Navigation path

Left navigation

Additional tools

Syrien: Kommissarin Georgieva verurteilt Tötung eines freiwilligen Helfers

European Commission - IP/12/435   27/04/2012

Other available languages: EN FR BG

Europäische Kommission – Pressemitteilung

Syrien: Kommissarin Georgieva verurteilt Tötung eines freiwilligen Helfers

Brüssel, 27. April 2012 – Wie Kommissarin Georgieva heute mitteilte, müsse die syrische Regierung die Sicherheit der Mitarbeiter von Hilfsorganisationen garantieren und ihnen ungehinderten Zugang zu den Konfliktzonen im Land gewähren.

Die für humanitäre Hilfe zuständige Kommissarin äußerte sich, nachdem sie von dem Tod eines freiwilligen Helfers des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes unterrichtet wurde. Mohammed Khadra wurde in Duma bei Damaskus beim Versuch, anderen das Leben zu retten, getötet. Die genauen Umstände seines Todes sind noch unklar.

Die anhaltende Gewalt weitet die humanitäre Krise weiter aus und der dadurch zunehmende Bedarf muss dringend gedeckt werden. Ich appelliere an die syrische Regierung, mit den internationalen Hilfsorganisationen zusammenzuarbeiten und ihnen umfassenderen und ungehinderten Zugang zu gewähren.

Sie fügte hinzu: „Ich bin sehr bestürzt über die Nachricht, dass ein freiwilliger Helfer in Syrien getötet wurde, der sich dort für notleidende Menschen einsetzte. Bei humanitärer Hilfe geht es darum, ohne Angst und ungeachtet der religiösen Zugehörigkeit Leben zu retten. Das Wichtigste dabei ist die Unparteilichkeit. Angriffe auf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen können von uns nicht hingenommen werden. Wir Europäer gratulieren dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond zu seiner hervorragenden Arbeit und rufen alle Syrer zur Achtung der Helfer auf, die ihr Leben riskieren, um den Bedürftigsten humanitäre Hilfe zu leisten.

Hintergrund

Seit Beginn des Jahres 2011 erlebt Syrien gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten, die auf der Straße ihren Unmut gegenüber der Regierung kundtun, und Sicherheitskräften. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben die Tötungen und Menschenrechtsverletzungen in Syrien mehr als 11.000 Tote gefordert. Schätzungen zufolge sind zwischen 1,5 und 3 Millionen Menschen von der Gewalt betroffen.

Bereits mehr als 47.000 Menschen haben in den Nachbarländern – insbesondere in der Türkei, Libanon und Jordanien, aber auch in Irak und Libyen – Zuflucht gesucht. Die Aufnahmeländer bemühen sich, die Grundversorgung und den Schutz der Flüchtlinge zu gewährleisten.

Die Verschärfung der Gewalt hat die Hilfskräfte in Syrien daran gehindert, der bedürftigen Bevölkerung wesentliche Hilfe zu leisten.

Die Europäische Kommission hat 10 Mio. EUR für die Hilfseinsätze in Syrien und die Unterstützung der Flüchtlinge aus dem Land bereitgestellt. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben ebenfalls einen Beitrag zur humanitären Hilfe in dieser Krise geleistet, der sich bisher auf mehr als 22 Mio. EUR beläuft.

Weitere Informationen:

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website