Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission – Pressemitteilung

Neue Entwicklungspartnerschaft EU-Pazifikraum zur Bewältigung des Klimawandels und zur Armutsbekämpfung

Brüssel, 4. April 2012 Die Pazifikinseln sind ein alarmierendes Beispiel dafür, welche Belastungen der Klimawandel und der damit einhergehende Anstieg des Meeresspiegels für die Inselbewohner in all ihren Lebensbereichen darstellen und welche Folgen dies für die wirtschaftliche Entwicklung haben wird. Die EU hat beschlossen, stärker auf diese wachsenden Herausforderungen einzugehen, und hat eine Mitteilung mit dem Titel „Für eine neue Entwicklungspartnerschaft zwischen der EU und dem Pazifikraum“ veröffentlicht.

Die Mitteilung legt großes Gewicht auf eine maßgeschneiderte Vorgehensweise im Bereich Klimawandel und Entwicklung und ebnet den Weg für eine effizientere und besser koordinierte Zusammenarbeit. Auch eine Verstärkung der weltweiten Koordinierung auf dem Gebiet des Klimawandels wird befürwortet. Die EU wird die Pazifikinseln im Vorfeld der für Juni 2012 anberaumten Rio+20-Konferenz weiter unterstützen und hervorheben, dass eine grünere Wirtschaft wesentlich für die Förderung eines langfristigen nachhaltigen und breitenwirksamen Wachstums sowie für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen ist.

Die Mitteilung wurde von der Hohen Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission, Catherine Ashton, und dem Europäischen Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, gemeinsam vorgelegt.

Catherine Ashton erklärte: „Die gemeinsame Mitteilung hebt den Mehrwert hervor, den wir als politischer Partner und Entwicklungspartner in den Pazifikraum bringen. Wir möchten über das traditionelle Geber-Nehmer-Verhältnis hinausgehen und eine umfassendere Partnerschaft aufbauen, die erfolgreich auf Fragen von globaler Bedeutung wie den Klimawandel eingehen kann.“

Entwicklungskommissar Andris Piebalgs fügte hinzu: „Die Pazifikinseln sind die ersten Opfer des Klimawandels: Er bedroht ihre Entwicklung und gefährdet Menschenleben. Als größter Geber erkennt die EU ihre globale Verantwortung an und wird sich mit den armen und benachteiligten Bewohnern dieser kleinen Inseln auch weiter solidarisch zeigen. Wir planen daher, zusätzliche Mittel von 19 Mio. EUR bereitzustellen, um den Menschen die Anpassung an die Folgen der globalen Erwärmung zu erleichtern. In unserer gemeinsamen Mitteilung wird ein neues, auf die spezifischen Bedürfnisse der Region zugeschnittenes Konzept für die Erbringung der Hilfe festgelegt, das die Wirksamkeit unserer Bemühungen um die Armutsbekämpfung in der Region zum Nutzen aller Bürger weiter verstärken wird.“

Unterstützung der EU für den Pazifikraum

Dank der neuen auf der Grundlage des Vertrags von Lissabon eingeführten Strukturen kann die EU gezielterer und mit besserer Koordinierung auf die Herausforderungen im Bereich Klimawandel und Entwicklung reagieren. Für das auswärtige Handeln der EU steht eine breite Palette von Politikmaßnahmen und Instrumenten zur Verfügung, die für den Pazifikraum von großer Relevanz sind. Die Hilfe in den Bereichen Entwicklung und Klimawandel, die die Pazifikstaaten aus dem EU-Haushalt und dem Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) erhalten, wurde erheblich aufgestockt und beträgt etwa 785 Mio. EUR für den Zeitraum 2008-2013.

Die EU bemüht sich darum, dass der Beitrag zur erneuerten EU-Pazifik-Entwicklungspartnerschaft neben der Entwicklungspolitik auch in anderen Politikbereichen fortgesetzt wird, damit das Wirtschaftswachstum Hand in Hand geht mit verantwortungsvoller Staatsführung, Nachhaltigkeit und geteilter Verantwortung für Kollektivgüter.

Hintergrund

Die verheerenden Folgen des Klimawandels im Pazifikraum sind nur allzu sichtbar. Die Einwohner der Pazifikinseln erleben den Klimawandel hautnah. Ohne eigenes Verschulden sind sie mit einer wachsenden Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen wie tropischen Wirbelstürmen und Überschwemmungen konfrontiert. Darüber hinaus reduzieren der Anstieg des Meeresspiegels, die Salzwasserintrusion und die Küstenerosion das bewohnbare Land, bedrohen die Infrastruktur und beeinträchtigen Aquakultur, Trinkwasserversorgung und Landwirtschaft.

10 Millionen Menschen leben in den pazifischen Inselstaaten und –gebieten. Bei diesen handelt es sich größtenteils um kleine Inselstaaten, von denen 10 zu den 15 kleinsten Volkswirtschaften der Welt gehören und 3 Atollstaaten sind, deren Staatsgebiet nur knapp über dem Meeresspiegel liegt. Viele dieser Inseln werden untergehen, wenn nichts unternommen wird.

Kontakt:

Michael Mann (+32 229-99780)

Maja Kocijancic (+32 229-86570)

Sebastien Brabant (+32 229-86433)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website