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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Asghar Farhadi – erster Preisträger des MEDIA-Preises der Europäischen Union, 65. Filmfestspiele von Cannes

Brüssel, 4. April 2012 – Anlässlich der Filmfestspiele von Cannes wird die Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, Androulla Vassiliou, dem iranischen Drehbuchautor und Regisseur Asghar Farhadi am Sonntag, 20. Mai 2012, den ersten MEDIA-Preis der Europäischen Union überreichen.

Asghar Farhadi – in Europa und der ganzen Welt für seine Filme „Alles über Elly“ (Silberner Bär Berlin 2009) und „Nader und Simin – eine Trennung“ (Goldener Bär Berlin 2011, Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2012) bekannt – erhält gemeinsam mit seinem Produzenten Alexandre Mallet-Guy (Memento Films) den MEDIA-Preis der Europäischen Union für den neuen Film, der im nächsten Herbst in französischer Sprache in Frankreich gedreht werden soll.

„Ich bin stolz, Herrn Farhadi heute für dieses Filmvorhaben auszeichnen zu können, das von einer starken kulturellen Identität zeugt und die Weltoffenheit des Europas der Kultur veranschaulicht, für das ich mich Tag für Tag einsetze. Nach dem Welterfolg seines Meisterwerks „Nader und Simin – eine Trennung“ verfolgt er ein neues Projekt, das so engagiert wie bewegend ist und vor allem Universalität ausstrahlt“, erklärte Frau Vassiliou.

Asghar Farhadi seinerseits sagte: „In Zeiten, in denen manche Politiker versuchen, den Regenbogen der kulturellen Vielfalt in der Welt in ein Feld der Divergenzen und Spannungen zu verwandeln, ist diese Auszeichnung meines nächsten Filmvorhabens mit dem MEDIA-Preis sehr ermutigend. Ich danke daher dem Programm MEDIA herzlich und begrüße die intelligente und offene Vision eines respektvollen Austauschs zwischen den Kulturen.“

Neuer MEDIA-Preis

Der MEDIA-Preis wird für das beste von einem Drehbuchautor und einer Produktionsfirma eingereichte Projekt mit großem europäischen Erfolgspotenzial vergeben. Es wird unter den Anträgen auf Entwicklungsförderung für 2012 ausgewählt.

Bei dem Werk kann es sich um einen Spiel‑, Animations‑ oder Dokumentarfilm handeln, es muss jedoch zur Vorführung in Kinos bestimmt sein. Folgende Entwicklungskosten sind im Rahmen des Programms MEDIA förderfähig: Vorbereitung des Drehbuchs, Suche nach den Hauptdarstellerinnen und Hauptdarstellern sowie Personalsuche, Vorbereitung eines Finanzierungsplans und erster Marketingpläne, Produktion eines Pilotfilms.

Der Preisträger wird von unabhängigen Experten, der Europäischen Kommission und der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) ausgewählt.

Kreatives Europa – die Zukunft des Programms MEDIA

Dieser erste MEDIA-Preis der Europäischen Union bildet gleichzeitig den Auftakt einer neuen Phase des Programms MEDIA für den Zeitraum 2014–2020 unter dem Namen „Kreatives Europa“.

Das von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Programm Kreatives Europa bietet einen einheitlichen Rahmen, der alle Kultur- und Kreativbranchen abdeckt und in einem separaten MEDIA-Aktionsbereich verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten für Filmschaffende bietet.

Das Programm soll die Kulturschaffenden bei der grenzüberschreitenden Arbeit und der Nutzung digitaler Technologien unterstützen, um die Verbreitung von Filmen und anderen Produkte kulturellen Schaffens zu verbessern.

Kommissarin Vassiliou möchte Künstlerinnen und Künstlern helfen, damit sie – wie Asghar Farhadi – außerhalb ihres Heimatlandes arbeiten können, und verspricht eine stärkere Unterstützung für grenzüberschreitende Kulturaktivitäten zwischen EU‑Mitgliedstaaten und mit Drittländern.

Das Programm Kreatives Europa verfügt über eine Mittelausstattung von 1,8 Mrd. EUR für den Zeitraum 2014–2020, wovon der Film‑ und audiovisuellen Branche (dieser Bereich wird derzeit von den Programmen MEDIA und MEDIA Mundus abgedeckt) mehr als 900 Mio. EUR an Fördergeldern und dem Kultursektor fast 500 Mio. EUR zugewiesen werden sollen. Darüber hinaus schlägt die Kommission vor, mehr als 210 Mio. EUR für einen neuen Garantiefonds zuzuweisen, mit dessen Hilfe kleine Akteure leichter Zugang zu Bankdarlehen in einem Gesamtumfang von bis zu 1 Mrd. EUR erhalten sollen (siehe IP/11/1399).

Kontakt:

Europäische Kommission:

Dennis Abbott (+32 229‑59258)

Dina Avraam (+32 229‑59667)

„Le Rendez-vous Européen“ bei den Internationalen Filmfestfestspielen Cannes:

Pierre Laporte/Laurent Jourdren

+33 1 45 23 14 14 / +33 6 42 82 15 33 / +33 6 21 04 45 79

info@pierre-laporte.com; Laurent@pierre-laporte.com


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