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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 20. Juni 2012

Europäische Kommission erhöht humanitäre Hilfe für Syrien – Kommissarin Georgieva besucht syrische Flüchtlinge

Die Europäische Kommission stockt ihre humanitäre Hilfe für die Opfer der eskalierenden Gewalt in Syrien um 10 Mio. EUR auf, wie EU-Kommissarin Kristalina Georgieva heute anlässlich eines Besuchs im Flüchtlingslager Kilis in der Türkei bekannt gab.

Die Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion traf dort mit Syrern zusammen, die aufgrund der sich zuspitzenden Lage aus ihrem Land fliehen mussten. Sie wurde vom türkischen Minister für EU-Angelegenheiten Egemen Bağış begleitet.

Durch diese erhebliche Aufstockung der humanitären Hilfe erhöht sich der von der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit der Syrien-Krise insgesamt zur Verfügung gestellte Betrag auf 43 Mio. EUR. Davon stammen 23 Mio. EUR aus dem Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument. Die humanitäre Hilfe dient der Bereitstellung von Unterkünften, Nahrungsmitteln, Hilfsgütern für die medizinische und gesundheitliche Versorgung, Trinkwasser, einer besseren Sanitärversorgung und grundlegenden Haushaltsartikeln. Die Hilfe wird in Syrien und im benachbarten Ausland schätzungsweise 700 000 Opfern der anhaltenden Gewalt zugute kommen. Zusätzlich dazu haben die einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union humanitäre Hilfe in Höhe von 24,6 Mio. EUR gewährt.

Mehr als ein Drittel der schätzungsweise 87 000 Menschen, die vor der Gewalt in Syrien geflohen sind, haben in der Türkei Zuflucht gefunden.

EU-Kommissarin Georgieva erklärte in Kilis: „In diesen schweren Zeiten sind meine Gedanken bei allen, denen durch die willkürliche Gewalt in Syrien schweres Leid zugefügt wird. Wenn sich der Bürgerkrieg, wie zu befürchten, länger hinzieht, rechne ich mit einem dramatischen Anstieg des Bedarfs an humanitärer Hilfe. Wir stehen den unschuldigen Gewaltopfern weiterhin zur Seite. Ich wiederhole heute meinen Aufruf an alle Kampfparteien, Menschenleben zu schonen, die Menschenrechte zu achten und denjenigen, die den Bedürftigsten helfen wollen, in vollem Umfang Schutz und Unterstützung zu gewähren.“

Der Besuch der Kommissarin im türkischen Grenzgebiet zu Syrien findet am Weltflüchtlingstag statt. „Am heutigen Tag stehe ich Seite an Seite mit den Syrern, aber ich denke auch an die Männer, Frauen und Kinder rund um die Welt, die ohne eigenes Verschulden weitab von ihrer Heimat Hunger und Angst leiden müssen. Das Schicksal der Flüchtlinge, ob in Myanmar, Kongo oder anderswo, ist für diejenigen unter uns, die bequem und sicher leben können, kaum vorstellbar. Das großzügige Engagement von Ländern wie Jemen, das Hunderttausende afrikanische Flüchtlinge aufgenommen hat, obwohl es selbst zu den ärmsten und bedürftigsten Ländern der Welt gehört, ist beachtlich.

Dieses leuchtende Vorbild führt uns allen vor Augen, mit welcher Standhaftigkeit sich Menschen mit anderen, vom Schicksal weniger Begünstigten solidarisch zeigen können, wenn diese es am dringendsten brauchen.“

Die Kommission wird zur Bereitstellung der humanitären Hilfe weiterhin mit Partnern wie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammenarbeiten.

Hintergrund

Zwischen 1,5 und 3 Millionen Menschen leiden unter der Gewalt in Syrien, doch der Mangel an Nahrungsmitteln und Kraftstoff trifft die gesamte Zivilbevölkerung. Schätzungsweise mehr als 87 000 Menschen haben bereits Zuflucht in Nachbarländern gefunden, vor allem in der Türkei, Libanon, Jordanien und Irak. Die Aufnahmeländer bemühen sich, die nötigste Grundversorgung und ein Mindestmaß an Schutz für die Flüchtlinge zu gewährleisten. Jedoch erhalten die geflohenen Syrer keinen offiziellen Flüchtlingsstatus, so dass für sie langfristig keine Lösung in Sicht ist.

Die Verschärfung der Gewalt hat die humanitären Helfer in Syrien daran gehindert, der bedürftigen Bevölkerung die dringend benötigte Hilfe zu leisten. Außerdem hatte die internationale Gemeinschaft wegen mangelnder Informationen kaum Möglichkeit, das ganze Ausmaß der Krisensituation zu analysieren und zu beobachten, so dass keine umfassende humanitäre Hilfe geleistet werden konnte.

Nach mehr als einem Jahr Unruhen bleibt die Situation vor Ort trotz der Präsenz von UN-Beobachtern im Land kritisch und der Zugang zu den Hilfsbedürftigen ist weiterhin schwierig. Die Bedarfsbewertung, die Ermittlung der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen, die Registrierung und die Verteilung der Hilfsgüter wurden hauptsächlich vom Syrisch-Arabischen Roten Halbmond (SARC) übernommen.

Weitere Informationen:

MEMO/12/456 über die Arbeit der Europäischen Kommission im Bereich der Flüchtlingshilfe

Website von Kommissarin Georgieva

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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