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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 21. Juni 2012

EU-Kampagne macht Wissenschaft und Innovation zur Mädchensache

Weil in der EU bis 2020 bis zu einer Million zusätzliche Forscher benötigt werden, hat die Europäische Kommission heute eine neue Kampagne gestartet. Sie soll mehr Mädchen für die Wissenschaft begeistern und Frauen die Entscheidung für eine Karriere in der Forschung erleichtern. Mehr als die Hälfte der Studierenden in der EU und 45 Prozent aller Promovierenden sind Frauen, aber nur ein Drittel derjenigen, die eine Forscherlaufbahn eingeschlagen haben, sind weiblich. Nach wie vor in der Minderheit sind Doktorandinnen auch im Ingenieurs- und Produktionswesen. Die auf drei Jahre angelegte Kampagne will im ersten Schritt bei jungen Mädchen das Interesse für die sogenannten „MINT-Fächer“ Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik wecken. Danach sollen schwerpunktmäßig Studentinnen angesprochen werden, um sie zu ermuntern, eine Forscherkarriere in Betracht zu ziehen.

Hierzu die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn: „Die Kampagne soll Frauen und Mädchen zeigen, dass man sich unter Wissenschaft nicht nur alte Männer in Laborkitteln vorstellen sollte. Die Wissenschaft bietet hervorragende Karrierechancen und die Möglichkeit, für unsere Gesellschaft und die Zukunft wirklich etwas zu bewegen. Dass Frauen in einem Sektor unterrepräsentiert sind, der so zentral für unsere Wirtschaft ist, macht gerade jetzt keinen Sinn, wo Europa sich für mehr Wachstum und Arbeit einsetzt. Wir wollen durch Vorbilder und die Darstellung der Möglichkeiten mehr junge Frauen überzeugen, sich für die Wissenschaft zu entscheiden."

Jugendliche treffen karriererelevante Entscheidungen in der Regel im Alter von 13 bis 17 Jahren. Hier entscheiden sie sich in der Schule für oder gegen MINT-Fächer. Deshalb wird sich die erste Phase der Kampagne mit dem Slogan „Science: it's a girl thing“ („Wissenschaft ist Mädchensache!“) an junge Mädchen in der Sekundarstufe richten. Die zweite Phase soll dann Studentinnen dazu ermuntern, eine Karriere in den Wissenschaften einzuschlagen.

Die Kampagne soll mit Vorurteilen über die Wissenschaft aufräumen und jungen Mädchen und Frauen zeigen, dass Wissenschaft Spaß macht und echte Chancen bieten kann. Sie soll überholte Auffassungen von wissenschaftlichen Karrieren hinterfragen und zeigen, dass moderne Forschungspraxis gesellschaftliche Bedürfnisse erfüllt. Wissenschaft und Innovation sind der Schlüssel zu konkreten Lösungen für die großen Herausforderungen wie Nahrungsmittel- und Energieversorgungssicherheit, Umweltschutz und Klimawandel oder eine bessere Gesundheitsversorgung. Etablierte Wissenschaftlerinnen sollen als Vorbilder in den Medien und auf speziell konzipierten Events und Workshops auftreten.

Hintergrund

Die Kampagne wird 2012 und 2013 in allen 27 Mitgliedstaaten der EU laufen. 2012 werden zunächst Events in sechs Ländern organisiert: Österreich, Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Polen. Die Kampagne wird zu einem Zeitpunkt gestartet, wo die Europäische Kommission gerade ihren Vorschlag für „Horizont 2020“ vorgelegt hat, ein Programm, mit dem die EU-Finanzhilfen für Forschung und Innovation im Zeitraum 2014-2020 von 55 Mrd. (laufender Siebenjahres-Haushalt) auf 80 Mrd. EUR aufgestockt werden sollen.

Nützliche Links:

Webseite zur Kampagne: http://ec.europa.eu/science-girl-thing/

Facebook-Seite: www.facebook.com/sciencegirlthing

MEMO/12/465

Kontakt:

Michael Jennings (+32 229-63388)

Monika Wcislo (+32 229-86595)


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