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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Juni 2012

EU-Katastrophenschutzverfahren: Unterstützung Griechenlands bei der Brandbekämpfung im Süden Attikas

Griechenland hat gestern Abend (16. Juni) das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert. Das Land hat mit schweren Waldbränden in der Nähe von Keratea im Süden Attikas zu kämpfen, die Wohngebiete bedrohen. Griechenland benötigt zur Unterstützung seiner eigenen Einsatzkräfte Waldbrandbekämpfungseinheiten bestehend aus Löschflugzeugen des Typs Canadair CL/415.

Innerhalb von 39 Minuten konnte das Beobachtungs- und Informationszentrum (MIC) der Europäischen Kommission Griechenland ein erstes Hilfsangebot des italienischen Katastrophenschutzes unterbreiten. Zwei Canadairs aus Italien mit einer zehnköpfigen Besatzung haben heute morgen den Luftstützpunkt Ciampino verlassen. Bulgarien hat einen Hubschrauber zur Brandbekämpfung angeboten. Als neues Mitglied des EU‑Katastrophenschutzverfahrens hat auch Kroatien ein erstes Zeichen der Solidarität gesetzt und Griechenland ein Löschflugzeug angeboten.

„Griechenland kann in diesen schweren Zeiten auf die Unterstützung Europas zählen. Unser Beobachtungs- und Informationszentrum unterstützt nun in den entscheidenden Stunden und Tagen die Koordinierung der EU-Hilfe. Ich danke unseren italienischen Kollegen für ihren umgehenden Solidaritätsbeweis“, so Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Nach dem Ersuchen um Hilfe nahm das in Brüssel ansässige Beobachtungs- und Informationszentrum unverzüglich Kontakt mit allen Mitgliedstaaten auf, die über Löschflugzeuge verfügen. Griechenland nahm das Angebot aus Italien an. Die italienische Waldbrandbekämpfungseinheit verließ am Morgen des 17. Juni ihren Stützpunkt.

Hintergrund

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit bei der Katastrophenbewältigung zwischen 32 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Das Verfahren ermöglicht es den teilnehmenden Ländern, ihre verfügbaren Ressourcen für weltweite Katastropheneinsätze zu bündeln. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission verwaltet das Verfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum.

Seit 2001 wurde das Katastrophenschutzverfahren bei mehr als 100 Katastrophen weltweit aktiviert, darunter der Hurrikan Katrina in den USA (2005), die Erdbeben in China (2008) und Italien (2009), das Erdbeben in Haiti (2010) und das Erdbeben und der Tsunami in Japan (2011). In den letzten beiden Jahren wurde das Katastrophenschutzverfahren bei Waldbränden innerhalb Europas und darüber hinaus 20 Mal aktiviert.

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/echo/civil_protection/civil/index.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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