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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Bildung und Kultur: China und EU bringen Dialog zwischen den Menschen auf den Weg

Brüssel, 18. April 2012 – Die Europäische Union und China leiten einen Dialog „zwischen den Menschen“ zu den Themen Bildung, Kultur, Jugend, Forschung und Mehrsprachigkeit ein und heben damit ihre Zusammenarbeit auf eine neue Stufe. Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, und die chinesische Staatsrätin Liu Yandong haben heute eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sich die EU und China dazu verpflichten, die Kontakte und den Austausch zwischen ihren Völkern zu intensivieren, um so das gegenseitige Verständnis und Vertrauen zu stärken.

Kommissarin Vassiliou sagte hierzu: „Die heute unterzeichnete gemeinsame Erklärung bringt unsere Beziehungen einen großen Schritt nach vorn. Mit dem Dialog zwischen den Menschen entsteht Raum für Kontakte und die Zusammenarbeit bei einer großen Bandbreite von Themen. Dies ist ein echter Gewinn für die Bürger Europas und Chinas.“

Der nun eingeleitete hochrangige Dialog zwischen den Menschen ergänzt als „dritte Säule“ der europäisch-chinesischen Partnerschaft die beiden bereits bestehenden Kooperationsvereinbarungen, und zwar den hochrangigen Wirtschafts- und Handelsdialog („erste Säule“) und den hochrangigen strategischen Dialog („zweite Säule“). Er hat denselben Stellenwert wie die beiden anderen Säulen, weist eine flexible Struktur auf und ist mit sehr geringen finanziellen Auswirkungen verbunden.

Es wurde bereits eine Reihe von Folgemaßnahmen festgelegt: So werden China und die EU mehr Mobilität in der Bildung ermöglichen und den Austausch von Lernenden und Lehrenden, insbesondere im Hochschulbereich, intensivieren. Beide Seiten werden gemeinsam auf eine bessere gegenseitige Anerkennung akademischer Abschlüsse hinarbeiten. Zur Förderung des Sprachenlernens veranstalten China und die EU gegen Ende des Jahres gemeinsam eine groß angelegte Konferenz zum Thema Mehrsprachigkeit.

Schließlich wollen die Vertragsparteien im Rahmen des Jahres des interkulturellen Dialogs EU/China 2012 – ein neuer Meilenstein der europäisch-chinesischen Kooperation – zahlreiche Aktivitäten unterstützen. Während der Abschlusszeremonie, die gegen Ende des Jahres in China stattfindet, soll auch eine Erklärung zur künftigen kulturellen Zusammenarbeit verlesen werden. Beide Seiten wollen gemeinsam die internationale Verbreitung ihrer audiovisuellen Werke und den Künstleraustausch fördern.

Im Hinblick auf die Jugend beabsichtigen beide Seiten, die Unterstützung für den Austausch zwischen ihren Jugendorganisationen und für ihre Vernetzung sowie für die internetgestützte Zusammenarbeit zwischen chinesischen und europäischen Portalen für Jugendfragen auszubauen.

Hintergrund

Die Zusammenarbeit zwischen der EU und China in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Kultur, Forschung, Jugend und Mehrsprachigkeit hat sich im letzten Jahrzehnt rasch entwickelt.

Mehr als 2000 chinesische Studierende haben mit Erasmus-Mundus-Stipendien in der EU studiert, während 200 Studierende aus der EU einen Aufenthalt in China absolviert haben.

Zusätzlich wurden seit 2007 rund 550 chinesische Wissenschaftler bei Forschungsarbeiten im Ausland durch Marie-Curie-Maßnahmen gefördert, wobei einige an großen internationalen Projekten (Gesamtwert: 314 Mio. EUR) und andere an kleineren Vorhaben (Wert: 3,8 Mio. EUR) mitgewirkt haben. An den Austauschmaßnahmen mit der EU beteiligen sich über 60 chinesische Universitäten.

Lehrkräften von Grund- und Sekundarschulen sowie Studierenden aus der EU, die Chinesisch lernen wollen, bietet die chinesische Regierung Unterstützung im Rahmen des chinesisch-europäischen Sprachaustauschprojekts an.

In den letzten Jahren wurden mit Unterstützung aus EU-Mitteln europäisch-chinesische Hochschulen in den Bereichen Wirtschaft, Recht und erneuerbare Energien eingerichtet. Die Mitte der 1990er Jahre in Schanghai gegründete EU‑China International Business School (CEIBS) erhielt 33 Millionen EUR und wird von der Financial Times unter den 30 besten Hochschulen weltweit geführt.

Weitere Informationen:

Politischer Dialog mit China − allgemeine und berufliche Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend

Jahr des interkulturellen Dialogs EU/China

Website von Kommissarin Androulla Vassiliou

Twitter: @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258), Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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