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Europäische Kommission – Pressemitteilung der ENSREG

EU-Stresstests bei Nuklearanlagen: Technischer Bericht verabschiedet, weitere Anlagenbesuche vereinbart

Brüssel, 26. April 2012 – EU-Kommissar Günther Oettinger und Andrej Stritar, der Vorsitzende der Gruppe der europäischen Aufsichtsbehörden für nukleare Sicherheit (ENSREG), begrüßten die heutige Verabschiedung des Stresstest-Berichts der ENSREG sowie die Vereinbarung, einige Sicherheitsaspekte genauer zu prüfen und in den kommenden Monaten zusätzliche Maßnahmen vorzuschlagen.

Hierzu Günther Oettinger: „Dieser umfassende Bericht ist ein wichtiger Teil unserer Stresstests. Nun werden wir noch weitere Kernkraftwerke besichtigen und einige Sicherheitsaspekte eingehender untersuchen. Die Bürger der EU haben das Recht, zu wissen, wie sicher die Kernkraftwerke sind, in deren Nähe sie leben, und die Hintergründe zu verstehen. Gründlichkeit ist wichtiger als Schnelligkeit.“

Andrej Stritar äußerte sich wie folgt: „Die Überprüfung ergab, dass alle Länder bedeutende Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ihrer Anlagen ergriffen haben. Sie hat auch gezeigt, wie nützlich es ist, dass die nationalen Aufsichtsbehörden die Ergebnisse der Stresstests und Vorschläge für den Ausbau der Sicherheit und Robustheit der Anlagen austauschen.“

Das für die Peer Review eingesetzte Gremium hat den Bericht innerhalb der sehr engen zeitlichen Vorgaben vorgelegt. Zur Ergänzung der Analyse haben sich ENSREG und die Europäische Kommission darauf geeinigt, die sicherheitstechnischen Verbesserungen von Kernkraftwerken fortzusetzen und einen zusätzlichen Bericht über weitere Sicherheitsaspekte abzufassen. Dieser wird folgende Punkte beinhalten:

  • zusätzliche Besuche von Kernkraftwerken

  • Umsetzung der Empfehlungen des ENSREG-Berichts

  • Umsetzung des IAEO-Aktionsplans

  • Ergebnisse der außerordentlichen Tagung des Übereinkommens über nukleare Sicherheit

  • Verfügbarkeit von Informationen über jedes Kernkraftwerk auf der Website.

Die Europäische Kommission wird den ENSREG-Bericht anlässlich der Tagung des Europäischen Rates im Juni vorstellen.

Im ENSREG-Bericht werden vier Hauptbereiche genannt, in denen auf europäischer Ebene Verbesserungen zu erwägen wären: fehlende Einheitlichkeit bei der Einschätzung natürlicher Gefahren, Notwendigkeit der regelmäßigen Anwendung und Bewertung der bekannten Sicherheitsvorkehrungen und Verbesserung der vorbeugenden Maßnahmen (z. B. durch mobile Ausrüstung, die gegen extreme natürliche Gefahren geschützt ist), Notfallzentren, die gegen extreme natürliche Gefahren und Kontaminierung geschützt sind, sowie rasch verfügbare Rettungsteams und Rettungsausrüstungen zur Unterstützung der Betreiber vor Ort.

Der Bericht ist das Ergebnis der dritten Phase der Stresstests. In der ersten Phase führten die Kernkraftwerksbetreiber eine Eigenbewertung durch, in der zweiten Phase erstellten die nationalen Aufsichtsbehörden einen Länderbericht. In der dritten Phase haben Gruppen von Mitgliedern aus mehreren Mitgliedstaaten die von den nationalen Behörden übermittelten Länderberichte geprüft und Kernkraftwerke vor Ort besucht. Sie konnten zwischen einem und vier Reaktoren in jedem der 17 an den Tests teilnehmenden Länder (15 EU-Länder mit Kernkraftwerken sowie die Ukraine und die Schweiz) überprüfen.

In der EU gibt es 147 Kernreaktoren, 38 davon wurden im Rahmen der Peer Review im März 2012 besucht.

Weitere Informationen:

Gemeinsame Erklärung der ENSREG und der Europäischen Kommission:

http://www.ensreg.eu/node/389

Memo zu den Stresstests bei Nuklearanlagen:

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/11/827&format=HTML

Ansprechpartner:

Marlene Holzner (+32 2 296 01 96)

Nicole Bockstaller (+32 2 295 25 89)


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