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Umwelt: Kopenhagen wird Grüne Hauptstadt Europas 2014

European Commission - IP/12/718   29/06/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 29. Juni 2012

Umwelt: Kopenhagen wird Grüne Hauptstadt Europas 2014

Die dänische Stadt Kopenhagen erhält die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas 2014“. Die Vergabe wurde am Freitagabend von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik bei einem Festakt in der spanischen Stadt Vitoria-Gasteiz, die derzeit den Titel innehat, bekannt gegeben. Kopenhagen wurde besonders für seine Fortschritte, insbesondere in Bezug auf Ökoinnovation und nachhaltige Mobilität, für sein vorbildliches Engagement für die grüne Wirtschaft in Europa und darüber hinaus und für eine außerordentlich vielversprechende Kommunikationsstrategie gelobt.

EU-Kommissar Potočnik erklärte: „Ich gratuliere Kopenhagen dazu, wie es mit gutem Beispiel vorangeht. Wir können von den Bemühungen der Stadt zur Verbesserung des Umweltschutzes und der Lebensqualität für die Bürger, die gleichzeitig mit der Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten einhergehen, viel lernen. Ich freue mich schon jetzt auf das Jahr, in dem Kopenhagen Grüne Hauptstadt Europas ist. Die Stadt wird zahlreiche Gelegenheiten haben, ihr Fachwissen und ihr kreatives Konzept für die Stadtplanung und zur Entwicklung einer umweltfreundlichen Wirtschaft zu präsentieren.

Die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas“ wird jährlich verliehen und soll Städte zur Verbesserung der Qualität des städtischen Lebens durch die systematische Einbeziehung von Umweltfragen in die Stadtplanung und das Stadtmanagement ermutigen. Jährlich wird eine Stadt aus der großen Zahl der Bewerber ausgewählt. Die Jury betrachtet Kopenhagens „grünes Geschäftsmodell“ als beispielhaft für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, um den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Belangen Geltung zu verschaffen. Das Modell verfügt über gutes Potenzial, auch in anderen Städten der Welt nachgeahmt zu werden.

Kopenhagen hat in seinem Konzept für Ökoinnovation und nachhaltige Beschäftigung Partnerschaften zwischen öffentlichem und privatem Sektor die Schlüsselrolle eingeräumt. Die Stadt arbeitet mit Unternehmen, Hochschulen und Organisationen in speziellen Foren zu diesem Thema zusammen, um grünes Wachstum zu entwickeln und umzusetzen. Das Nordhafen-Projekt beispielsweise umfasst ein „grünes Labor", in dem der Schwerpunkt auf umweltfreundlichen Technologien liegen wird. Dabei handelt es sich um ein Modell, das auch auf andere Städte übertragen werden kann.

Die Wahl der Jury fiel auf Kopenhagen als gutes Modell für städtebauliche Planung und Gestaltung. Es ist auch ein Vorreiter im Bereich Verkehr und will weltweit die radfahrerfreundlichste Stadt werden. Ziel ist, dass bis 2015 50 % der Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zur Schule fahren (im Jahr 2010 waren es 35 %). Damit will die Stadt zum Erreichen ihres ehrgeizigen Ziels beitragen, bis 2025 CO2-neutral zu werden.

Kommunikationsmaßnahmen zur Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger sind sehr wirkungsvoll, weil die Kopenhagener sich als Teil der Lösung fühlen.

Zu den Finalisten gehörten außerdem Bristol und Frankfurt. Bristol beeindruckte die Jury mit einer ehrgeizigen Vision der Nachhaltigkeit unter Beteiligung einer Vielzahl von städtischen Akteuren, u. a. NRO, lokale Wirtschaft, Wissenschaft und Freiwillige. Sein Engagement für die Abmilderung des Klimawandels und seine Luftqualitäts- und Lärmschutzpolitik wurden hervorgehoben.

Frankfurts Pläne zur Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz von neuen Gebäuden, seine hervorragende Abfallbewirtschaftung und die zahlreichen Grünflächen wurden sehr gelobt, doch wurden Bedenken geäußert, wie sich die jüngste Erweiterung des Flughafens auf die Lebensqualität der Bürger im Grüngürtel im südlichen Teil der Stadt auswirken würde.

Hintergrund

18 Städte haben sich um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2014“ beworben. Jede Bewerbung wurde durch einen internationalen Ausschuss bewertet, der sich aus 12 Sachverständigen zusammensetzte. Drei Städte kamen in die engere Auswahl: Bristol, Kopenhagen und Frankfurt. Vertreter der ausgewählten Städte wurden dann von einer Jury aus Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, des Ausschusses der Regionen, der Europäischen Umweltagentur, des Internationalen Rats für lokale Umweltinitiativen (ICLEI), des Sekretariats des Bürgermeisterkonvents und des Europäischen Umweltbüros befragt.

Letztendlich geht es bei der Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas“ darum, das Leben und Arbeiten in Städten angenehmer zu gestalten. Mit dem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt. Der Gewinner nimmt eine Vorreiterrolle beim umweltfreundlichen städtischen Leben ein und kann somit als Modell für andere Städte dienen.

Städte, die sich um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ bewerben, werden anhand von zwölf Indikatoren bewertet: Klimaschutz, Verkehr, städtische Grünflächen mit nachhaltiger Flächennutzung, Natur und biologische Vielfalt, Luftqualität, Lärmschutz, Abfallbewirtschaftung, Wasserverbrauch, Abwasserbehandlung, Ökoinnovation und Schaffung dauerhafter Beschäftigung, Umweltmanagement und Energieeffizienz.

Die Auszeichnung wurde im Jahr 2006 vom ehemaligen Bürgermeister von Tallinn (Estland), Herrn Jüri Ratas, erdacht. Sie soll dazu dienen, Umweltschutzanstrengungen zu fördern und zu belohnen, Städte zu weiteren Maßnahmen anzuregen und eine Plattform zur Vorstellung bewährter Verfahren zu bieten sowie ihren Austausch zwischen europäischen Städten voranzubringen. Vier Städten – Stockholm, Hamburg, Vitoria-Gasteiz und Nantes – wurde dieser prestigeträchtige Titel in den Jahren 2010 bis 2013 bereits verliehen.

Abgesehen von der Vorbildfunktion für andere Städte steigert der Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ das Ansehen der ausgezeichneten Stadt sowie deren Attraktivität als Reiseziel, als Ort zum Arbeiten und zum Leben.

Weitere Informationen

www.europeangreencapital.eu

Twitter: @EU_GreenCapital

Kontaktpersonen:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


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