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Schlüsseltechnologien bergen enormes Beschäftigungs­potenzial

Commission Européenne - IP/12/685   26/06/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 26. Juni 2012

Schlüsseltechnologien bergen enormes Beschäftigungs­potenzial

Die Europäische Kommission hat heute zur Förderung der Schlüsseltechnologien (Key Enabling Technologies – KET) in Europa aufgerufen. Für das Marktvolumen der KET (Mikro-/Nanoelektronik, Nanotechnologie, Photonik, Materialwissenschaften, industrielle Biotechnologie und fortschrittliche Fertigungstechnologien) wird zwischen 2008 und 2015 ein Anstieg von 646 Mrd. EUR auf über 1 Billion EUR prognostiziert: Das entspricht sage und schreibe einem Plus mehr als 54 % bzw. über 8 % des BIP der EU! Auch die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze wird rasch zunehmen. Allein im Bereich der Nanotechnologie dürfte die Zahl der Stellen von 160 000 im Jahr 2008 bis 2015 auf rund 400 000 anwachsen. Die Europäische Kommission präsentiert heute ihre Strategie zur Förderung der auf den KET basierenden Industrieproduktion, unter die auch innovative Produkte und Anwendungen für die Zukunft fallen. Mit der Strategie soll erreicht werden, dass die EU mit ihren wichtigsten internationalen Mitbewerbern Schritt hält, die Wirtschaft in Europa wieder wächst und Arbeitsplätze in der Industrie entstehen. Gleichzeitig soll sie zur Bewältigung der akuten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart beitragen. Mit einem Anteil von über 30 % an den weltweit eingereichten Patentanträgen gehört Europa in der Forschung und Entwicklung (FuE) im Bereich KET zur Weltspitze. Da die EU ihre starke FuE-Basis allerdings nicht in Güter und Dienstleistungen umsetzt, die zur Ankurbelung von Wachstum und Beschäftigung benötigt werden, ruft die Kommission jetzt zur Förderung der KET in Europa auf.

Anlässlich der Präsentation der Mitteilung hob Vizepräsident Antonio Tajani, das für Industrie und Unternehmertum zuständige Mitglied der Kommission, Folgendes hervor: „Egal ob Smartphone oder Elektroauto – die meisten innovativen Produkte enthalten heute gleich mehrere KET als einzelne oder integrierte Bestandteile. Die KET können zu der Jobmaschine werden, die wir jetzt so dringend brauchen. Und genau daher benötigt Europa auch eine Strategie für die Entwicklung und die industrielle Nutzung der KET. Die KET sichern unsere Stellung als globaler Marktführer im Technologiebereich. Sie werden unsere wirtschaftliche Zukunft prägen und der EU wieder zu mehr Wachstum und Beschäftigung verhelfen.“

Für nähere Informationen klicken Sie hier

MEMO/12/484

KET bringen viele neue und hochqualifizierte Arbeitsplätze

Der Einsatz von KET ist sowohl für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie als auch für die Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit von enormer Bedeutung. Der bereichsübergreifende Facettenreichtum spiegelt sich in der großen Zahl von im KET-Bereich tätigen KMU und in den vielen neu entstehenden hochqualifizierten Arbeitsplätzen wider. Beispielsweise waren 2008 allein in der Nanotechnologie Schätzungen zufolge 160 000 Menschen weltweit beschäftigt, was gegenüber dem Jahr 2000 einen Anstieg von 25 % bedeutet. In der Mikro- und Nanoelektronikindustrie und den naturgemäß nachgelagerten IKT-Branchen entstanden im vergangenen Jahrzehnt über 700 000 zusätzliche Stellen in Europa, was auf einen Trend zu stärker dienstleistungsorientierten und hochqualifizierten Arbeitsplätzen sowie auf eine rasche Erholung nach der Krise hindeutet. Die industrielle Biotechnologie gilt als die für die Bioökonomie maßgebliche KET. Jeder in diesem Bereich in Forschung und Innovation investierte Euro soll Schätzungen zufolge eine zehnfache Rendite bringen. Überdies entfallen auf die KMU als wesentlicher Innovations- und Beschäftigungsfaktor in Europa künftig die meisten Arbeitsplätze im KET-Bereich. Bei den 5000 europäischen Photonikunternehmen handelt es sich großteils um KMU. In Deutschland sind ungefähr 80% der Nanotechnologiefirmen kleinere oder mittlere Unternehmen.

KET können Europa wieder zum „Innovationsweltmeister” machen

Die KET liefern als eine der wichtigsten Innovationsquellen unverzichtbare technologische Bausteine für eine breite Palette von Produktanwendungen, die unter anderem für die Entwicklung von Energietechnologien mit niedrigem CO2-Ausstoß benötigt werden, zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz sowie zur Entwicklung neuer Arzneimittel für eine immer älter werdende Bevölkerung beitragen. Die 2009 als solche definierten KET1 sind mittlerweile eine Priorität der EU-Agenda. Dies belegt auch die Schlüsselrolle, die den KET in den Vorschlägen der Kommission zum künftigen EU‑Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 und zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zukommt. Die Fähigkeit Europas zur Entwicklung und zum industriellen Einsatz von KET spielt eine entscheidende Rolle für die dauerhafte Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum.

Der EU-Binnenmarkt schafft günstige Bedingungen für die KET: Mit einer Bevölkerung von einer halben Milliarde Menschen erschließt er enorme Geschäftsmöglichkeiten für die Entwickler und Endnutzer von KET. Die räumliche Nähe zwischen den Akteuren im KET-Bereich verbindet europäische Wertschöpfungsketten und bietet somit einen Wettbewerbsvorteil. Die EU ist heute der größte integrierte und innovationsfreundliche Markt überhaupt mit weltweit führenden Unternehmen in der Kraftfahrzeug- und Chemiebranche sowie in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Gesundheit und Energie, die allesamt KET in ihren Produkten einsetzen.

Die Kommission schlägt eine langfristige Gesamtstrategie vor, die alle relevanten EU-Instrumente und die wichtigsten Interessenträger einbezieht und Folgendes umfasst:

  • Ein integriertes Konzept für die Finanzierung von Forschung und Innovation im KET-Bereich entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um aus Forschungsergebnissen vermarktbare Produkte zu machen und damit das Wirtschaftswachstum anzukurbeln;

  • ein strategisches Konzept für die regionale Innovationsfinanzierung im KET‑Bereich zur Modernisierung der Industriebasis in Europas Regionen;

  • die Gewährleistung des Zugangs zu den für KET-Projekte benötigten Finanzmitteln gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank;

  • eine gegenseitige Verstärkung der KET-Maßnahmen auf allen Ebenen, indem die Aktivitäten auf EU- und nationaler Ebene so koordiniert werden, dass Synergien zwischen ihnen entstehen und sie einander ergänzen, sowie öffentliche Mittel optimal genutzt werden;

  • die Gewährleistung gleicher Wettbewerbsbedingungen auf dem Weltmarkt: Bestehende Handelsinstrumente sollen dafür eingesetzt werden, einen fairen Wettbewerb zu gleichen Bedingungen auf internationaler Ebene zu sichern;

  • sinnvolle Governance: Bereitstellung adäquater Leitstrukturen für eine reibungslose Umsetzung und die Erzielung maximaler Synergien.

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752)

Sara Tironi (+32 229-90403)

1 :

Mitteilung der Kommission (KOM(2009) 512): An die Zukunft denken: Entwicklung einer gemeinsamen EU‑Strategie für Schlüsseltechnologien.


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