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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 19. Juni 2012

Öffentliche Konsultation: Ankurbelung der Nachfrage nach innovativen europäischen Waren und Dienstleistungen

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation eingeleitet, in deren Rahmen Interessengruppen und Bürger um ihre Meinung zu möglichen künftigen EU-Maßnahmen im Bereich der Politik für die industrielle Innovation gebeten werden sollen, die auf der Nachfrageseite ansetzen.

Verbraucher und öffentliche Beschaffungsstellen sollten nicht unterschätzen, welche Rolle sie bei der Förderung industrieller Innovationen spielen können, indem sie zum Beispiel Waren kaufen, die weniger Energie verbrauchen und/oder umweltfreundlicher sind. In diesem Zusammenhang sammelt die Kommission Ideen für mögliche neue politische Maßnahmen und Schwerpunktbereiche für künftige, gezielt auf der Nachfrageseite ansetzende Innovationsmaßnahmen auf EU-Ebene, damit Innovationen schneller eingeführt werden können, ein besseres Umfeld für die Innovationstätigkeit geschaffen wird und so die Wertschöpfungskette und die Unternehmensinvestitionen in Europa erhalten werden.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Antonio Tajani erklärte: „Innovation ist nicht nur das Ergebnis der Arbeit von Erfindern, Forschern und Ingenieuren. Auch die nachfragegesteuerte Innovation kann ein mächtiges Instrument sein, das die europäische Wirtschaft dabei unterstützt, wettbewerbsfähiger und bei einer Reihe von gewerblichen Waren Innovationsführer zu werden, und dabei gleichzeitig gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen. Wir brauchen solche Ideen, um das Wachstum anzukurbeln, denn das ist der einzige Weg, der aus der gegenwärtigen Wirtschaftskrise führt.“

Um zur Konsultation zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

Weitere Informationen über Leitmärkte/nachfragegesteuerte Innovation

Hintergrund

Da Europa (auf Ebene der EU, der Mitgliedstaaten und auf regionaler Ebene) nun über erste Erfahrungen mit nachfrageseitigen Strategien verfügt und die politischen und wirtschaftlichen Prioritäten klar sind, nimmt die potenzielle Hebelwirkung dieser politischen Maßnahmen zu und es könnten mehr Wirtschaftszweige davon profitieren. Es gibt bereits eine ganze Reihe politischer Instrumente, die aber noch weiter ausgearbeitet werden können. Dabei besteht sowohl die Möglichkeit als auch die Notwendigkeit, die Instrumente und die Fördermechanismen genau auf die jeweilige Branche zuzuschneiden.

Diese Vorstellungen sind in folgendes Zitat aus den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom 1. und 2. März 2012 eingeflossen:

„Schaffung des bestmöglichen Umfelds für Unternehmer für die Vermarktung ihrer Ideen und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Berücksichtigung der nachfrageorientierten Innovation als einen der Hauptimpulse für die EU-Politik im Bereich der Forschung und Entwicklung“

Würden beispielsweise Busbetreiber ihre Bestellungen von mit Solarzellen ausgestatteten Bussen bündeln, könnte die Industrie diese Busse in größerem Umfang und zu niedrigeren Preisen produzieren. Diese Busse würden nicht nur dazu beitragen, die CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern sie könnten auch eine ähnliche Nachfrage bei Lieferwagen oder PKW auslösen, so dass diese innovativen Fahrzeuge in größeren Mengen serienmäßig gebaut werden könnten.

Das Potenzial, sich bei der Entwicklung der Innovationspolitik zur Unterstützung der europäischen Industrie die Nachfrageseite zunutze zu machen, ist riesig. In Zeiten der Krise brauchen wir Maßnahmen, mit denen sich innovative Ideen leichter in neue marktfähige Waren und Dienstleistungen umwandeln lassen, was wiederum für Arbeitsplätze und Wachstum in Europa sorgt. Es muss sichergestellt werden, dass der EU-Binnenmarkt für Innovationen gut funktioniert.

Die öffentliche Konsultation läuft noch bis zum 6.9.2012.

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752)

Sara Tironi (+32 229-90403)


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