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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Umwelt: UNEP-Bericht über die globalen Perspektiven behandelt die weltweiten Maßnahmen für Nachhaltigkeit bei Konsum und Produktion

Brüssel, den 23. April 2012 – Weltweit entsteht eine Vielzahl von Initiativen zur Förderung der Nachhaltigkeit bei Verbrauch und Produktion, aber es sind weitere Anstrengungen erforderlich, um diese Verfahren in bestehende Rahmenregelungen einzubetten. Dies ist das Fazit des neuen Berichts über die weltweiten Perspektiven (Global Outlook Report), den UNEP, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission herausgegeben hat. In dem Bericht, der heute anlässlich von „Stockholm+40“, einer Veranstaltung zum 40. Jahrestag der UN-Konferenz zur Umwelt des Menschen, vorgestellt wird, werden die weltweiten Maßnahmen zur Umstellung auf nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster (sustainable consumption and production patterns – SCP) dargestellt. Ziel ist es, vielversprechende Beispiele für wirksame Maßnahmen zu erkennen und weiterzugeben sowie Vorschläge zu formulieren, die zur Weiterentwicklung der nachhaltigen Konsum- und Produktionsmuster beitragen.

Hierzu erklärte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik: „Die UN-Konferenz Rio+20 wird auf die Nachhaltigkeit bei Konsum und Verbrauch und auf die grüne Wirtschaft als entscheidende Prioritäten für das weltweite nachhaltige Wachstum aufmerksam machen. Wir müssen die natürlichen Ressourcen viel effizienter nutzen, wenn wir unsere Bedürfnisse decken und unsere Lebensbedingungen weltweit verbessern wollen. Die Art und Weise, wie wir konsumieren und produzieren, wird darüber entscheiden, ob wir erfolgreich sind oder scheitern. Dieser Bericht wird ein hervorragendes Instrument sein, wenn es darum geht, nachhaltige Verfahren weltweit nachzuahmen, und ich hoffe, dass er überall zu konstruktiven Partnerschaften beitragen wird."

Achim Steiner, Untergeneralsekretär der UNO und Exekutivdirektor von UNEP, der an Stockholm+40 teilnimmt, erklärte: „Die Verwirklichung einer CO2-armen, ressourceneffizienten und beschäftigungswirksamen grünen Wirtschaft ist die Herausforderung für die führenden Politiker, die im Juni dieses Jahres, 40 Jahre nach Stockholm und 20 Jahre nach dem Weltklimagipfel von 1992 wieder in Rio zusammenkommen. Dieser Bericht zeigt einmal mehr, dass die Regierungen nicht bei Null anfangen – in verschiedenen Ländern und Gemeinschaften überall auf der Welt finden sich viele erfolgreiche Veränderungen hin zu nachhaltigen Gesellschaften. Rio+20 bietet die Gelegenheit, diese Maßnahmen und Projekte zu intensivieren und auszuweiten, um der Bevölkerung von sieben Mrd. Menschen, die bis 2050 auf neun Mrd. Menschen anwachsen wird, auch weiterhin Chancen und Wohlstand zu sichern."

Die jüngsten Krisen im Finanz-, Kraftstoff-, Lebensmittel- und Umweltbereich hängen mit nicht nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern zusammen; sie alle sind eine große Gefahr für die weltweite Entwicklung. Die Umstellung auf nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster kann dazu beitragen, die Lebensbedingungen einiger der ärmsten Bevölkerungsgruppen auf der Welt zu verbessern und die natürlichen Ressourcen zu schützen.

In dem Bericht über die globalen Perspektiven der SCP- Politik werden konkrete Maßnahmen zur Förderung des nachhaltigen Wachstums weltweit vorgestellt. Er enthält 56 Fallstudien zu erfolgreichen Initiativen, so z. B. zur Unterstützung der Kompostierung in Surabaya, Indonesien, zur gewerblichen Erzeugung von Arzneipflanzen durch eine Bürgerinitiative für den Waldschutz in Kenia, zur Verbreitung des Umweltzeichens, das den Verbrauchern in Europa bei der Wahl umweltfreundlicher Produkte hilft, oder zu den von der Zentralamerikanischen Kommission für Umwelt und Entwicklung (CCAD) angestoßenen regionalen Initiativen für die nachhaltige öffentliche Auftragsvergabe.

Der Bericht enthält auch Empfehlungen zur Anpassung, Nachahmung und Ausweitung von SCP-Maßnahmen. Entscheidungsträger aus allen Bereichen werden aufgefordert, Initiativen zu ergreifen, die in den kommenden Jahren übernommen werden. So wird u. a. empfohlen,

  • die SCP in politische Rahmenregelungen und strategische Pläne einzubeziehen,

  • weitere SCP-Daten zu sammeln, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu messen und die Fortschritte zu beobachten,

  • gesammelte Erfahrungen auszuwerten, um ein optimales politisches Instrumentarium zu entwickeln,

  • Rahmenregelungen für Fördermaßnahmen bereitzustellen, um Unternehmen zu Investitionen in SCP-Maßnahmen anzuregen,

  • alternative Verfahren zur Messung des Fortschritts zu beschließen und anzuwenden, die über die Messung des BIP hinausgehen,

  • die Nachfrageseite stärker zu berücksichtigen, um für nachhaltige Lebensweisen zu werben,

  • durch Maßnahmen und Kampagnen auf mehr Verantwortung in der Absatzförderung und in den Medien hinzuwirken,

  • Partnerschaften zwischen allen Akteuren und Regionen zu nutzen und weiter auszubauen.

Weitere Informationen:

Der vollständige Bericht in englischer sowie Zusammenfassungen in arabischer, englischer, chinesischer, spanischer und russischer Sprache:

http://www.unep.fr/scp/go/publications.htm

Weitere Informationen über die Positionen der EU zu Rio+20 (nur in englisch):

http://ec.europa.eu/environment/international_issues/rio20_en.htm

Weitere Informationen über die EU-Politik zu SCP (nur englisch):

http://ec.europa.eu/environment/eussd/escp_en.htm

Weitere Informationen über das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) (englisch, chinesisch, spanisch und französisch):

http://www.unep.org/

Ansprechpartner:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


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