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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11. Juni 2012

Im Vorfeld von Rio+20: EU und pazifische Inseln beraten über Klimawandel und nachhaltige Entwicklung

Morgen wird EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs gemeinsam mit Christian Friis Bach, dem dänischen Minister für Entwicklungszusammenarbeit, der die Hohe Vertreterin und Kommissionsvizepräsidentin Catherine Ashton vertritt, an der Ministertagung des Forums der pazifischen Inseln (Pacific Islands Forum – PIF) in Auckland teilnehmen. Erörtert werden soll ein breites Spektrum von für die Region besonders relevanten Fragen wie Klimawandel, nachhaltige Entwicklung, wirtschaftliche Stabilität, Wachstum und Handel sowie Entwicklungszusammenarbeit. Die Positionen im Vorfeld der Rio+20-Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung, die von 20. bis 22. Juni stattfinden wird, werden ebenfalls Gegenstand der Gespräche sein. Vor allem wird es darum gehen, wie die EU und der Pazifikraum zu echten Ergebnissen der Konferenz beitragen können, insbesondere im Hinblick auf die Verabschiedung konkreter Ziele und Zielvorgaben zur Förderung einer integrativen, umweltverträglichen Wirtschaft, der sogenannten „grünen Wirtschaft“.

Im Vorfeld des Forum-Treffens erklärte der dänische Minister für Entwicklungszusammenarbeit Christian Friis Bach: „Unsere Anwesenheit hier zeugt vom wachsenden Interesse der EU am Pazifikraum und ihrem kontinuierlichen Engagement für diese Region, der sie in ihrer Außenpolitik hohe Priorität einräumt. Wir arbeiten in politischer und finanzieller Hinsicht gut zusammen, doch können wir noch mehr tun. Wir rechnen mit einer weiteren Stärkung und Intensivierung unserer Partnerschaft. Der EU ist es ein wichtiges Anliegen, ihre Rolle als zuverlässiger und bedeutender Partner der pazifischen Inseln in Fragen der Entwicklung und des Klimawandels zu konsolidieren.“

Vor seiner Abreise erklärte EU-Kommissar Piebalgs: „Die Europäische Union ist ein globaler Akteur und nimmt ihre globalen Verpflichtungen ernst. Die pazifischen Inseln sind die ersten Leidtragenden des Klimawandels. Daher hat die EU beschlossen, sich an die Spitze der gemeinsamen internationalen Bemühungen zu stellen und die Anstrengungen der pazifischen Inseln zur Anpassung an den Klimawandel tatkräftig zu unterstützen. Das Ministertreffen bietet uns eine weitere Gelegenheit, unsere Partnerschaft zu stärken und unseren gemeinsamen Positionen auf der internationalen Bühne Nachdruck zu verleihen. Auf der Rio+20-Konferenz werden wir unser Engagement für eine nachhaltige Entwicklung und eine umweltverträgliche Wirtschaft unter Beweis stellen können.“

Die Europäische Union ist ein globaler Akteur und die Unterstützung ihrer Partner im Pazifikraum bei der Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele ist ihr ein wichtiges Anliegen. Gleichzeitig setzt sie sich für die Bekämpfung des Klimawandels ein, unter dessen Folgen die pazifischen Inseln als erste leiden, obwohl sie nicht direkt dafür verantwortlich sind.

Die EU und der Pazifikraum sind füreinander aus folgenden Gründen von besonderer Bedeutung:

  • Auf die pazifischen Inselstaaten und ‑territorien entfällt ein erheblicher Anteil der Erdoberfläche. Ihre Anliegen und Bestrebungen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung sind die gleichen wie diejenigen der EU.

  • Den Pazifikraum und die EU verbinden eine langjährige Partnerschaft und gemeinsame Interessen, wenn es beispielsweise um Themen wie Klimawandel, Meeresschutz und andere globale Probleme geht.

Die zweite Ministertagung zwischen der EU und dem Forum der pazifischen Inseln (PIF) findet in Auckland, Neuseeland, statt. Der dänische Minister für Entwicklungszusammenarbeit, Christian Friis Bach, nimmt an dem Treffen im Namen von Catherine Ashton, der Hohen Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, teil.

Hintergrund

Die pazifischen Inselstaaten und -territorien haben eine Bevölkerung von insgesamt 10 Millionen Menschen, die meisten davon verteilt auf Tausende von pazifischen Inseln, die sich über ein Fünftel der Erdoberfläche erstrecken. Die Inseln sind äußerst isolierte Entwicklungsländer, die bereits jetzt regelmäßig unter Naturkatastrophen leiden, kaum Zugang zu Infrastrukturen haben und in hohem Maße von natürlichen Ressourcen abhängen.

Im schlimmsten Fall ist zu befürchten, dass einige Inseln aufgrund des steigenden Meeresspiegels und der zunehmenden Erosion durch heftige Stürme untergehen werden (so würde z. B. in Kiribati und Tuvalu ein Anstieg des Meeresspiegels um nur 60 cm dazu führen, dass die meisten Inseln unbewohnbar werden). Außerdem leben 80 % der Bevölkerung der kleinen Inselstaaten in Küstengebieten, weshalb sie durch Veränderungen des Meeresspiegels oder der Witterungsbedingungen besonders gefährdet sind.

Unterstützung für den Pazifikraum

Das Kernstück der EU-Pazifik-Partnerschaft ist die Zusammenarbeit im Bereich des Klimawandels, der mit Abstand größten Bedrohung für die Region. Seitdem die EU und das PIF im November 2008 eine gemeinsame Erklärung zum Klimawandel abgegeben haben, wurde ihre Zusammenarbeit in diesem Bereich sowohl in politischer als auch in finanzieller Hinsicht stark ausgebaut.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind weltweit größter Geber und nach Australien zweitgrößter Geber für die Region.

Die von der Kommission verwaltete EU-Entwicklungszusammenarbeit mit den pazifischen AKP-Staaten (Gruppe der Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean) und ÜLG (überseeische Länder und Gebiete) beläuft sich für den Zeitraum 2008-2013 schätzungsweise auf 750 Mio. EUR. Damit unterstützt die EU bilaterale Hilfsprogramme sowie regionale Programme, die von Regionalorganisationen im Pazifikraum verwaltet werden.

Zusätzlich zu den Mitteln für Entwicklung und Klimawandel, die zugunsten der pazifischen AKP-Staaten für den Zeitraum 2008-2013 ursprünglich vorgesehen waren, hat die Kommission seit 2008 weitere EU-Mittel in Höhe von 110 Mio. EUR im Zusammenhang mit dem Klimawandel bereitgestellt.

Forum der pazifischen Inseln

Das Forum der pazifischen Inseln (Pacific Islands Forum – PIF) wurde 1971 gegründet. Es ist die wichtigste politische und wirtschaftspolitische Institution der Region. Der offizielle Auftrag des PIF besteht in der Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und Integration. Es hat den Status einer internationalen Organisation.

Das PIF hat 16 Mitgliedstaaten: 14 pazifische Inselstaaten sowie Australien und Neuseeland.

Weitere Informationen

Website des EU-Entwicklungskommissars Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid (Zusammenarbeit mit den AKP-Staaten): http://ec.europa.eu/europeaid/where/acp/overview/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid (Zusammenarbeit mit den ÜLG): http://ec.europa.eu/europeaid/where/octs_and_greenland/index_en.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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