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EU und UN-Frauen schließen neue Partnerschaft zur Förderung der Geschlechtergleichstellung weltweit

Commission Européenne - IP/12/373   16/04/2012

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

EU und UN-Frauen schließen neue Partnerschaft zur Förderung der Geschlechtergleichstellung weltweit

Brüssel, 16. April 2012 Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission, Catherine Ashton, und Entwicklungskommissar Andris Piebalgs haben heute mit Michelle Bachelet, der Untergeneralsekretärin und Exekutivdirektorin von UN-Frauen, eine neue Partnerschaft zwischen der EU und UN-Frauen unterzeichnet, die die Zusammenarbeit beider Organisationen bei der Förderung der Frauen und der Geschlechtergleichstellung vertiefen soll.

Die entsprechende Vereinbarung, die am Rande des EU-Gipfeltreffens zum Thema „Nachhaltige Energie für alle“ in Brüssel unterzeichnet wurde, untermauert die Partnerschaft zwischen beiden Organisationen bei der weltweiten Förderung der Geschlechtergleichstellung und der Stärkung der Stellung der Frau und stellt sicher, dass beide Partner künftig intensiver zusammenarbeiten sowie Informationen, Sachwissen und Analysen austauschen, um ihre Arbeit im Bereich der Frauenförderung wirksamer zu gestalten.

Die Zusammenarbeit soll vor allem gewährleisten, dass Frauen weltweit in Entscheidungsprozessen auf den Gebieten Wirtschaft, Politik und Justiz stärker repräsentiert sind und wirtschaftliche und soziale Möglichkeiten besser wahrnehmen können.

Wesentlich bei der Partnerschaft ist, dass die beiden Organisationen gemeinsame Maßnahmen ergreifen, um sexuelle und geschlechtsbezogene Gewalt zu bekämpfen. Dies beinhaltet die Verpflichtung, mehr Unterstützung und Schutz für Opfer von Gewalt sicherzustellen und den betroffenen Frauen den Zugang zu Unterstützung und anderen Leistungen zu erleichtern.

Catherine Ashton erklärte: „Die Diskriminierung von Frauen und Mädchen ist die am weitesten verbreitete und hartnäckigste Form der Ungleichbehandlung. Gemeinsam mit UN-Frauen werden wir darauf hinarbeiten, die Rolle der Frau in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen zu stärken. Wir werden auch gegen die Straflosigkeit bei sexueller Gewalt vorgehen, einen besseren Schutz der Frauen gewährleisten und ihren Zugang zur Justiz verbessern. Diese Themen bedürfen unserer ungeteilten Aufmerksamkeit, und die neue Partnerschaft stärkt unsere Fähigkeit, noch härter für die Verwirklichung dieser Ziele zu arbeiten.“

EU-Kommissar Piebalgs fügte hinzu: „Bei meinen Reisen rund um die Welt stelle ich fest, dass Frauen die Akteure des Wandels sind. Ohne die Achtung der Rechte und Freiheiten von Frauen kann es keine menschliche und wirtschaftliche Entwicklung geben. Dies ist ein grundlegender Bestandteil der Entwicklungspolitik, für die ich eintreten möchte. Ich bin überzeugt, dass diese Partnerschaft unserer Zusammenarbeit mit UN-Frauen eine neue Qualität verleihen und so für mehr Effizienz und eine bessere Unterstützung von Frauen weltweit sorgen wird.“

Die Untergeneralsekretärin und Exekutivdirektorin von UN-Frauen, Michelle Bachelet, sagte: „Eine uneingeschränkte Beteiligung von Frauen stärkt die Demokratie, den Frieden und die nachhaltige Entwicklung weltweit. Durch die Unterzeichnung dieser strategischen Partnerschaft bekräftigen die Europäische Union und UN-Frauen ihr großes Engagement für die Geschlechtergleichstellung und die Stärkung der Stellung der Frau. Die Partnerschaft baut auf der laufenden Zusammenarbeit in mehreren Bereichen auf. Die EU ist ein sehr wichtiger Partner für UN-Frauen und durch die Vereinbarung wird unsere Zusammenarbeit bei Strategien und Projekten vertieft, die das Leben von Millionen Frauen und Mädchen weltweit verbessern.“

Die Partnerschaft sieht vor, dass die Beteiligten in der Politik und bei Programmen zusammenarbeiten, die die Geschlechtergleichstellung und die Stärkung der Stellung der Frau betreffen. Darüber hinaus werden beide Seiten regelmäßig Informationen, Analysen und strategische Bewertungen austauschen, um die Kooperation zu verbessern.

