaben weder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich beeinträchtigt.

Die vorliegende Übernahme wurde am 30. Mai 2012 bei der Kommission angemeldet.

Unternehmen und Produkte

Das japanische Unternehmen Glory ist in den Bereichen Entwicklung und Herstellung von Bargeldbearbeitungsmaschinen, Bargeldmanagementlösungen, Verkaufsautomaten und münzbetriebenen Schließfächern für Kunden im Finanz-, Einzelhandels- und Freizeitsektor tätig. Im EWR verkauft das Unternehmen vor allem automatisierte Bargeldbearbeitungsmaschinen an Finanzinstitute.

Das britische Unternehmen Talaris entwickelt und produziert Erzeugnisse für das Bargeldmanagement, vor allem für Kunden im Finanzsektor, und bietet damit verbundene Dienstleistungen an. Talaris wird derzeit von der Private-Equity-Gesellschaft Carlyle kontrolliert, die das Unternehmen 2008 übernahm, als es aus De La Rue ausgegründet wurde (siehe Sache M.5248).

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission hat die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Routineprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Eine nichtvertrauliche Fassung dieses Beschlusses wird veröffentlicht unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6535

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


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