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Fangmöglichkeiten 2013: Verbesserungen für einige Fischbestände

Commission Européenne - IP/12/584   08/06/2012

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European Commission

Press release

Brüssel, den 8. Juni 2012

Fangmöglichkeiten 2013: Verbesserungen für einige Fischbestände

In einem heute verabschiedeten Konsultationsdokument hat die Europäische Kommission ihre Pläne für die Festsetzung der Fangmöglichkeiten für 2013 dargelegt. Mit diesem jedes Jahr zu erstellenden Dokument bittet die Kommission die Mitgliedstaaten und die Interessenvertreter um ihre Meinung bezüglich der Festsetzung der zulässigen Gesamtfangmengen (TAC), der Quoten und des Fischereiaufwands (Tage auf See) für das kommende Jahr. Das Dokument zeigt, dass die Bemühungen der Kommission um eine Reduzierung der Überfischung langsam Früchte tragen. Momentan werden 20 Fischbestände in europäischen Meeren nachweislich nicht überfischt – im Jahr 2009 waren das nur 5 Bestände. Die Einschränkung der TAC in den letzten Jahren hat sogar die Erhöhung einiger TAC für 2012 ermöglicht, was zu einem zusätzlichen Einkommen von mindestens 135 Mio. EUR für die Fischereindustrie führen dürfte.

Die vorstehenden Zahlen zeigen, dass die Berücksichtigung wissenschaftlicher Gutachten bei der Festsetzung der TAC die Wiederauffüllung der Bestände unterstützt. Die Fischer werden mit umfangreicheren Fängen und höherem Einkommen belohnt, während die Umweltauswirkungen der Fischerei geringfügiger ausfallen. Diese Zahlen zeigen außerdem, dass eine Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik erforderlich ist, um erwiesenermaßen langfristig wirksame Verfahren in größerem Umfang anzuwenden und fest in die EU-Politik zu integrieren. Die Überfischung kann nicht nur durch die jährliche Festsetzung von TAC abgebaut werden. Es sind langfristige Verwaltungsmaßnahmen, ein vollkommen wissenschaftlich basierter Ansatz und das Ausmerzen katastrophaler Praktiken wie der Rückwürfe notwendig, wie dies im Vorschlag der Kommission für eine Reform der GFP dargelegt ist.

Die Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, Maria Damanaki, erklärte: „Wir sehen heute Verbesserungen beim Abbau der Überfischung, doch wir müssen noch einen Schritt weiter gehen und die GFP-Reform verabschieden, wenn wir diese Verbesserungen langfristig sichern wollen.“

Die Kommission ist der Auffassung, dass für das nächste Jahr für Bestände, die unter die langfristigen Bewirtschaftungspläne fallen, die TAC und die Höhe des Fischereiaufwands anhand der geltenden Pläne (eine rechtliche Anforderung) festgesetzt werden sollten. Für andere, nicht unter die Pläne fallende Bestände sollten die TAC auf wissenschaftlichen Gutachten basieren und das Ziel verfolgen, die Überfischung bis 2015 oder falls möglich vorher zu beenden. Liegen keine Gutachten vor, sollte das Vorsorgeprinzip gelten.

Die wissenschaftliche Grundlage für die Schätzung der Fischbestände verbessert sich immer mehr. Gab es 2009 im Nordostatlantik noch 57 Bestände, die TAC unterlagen und für die keine wissenschaftlichen Gutachten erstellt worden waren, so wird für 2010 eine erhebliche Verbesserung und eine Senkung dieser Anzahl auf möglicherweise nur 10 bis 12 erwartet.

Die Kommission bestätigt somit, dass sie Fangmengen auf der Grundlage wissenschaftlicher Gutachten und mit dem Zieldatum 2015 für die Beendigung der Überfischung vorschlagen wird, wie dies bereits in dem Vorschlag für die Reform der GFP niedergelegt wurde.

Hintergrund

Folgende Bestände in EU-Gewässern im Nordostatlantik wurden als nicht überfischt bewertet:

Seeteufel

vor Portugal und spanischer Atlantikküste

Blauer Wittling

alle Gebiete

Seezunge

Skagerrak, Kattegat und Ostsee

Westlicher Ärmelkanal

Keltische See

Schellfisch

Nordsee

Rockall

westlich von Schottland

Hering

Nordsee

Keltische See

Bottnisches Meer

Bastardmakrele

westliches Gebiet, von der Kantabrischen See bis zur nördlichen Nordsee

Butte

vor Portugal und spanischer Atlantikküste

Kaisergranat

Skagerrak und Kattegat

Nordsee (Fladen Ground)

westlich von Schottland

Keltische See und Irische See

Scholle

Nordsee

Kabeljau

Östliche Ostsee

Dornhai

Nordostatlantik

Der Zustand der Bestände, die wissenschaftlich geschätzt werden können, hat sich über die letzten Jahre verbessert. Im Nordostatlantik und benachbarten Meeren ging die Zahl der überfischten Bestände von 32 von 34 im Jahr 2005 auf 18 von 38 im Jahr 2012, d.h. von 94 % auf 47 % zurück. Im Mittelmeer liegen für 63 % der Bestände ausreichende Daten vor. Davon gelten 80 % als überfischt.

Weitere Einzelheiten sind dem Konsultationsdokument zu entnehmen:

http://ec.europa.eu/fisheries/cfp/fishing_rules/tacs/info/com_2012_278_de.pdf

Contacts :

Oliver Drewes (+32 2 299 24 21)

Lone Mikkelsen (+32 2 296 05 67)


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