Hintergrund

Die EU und UN-Frauen arbeiten unter anderem bereits beim Programm für die Steigerung der Rechenschaftspflicht bei der Finanzierung der Geschlechtergleichstellung zusammen, das die Regierungen, die Zivilgesellschaft und die Geber in 15 Ländern dabei unterstützen soll, den Ressourceneinsatz und die Rechenschaftspflicht auf dem Gebiet der Geschlechtergleichstellung zu verbessern. Vor Kurzem wurde ein Programm zur Verbesserung der Beteiligung von Frauen an der Friedenskonsolidierung und der Post-Konflikt-Planung in Liberia, Timor-Leste und Kosovo eingeleitet. Die neue Vereinbarung untermauert diese Partnerschaft.

Arbeit der EU auf dem Gebiet der Geschlechtergleichstellung

Die Kommission spielt eine tragende Rolle bei der Förderung der Entwicklung von Frauen und Mädchen. Seit 2004 hat die EU-Unterstützung es beispielsweise ermöglicht, dass 85 000 zusätzliche Schülerinnen eine Sekundarschule besuchen konnten, mehr als 4 Millionen Geburten von medizinischem Personal begleitet wurden und 10,8 Millionen Beratungen zur reproduktiven Gesundheit durchgeführt wurden.

EU-Gipfel „Nachhaltige Energie für alle“ – die Geschlechterdimension

Am 16. April richten die Europäische Kommission und der dänische Vorsitz des EU-Rates den EU-Gipfel „Nachhaltige Energie für alle“ aus. Der Schwerpunkt der Nachmittagssitzung, in der die Untergeneralsekretärin und Exekutivdirektorin von UN-Frauen, Michelle Bachelet, den Einführungsvortrag halten wird, wird auf Gleichstellungsfragen und dem Zugang von Frauen zu nachhaltiger Energie liegen.

Frauen sind durch den Mangel an modernen Energiedienstleistungen unverhältnismäßig stark benachteiligt. Energie spielt eine wichtige Rolle im täglichen Leben der Frauen, sowohl zu praktischen Zwecken wie Kochen und Verarbeitung von Nahrungsmitteln oder Beschaffung von Wasser, als auch bei der Deckung ihrer weiterreichenden Bedürfnisse wie Lernen in den Abendstunden, Straßenbeleuchtung für mehr Sicherheit und Kommunikationsmöglichkeiten.

Gastgeber des Gipfeltreffens sind der Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs. Zu weiteren hochrangigen Teilnehmern zählen der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und Vertreter von Entwicklungsländern, Industrieverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die entschlossen sind, das Ziel der nachhaltigen Energie für alle bis 2030 zu erreichen. Festgelegt hat dieses ehrgeizige Ziel eine von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon geleitete hochrangige Gruppe, in der auch Kommissar Piebalgs Mitglied ist.

Weitere Einzelheiten zur Frauenförderungsarbeit der EU:

http://ec.europa.eu/europeaid/news/documents/factsheet_womensday_en.pdf

Weitere Informationen zu UN-Frauen:

http://www.unwomen.org/

UN-Frauen ist die Organisation der Vereinten Nationen für die Förderung der Geschlechtergleichstellung und die Stärkung der Rolle der Frau. Sie wurde gegründet, um weltweit für die Belange von Frauen und Mädchen einzutreten und die Fortschritte bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse zu beschleunigen. UN-Frauen unterstützt die UN-Mitgliedstaaten bei der Festlegung internationaler Standards für die Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung und arbeitet mit den Regierungen und der Zivilgesellschaft zusammen, um die für die Umsetzung dieser Standards notwendigen Gesetze, Politiken, Programme und Dienstleistungen zu konzipieren.

http://ec.europa.eu/europeaid/what/energy/sustainable/se4all_en.htm

Weitere Informationen zum EU-Gipfel „Nachhaltige Energie für alle“:

http://www.cvent.com/events/eu-sustainable-energy-for-all-summit/event-summary-ecd2a79dca4245f281c8f1bdc9936c08.aspx

http://www.sustainableenergyforall.org/

Kontakt:

Catherine Ray (+32 22969921)

Maja Kocijancic (+32 22986570)

Wojtek Talko (+32 22978551)

Daniel Almeida (+32 22131445)


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