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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Aufstockung der humanitären Hilfe für die Opfer der Überschwemmungen und Konflikte in Pakistan

Brüssels, 30. April 2012 – Die Europäische Kommission stellt weitere 20 Mio. EUR für Pakistan bereit, um die Opfer der schweren Monsun-Regenfälle im vergangenen Jahr und die Menschen, die im Zuge der jüngsten Militäraktionen vertrieben wurden, zu unterstützen. Mit diesen Mitteln sollen Unterkünfte, Nahrungsmittel, medizinische Hilfe, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung finanziert werden. Damit hat die Kommission im Jahr 2012 bislang für Pakistan humanitäre Hilfe im Gesamtwert von 55 Mio. EUR bereitgestellt.

„Die internationale Gemeinschaft hat 2010 und 2011 angesichts der Überschwemmungen bereits außerordentliche Hilfeanstrengungen unternommen. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass Millionen von Menschen – vor allem in der Provinz Sindh – weiterhin mit den Folgen der Fluten zu kämpfen haben. Ihnen wollen wir eine helfende Hand reichen“, erklärte die für humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva.

„Außerdem müssen wir rasch die mehr als vierzigtausend Familien unterstützen, die in der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa Opfer von Vertreibungen geworden sind. Darunter sind zahlreiche besonders gefährdete Familien mit weiblichem Haushaltsvorstand. In der Region benötigen insgesamt rund 300 000 Vertriebene dringend Hilfe“, so EU-Kommissarin Georgieva.

Die humanitären Krisen in Pakistan werden durch die Überschneidungen von Naturkatastrophen und Konflikten verschärft. Im Sommer 2011 wurde das Land von schweren Überschwemmungen heimgesucht, von denen 5,8 Mio. Menschen betroffen waren. Durch die Fluten wurden Viehbestände, Ernten, Häuser und Infrastrukturen zerstört.

Während die Menschen sich noch darum bemühten, die Folgen der Rekordüberschwemmungen des Jahres 2010 zu überwinden, kam somit bereits die nächste Flutkatastrophe. Besonders stark ist hiervon die Provinz Sindh betroffen: In 72% der Haushalte sind Nahrungsmittel knapp und der Anteil der Kinder unter fünf Jahren, die an Unterernährung leiden, hat die Notfallschwelle erreicht.

Zudem haben die Konflikte im Zusammenhang mit den Militäraktionen gegen Aufständische in den von der Zentralregierung verwalteten Stammesgebieten (Federally Administered Tribal Areas, FATA) in Khyber erneut zu Vertreibungen geführt, so kürzlich auch in Khyber-Pakhtunkhwa. Die Zahl der Vertriebenen wird auf über 300 000 geschätzt. In den von der Zentralregierung verwalteten Stammesgebieten und in Khyber-Pakhtunkhwa haben Militäraktionen und religiös motivierte Gewalt bereits zur Vertreibung von nahezu einer Million Menschen geführt.

Hintergrund

2011 unterstütze die Europäische Kommission Pakistan mit 94,9 Mio. EUR bei der Bewältigung des Soforthilfebedarfs, der durch die Überschwemmungen, die Konflikte und im Zusammenhang mit der Versorgung der afghanischen Flüchtlinge im Land entstanden ist.

Die Europäische Kommission fördert langfristige Hilfeprogramme für die bedürftigsten Bevölkerungsgruppen in Pakistan, mit denen u .a. jene Menschen unterstützt werden, die auf Landwirtschaft und Viehzucht als Existenzgrundlage angewiesen sind. Die Kommission hat aus ihrem Entwicklungshilfeetat 68 Mio. EUR für die Förderung der Landwirtschaft und die Überwindung der Folgen der Überschwemmungen bereitgestellt. Weitere 90 Mio. EUR sollen demnächst für die Entwicklung lokaler Gemeinschaften und Maßnahmen zur Förderung der Widerstandsfähigkeit in Khyber-Pakhtunkhwa zur Verfügung gestellt werden.

Im Zeitraum 2009-2013 hat die Europäischen Union (Mittel der Kommission und der Mitgliedstaaten) Pakistan mit insgesamt 2,458 Mrd. EUR unterstützt. Dies entspricht rund 30% der gesamten jährlichen Entwicklungshilfe für das Land.

Weitere Informationen:

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock (+32 2 29-68909)

Irina Novakova (+32 2 29-57517)


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