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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Erwerb der gemeinsamen Kontrolle über das in der Verwertung tierischer Nebenprodukte tätige Unternehmen Daka durch SARIA und Danish Crown

European Commission - IP/12/728   29/06/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 29. Juni 2012

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Erwerb der gemeinsamen Kontrolle über das in der Verwertung tierischer Nebenprodukte tätige Unternehmen Daka durch SARIA und Danish Crown

Die Europäische Kommission hat den geplanten Erwerb der gemeinsamen Kontrolle über das neugegründete Unternehmen Daka Denmark A/S durch das deutsche Unternehmen SARIA Bio-Industries AG & Co. KG und das dänische Unternehmen Danish Crown A/S nach der EU-Fusionskontrollverordnung freigegeben. Daka Denmark wird die Geschäfte der dänischen Genossenschaft Daka a.m.b.a. übernehmen. Die Untersuchung der Kommission hat bestätigt, dass die geplante Übernahme die Struktur der betreffenden Märkte nicht wesentlich verändern und das Unternehmen auch nach dem Zusammenschluss weiterhin im Wettbewerb mit mehreren Marktteilnehmern stehen würde.

Die Kommission prüfte die Überschneidungen zwischen den Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen auf verschiedenen Märkten, die mit der Verarbeitung tierischer Nebenprodukte verbunden sind, z. B. die Märkte für Tiermehl und tierische Fette. Ferner prüfte die Kommission die vertikalen Verbindungen, die sich aus der Marktstellung von Danish Crown als größtem Schlachthof Dänemarks und den nachgelagerten Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen in der Beschaffung und Verarbeitung tierischer Nebenprodukte ergeben.

Die Untersuchung der Kommission hat bestätigt, dass die geplante Übernahme keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken in Bezug auf mögliche horizontale Beschränkungen auf dem Markt gibt, da die beteiligten Unternehmen überwiegend in verschiedenen Mitgliedstaaten tätig sind. Dort, wo sich die Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen überschneiden (bestimmte Märkte für tierische Fette der Kategorie 3 und Proteine sowie für Tiermehl der Kategorie 2), wird auch nach der Übernahme weiterhin ein hinreichend starker Wettbewerbsdruck bestehen, so dass es keinen Anlass für wettbewerbsrechtliche Bedenken gibt.

Auch in Bezug auf die vertikalen Beziehungen ist die Kommission zu dem Ergebnis gekommen, dass die geplante Übernahme die Struktur der betreffenden Märkte nicht wesentlich verändern würde, denn Danish Crown liefert bereits den Großteil seiner Produktion tierischer Nebenprodukte an Daka. Zudem ist SARIA weder im Schlachtgewerbe tätig noch verfügt das Unternehmen in Dänemark über Tierkörperverwertungsanlagen für tierische Nebenprodukte. Die beteiligten Unternehmen hätten nach dem Zusammenschluss weder die Möglichkeit noch den Anreiz, Wettbewerber vom Markt für die Beschaffung tierischer Nebenprodukte oder roher tierischer Nebenprodukte abzuschotten.

Die Kommission ist zu der Auffassung gekommen, dass die Übernahme den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)1 noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich beeinträchtigen würde. Das Vorhaben wurde am 24. Mai 2012 bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet.

Unternehmen und Produkte

SARIA verarbeitet tierische, pflanzliche und landwirtschaftliche Nebenprodukte. Es stellt Produkte und Zusatzstoffe für den menschlichen Verzehr, für Tiernahrung, für Anwendungen in Landwirtschaft und Industrie sowie für Biodiesel und Biogas her. SARIA gehört der im Privateigentum stehenden Rethmann-Gruppe an, die auch in den Bereichen Abfallentsorgung, Wasserwirtschaft und -aufbereitung und Logistik tätig ist.

Das vertikal integrierte Unternehmen Danish Crown ist in den Bereichen Schweine- und Rinderschlachtung, Fleischverarbeitung und Fleischhandel tätig. Es hat seinen Sitz in Dänemark, ist aber weltweit tätig und steht unter der alleinigen Kontrolle der Genossenschaft Danish Crown A.M.B.A.

Das neugegründete Unternehmen Daka wird die Geschäftstätigkeit der dänischen Genossenschaft Daka a.m.b.a. übernehmen und in der Tierkörperverwertung (Schlachtnebenerzeugnisse) sowie in der Herstellung verschiedener Produkte tätig sein, die unter anderem als Zusätze in Haustiernahrung, in Futtermitteln, in der Fett verarbeitenden und der Düngemittelindustrie oder als Ersatzkraftstoff bei der Energieerzeugung verwendet werden.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Eine nichtvertrauliche Fassung dieses Beschlusses wird veröffentlicht unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6285

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)

1 :

Der EWR umfasst die EU sowie Island, Liechtenstein und Norwegen.


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