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Ernährungssicherheit: EU unterstützt die Initiative der G8 für eine „Neue Allianz“ mit Partnerländern, Gebern und dem Privatsektor

European Commission - IP/12/490   18/05/2012

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Ernährungssicherheit: EU unterstützt die Initiative der G8 für eine „Neue Allianz“ mit Partnerländern, Gebern und dem Privatsektor

Brüssel, den 18. Mai 2012 – Die Europäische Kommission begrüßt die „Neue Allianz für die Verbesserung der Ernähungssicherheit“, die heute - am Tag vor dem Gipfeltreffens der G8 - ins Leben gerufen wurde. Die EU hat sich aktiv an der Vorbereitung der „Neuen Allianz“ beteiligt, die darauf ausgerichtet ist, in Afrika die Produktivität zu erhöhen, in- und ausländische Investitionen des Privatsektors zu unterstützen und Innovationen und neue Technologien zu fördern.

Sie wird diese Allianz als Teil ihrer Maßnahmen zur Bekämpfung von Hunger und Armut und zur Förderung von Ernährungssicherheit und landwirtschaftlicher Entwicklung unterstützen. Im Rahmen der „Neuen Allianz“ sollen sich Geber, Partnerländer und der Privatsektor gemeinsam dafür einsetzen, in den nächsten zehn Jahren 50 Mio. Menschen aus der Armut zu heben. Auf der Sitzung wurde außerdem Bilanz über die Fortschritte seit dem G8-Gipfeltreffen 2009 in L'Aquila gezogen. Dabei wurde hervorgehoben, dass die Kommission ihre damalige Zusage, 3,8 Mrd. EUR bereitzustellen, früher als geplant, d. h. bereits nach zwei statt der ursprünglich vorgesehenen drei Jahre, eingelöst hat.

Die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, und EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärten hierzu: „Wie wir mit der zügigen Einlösung der 2009 beim Gipfeltreffen der G8 in L'Aquila gemachten Zusagen bewiesen haben, spielt die EU eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Hunger. Während der Hungerkrisen am Horn von Afrika und in der Sahelzone hat die EU schnell gehandelt und beträchtliche Hilfe für die am stärksten betroffenen Menschen bereitgestellt. Seitdem haben wir verschiedene Initiativen ergriffen, um diese Länder bei der besseren Vorbereitung auf solche Krisen und bei der Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit zu unterstützen. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Gebern und dem Privatsektor dazu beitragen können, die Grundursachen des Hungers zu bekämpfen und so den Hunger zu beseitigen. Die EU wird die Neue Allianz aktiv unterstützen und dafür Sorge tragen, dass alle neuen Initiativen in erster Linie Kleinbauern und Frauen zugute kommen.“

Ziel der Neuen Allianz ist es, durch Verbesserung des Unternehmensumfelds privatwirtschaftliche Investitionen in die Landwirtschaft zu unterstützen und durch Förderung verlässlicher rechtlicher und administrativer Rahmenbedingungen die Risiken für Investoren zu verringern.

Die Europäische Kommission begrüßt, dass die Allianz auch die Umsetzung der freiwilligen Leitlinien über Landbesitz, die am 11. Mai von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) angenommen wurden, und der Grundsätze für verantwortungsvolle Investitionen in Entwicklungsländern unterstützen wird. Die EU hat die Absicht, Maßnahmen in den Bereichen Risikomanagement und Agrarforschung wie z. B. Verbesserung der Bodenbewirtschaftung und der Schädlingsbekämpfung, Entwicklung verbesserter Saatgutsorten und Optimierung der Nährstoffversorgung weiterhin zu unterstützen.

Ernährungssicherheit und Landwirtschaft sind Schwerpunkte der neuen Entwicklungspolitik („Agenda für den Wandel“) der EU, in der auch der Privatsektor eine Schlüsselrolle spielt. Die EU begrüßt daher, dass die Einbeziehung privatwirtschaftlicher Akteure ein Hauptthema des diesjährigen Gipfeltreffens bildet.

Hintergrund

Die Europäische Union spielt seit vielen Jahren eine führende Rolle im Kampf gegen Hunger und Unterernährung. Die EU ist der weltgrößte Zuschussgeber für die Ernährungssicherung. Als 2007/2008 stark steigende Preise eine Nahrungsmittelkrise auslösten, entwickelte die EU als erster Geber ein gezieltes Instrument - die Nahrungsmittelfazilität -, um Länder bei der Bewältigung der zunehmenden Ernährungsunsicherheit zu unterstützen.

Beim G8-Gipfeltreffen 2009 in L’Aquila sagten die dort vertretenen Länder zu, über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 22 Mrd. USD (14,3 Mrd. EUR) für Maßnahmen gegen den starken Anstieg der Nahrungsmittelpreise bereitzustellen. Sie einigten sich auf eine koordinierte und umfassende Strategie, bei der der Schwerpunkt zwar auf einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Entwicklung liegt, jedoch weiterhin auch für eine ausreichende Nahrungsmittelsoforthilfe gesorgt werden soll.

In L’Aquila sagte die Kommission zu, zusätzlich zu der mit 1 Mrd. EUR ausgestatteten EU-Nahrungsmittelfazilität zwischen 2010 und 2012 weitere 2,7 Mrd. EUR als Beitrag zur Erhöhung der weltweiten Ernährungssicherheit bereitzustellen. Die Kommission hat allein in den letzten zwei Jahren knapp 3 Mrd. EUR bereitgestellt und damit ihre in L'Aquila gemachte Zusage ein Jahr früher als geplant eingelöst. Doch das Engagement der EU in diesem Bereich geht weiter.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit sind Eckpfeiler der langfristig angelegten Entwicklungszusammenarbeit der EU und auch zentrale Themen des Dialogs mit den Partnerregierungen. Auch bei der Programmierung der EU-Entwicklungshilfe für den Zeitraum des neuen Finanzrahmens (2014-2020) werden sie einen wichtigen Platz einnehmen.

Weitere Informationen

Siehe auch:

IP/12/480 - Die Europäische Union auf dem G8-Gipfel in Camp David am 18./19. Mai 2012: „Gemeinsam Handeln“

MEMO/12/357 - Die Europäische Union auf dem G8-Gipfel in Camp David am 18./19. Mai 2012: Fragen und Antworten

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Agenda für den Wandel

http://ec.europa.eu/europeaid/news/agenda_for_change_en.htm

Kontakte:

Catherine Ray (+32 2 296 99 21)

Wojtek Talko (+32 2 297 85 51)


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