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EU und China starten gemeinsames Projekt für Katastrophenrisikomanagement

European Commission - IP/12/608   15/06/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 15. Juni 2012

EU und China starten gemeinsames Projekt für Katastrophenrisikomanagement

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für Internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, hat heute offiziell den Start eines wichtigen neuen Projekts angekündigt, mit dem die Zusammenarbeit Europäische Union – China im Bereich des Katastrophenrisikomanagements konkrete Gestalt annimmt.

Das Projekt bietet China die Möglichkeit, bei der Verbesserung seines Katastrophenmanagementsystems auf die Erfahrungen der EU zurückzugreifen, wobei beide Seiten von der Vertiefung des Dialogs und der Zusammenarbeit auf diesem Gebiet profitieren können. Das Projekt wird den Entscheidungsträgern und zuständigen Behörden in China die Bewältigung der Herausforderungen erleichtern, die sich ihnen in Zusammenhang mit der Katastrophenvorsorge und –nachsorge sowie der Reduzierung des Katastrophenrisikos stellen. So soll ein regelmäßiger Austausch in Echtzeit etabliert werden, um Fragen, die den Kapazitätsausbau sowie Wissenschaft und Technologie einschließlich Frühwarnungs- und Vorhersageinstrumente betreffen, zu erörtern.

EU-Kommissarin Georgieva erklärte: „Dieses Projekt beweist, dass die Zusammenarbeit beim Katastrophenmanagement für die Europäische Kommission und ihre chinesischen Partner von praktischem und beiderseitigem Nutzen ist. Die angemessene Vorbereitung auf Katastrophen, die Reduzierung ihrer Auswirkungen und eine effiziente Katastrophenbewältigung und Soforthilfe für die betroffene Bevölkerung sind wesentliche Elemente einer nachhaltigen Entwicklung und verantwortungsvollen Staatsführung.“

"Ich hoffe unsere Zusammenarbeit wird sich auch auf andere Teile der Welt erstrecken, in denen die Europäische Union und China als Geber humanitärer Hilfe agieren,“ fügte sie hinzu.

Während ihres Besuchs wird die Kommissarin auch Staatsrat Ma Kai sowie den chinesischen Außenminister, den Minister für Wasserressourcen, den Minister für zivile Angelegenheiten und einen Vertreter der chinesischen Akademie für Regierungsführung (Chinese Academy of Governance) treffen.

HINTERGRUND

Katastrophenrisikomanagement-Projekt EU-China

Nach dem verheerenden Erdbeben, das sich 2008 in Sichuan ereignete, bot die Europäischen Kommission China ihre Unterstützung bei der Verbesserung der Katastrophenvorsorge an. Im November 2010 wurde im Beisein von Kommissarin Georgieva und Staatsrat Ma Kai ein Finanzierungsabkommen über 6 Mio. EUR zwischen der Europäischen Union und der chinesischen Regierung unterzeichnet, um das „Katastrophenrisikomanagement-Projekt EU-China“ auf den Weg zu bringen. Die Mittel dafür werden aus dem Instrument für die Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt. China unterstützt das Projekt mit Sachleistungen im Wert von 3 Mio. EUR. Die Projektdurchführung übernimmt ein europäisches Konsortium, das im Rahmen eines Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen für die Vergabe eines direkten Zuschusses ausgewählt wird. Das Projekt wird von der EU-Delegation in Peking engmaschig überwacht werden.

Zusammenarbeit EU – China in den Bereichen humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz

Zwischen 1995 und 2010 stellte die Kommission 25,8 Mio. EUR zur Bewältigung der Folgen von Überschwemmungen, Schneestürmen, Dürren und Erdbeben in China bereit. Nach den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in der chinesischen Provinz Gansu leistete die Kommission außerdem im Juni 2011 einen weiteren Beitrag zum Nothilfefonds des Roten Kreuzes.

China hatte nach den schweren Erdbeben, die 2008 die Provinz Sichuan erschütterten, die internationale Gemeinschaft um Unterstützung der Rettungsaktionen und Soforthilfemaßnahmen gebeten. Die EU-Mitgliedstaaten hatten daraufhin sofort das europäische Katastrophenschutzverfahren aktiviert, um China Katastrophenhilfe zu leisten. Im Rahmen des Verfahrens wurden 20 544 Zelte, mehr als 40 000 Decken und viele andere Hilfsgüter bereitgestellt. Außerdem wurden zwei europäische Expertenteams vor Ort entsandt, um die Bereitstellung der Hilfe, die mit über 20 Flügen aus Europa eingetroffen war, zu koordinieren. Darüber hinaus wurden die Erdbebenopfer mit humanitärer Hilfe in Höhe von 2 Mio. EUR unterstützt, die zur Finanzierung von Nahrungsmitteln, Unterkünften, Wasser, sanitären Anlagen, medizinischer Versorgung und wichtigen Haushaltsartikeln verwendet wurden.

Weitere Informationen

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock (+32 229 68909)

Irina Novakova (+32 229 57517)


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