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Europäische Kommission – Pressemitteilung

„EU-Gipfel nachhaltige Energie für alle“: Laut Umfrage sind neun von zehn Europäern für die Unterstützung der Entwicklungsländer beim Energiezugang seitens der EU

Brüssel, 13. April 2012 – Eine heute bekanntgegebene neue Umfrage ergab, dass 95 % der Europäer der Meinung sind, dass der Zugang zu Energie eine wichtige Voraussetzung zur Überwindung von Armut in Entwicklungsländern ist. So sprechen sich neun von zehn Europäern dafür aus, dass die EU den Menschen in Entwicklungsländern hilft, Zugang zu Energie zu erhalten.

Die Flash-Eurobarometer-Umfrage wurde im Vorfeld des am 16. April in Brüssel stattfindenden EU-Gipfels nachhaltige Energie für alle durchgeführt, auf dem EU, UN und Entwicklungsländer mit der Industrie, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft zusammenkommen. Zu den Teilnehmern werden UN-Generalsekretär Ban Ki‑moon, Kommissionspräsident Barroso, UNIDO-Generalsekretär Dr. Yumkella und die Exekutivdirektorin von UN Women Michelle Bachelet zählen.

„Ich freue mich, dass die Europäer erkannt haben, wie wichtig Energie als Voraussetzung dafür ist, die Armut in den Entwicklungsländern zu überwinden. Energie ist zur Sicherung der Gesundheitsversorgung oder für Bildung, Ernährungssicherung und die Grundversorgung von entscheidender Bedeutung. Investitionen in den Zugang zu sauberer Energie in den ärmsten Ländern trägt zur Verwirklichung des zweifachen Ziels von nachhaltigem und breitenwirksamen Wachstum und der Eindämmung der Folgen des Klimawandels bei“, so EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs. Er fügte hinzu: „Während des anstehenden EU-Energiegipfels wird die EU ihre Zielsetzung ankündigen, einen höheren Gang einzulegen, um der „Entwicklung neue Energie zu verleihen“. Wir werden weiterhin eine führende Rolle bei der Unterstützung der Entwicklungsländer zur Verwirklichung eines universellen Energiezugangs für alle einnehmen“.

Wichtigste Ergebnisse des Flash Eurobarometers

95 % der Europäer denken, dass der Zugang zu Energie wichtig zur Überwindung von Armut ist (61 % halten es für sehr wichtig, 34 % für ziemlich wichtig). Diese Ergebnisse liegen leicht hinter anderen in der Umfrage berücksichtigten Bereichen wie Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (100 %), Nahrungsmittel (98 %) oder Frieden und Sicherheit (99 %).

90 % sind der Meinung, die EU sollte Entwicklungsländer in ihren Bemühungen zur Verbesserung des Energiezugangs unterstützen (48 % stimmen voll zu und 42 % stimmen eher zu).

82 % der Befragten meinen, dass der Anteil der EU-Entwicklungshilfe zur Verbesserung des Energiezugangs höher als die derzeitigen 2 % sein sollte (42 % stimmen voll zu und 40 % stimmen eher zu).

77 % der Umfrageteilnehmer glauben, dass die wichtigste Energiequelle für Entwicklungsländer in Zukunft erneuerbare Energien wie Wind- und Wasserkraft und Sonnenenergie sein sollten. Wenige der Befragten sind dafür, Öl, Kohle oder Gas (7 %), Atomenergie (6 %) oder Biomasse (4 %) den Vorrang zu geben.

Die Mehrheit der Befragten denkt, dass die größten Problemen im Leben der Menschen bei der Zubereitung und Aufbewahrung von Lebensmitteln (58 %) sowie bei der Gesundheitsversorgung (52 %) durch den fehlenden Zugang zu Energie hervorgerufen wird. (Höchstens zwei Antworten waren möglich).

83 % sind der Meinung, dass die EU selbst davon profitiert, Entwicklungsländer in ihren Bemühungen zu unterstützen, den Energiezugang durch beispielsweise verstärkten Handel oder die Schaffung von Arbeitsplätzen zu verbessern (41 % stimmen vollkommen zu und 42 % stimmen eher zu.)

Hintergrund

Der Flash Eurobarometer

Die Befragungen für diesen Flash Eurobarometer 348 „Energie für alle: EU‑Unterstützung für Entwicklungsländer“ wurden per Telefon zwischen dem 19. und 21. März 2012 durchgeführt. 13 528 zufällig ausgewählte Bürger im Alter von 15 Jahren und älter wurden befragt; ungefähr 500 Personen in jedem der 27 EU‑Mitgliedstaaten.

Der EU-Gipfel nachhaltige Energie für alle

Am 16. April 2012 veranstalten die Europäische Kommission und die dänische EU‑Ratspräsidentschaft den EU-Gipfel nachhaltige Energie für alle in Brüssel. Die Veranstaltung bringt die wichtigsten Akteure, die sich der Umsetzung der Ziele der UN-Initiative nachhaltige Energie für alle verschrieben haben, zusammen. Ziel der Initiative ist der Zugang zu Energie für alle Menschen bis 2030.

Der Gipfel wird von Kommissionspräsident Barroso und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eröffnet. Den Vorsitz führt gemeinsam mit ihnen EU‑Entwicklungskommissar Andris Piebalgs, der die Abschlussrede halten wird.

Energie und Entwicklung

Energie ist die Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung einer Gesellschaft. Rund 1,3 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu Strom und den damit verbundenen Möglichkeiten in Bezug auf Arbeit, Bildung und Ausbildung oder das Ausüben einer Geschäftstätigkeit. Etwa 2,7 Milliarden Menschen benutzen zum Kochen und Heizen Holz, Kohle, Holzkohle oder tierische Abfälle und setzen sich und ihre Familien Rauch und Dämpfen aus, die gesundheitsschädigend sind und unmittelbar zum Tod von beinah 2 Millionen Menschen jährlich beitragen.

Die Europäische Union ist der führende Geber, der Entwicklungsländer in ihren Bemühungen um einen besseren Zugang zu Energiedienstleistungen unterstützt. Die Europäische Kommission alleine sah 2010 278,5 Mio. EUR für Energieprogramme vor.

Weitere Informationen

Die Ergebnisse des Flash Eurobarometer 348 werden auf folgender Website veröffentlicht:

http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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