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Fusionskontrolle: Kommission gibt Übernahme von British Midland (bmi) durch IAG unter Auflagen frei

European Commission - IP/12/338   30/03/2012

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Europaïsche Kommission - Pressemitteilung

Fusionskontrolle: Kommission gibt Übernahme von British Midland (bmi) durch IAG unter Auflagen frei

Brüssel, 30 März 2012 - Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme der britischen Fluggesellschaft British Midlands Limited (bmi) durch die International Consolidated Airlines Group (IAG), Holding-Gesellschaft von British Airways und Iberia, nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Die Entscheidung ist an die Bedingung geknüpft, dass 14 Paare täglicher Slots in London Heathrow freigegeben werden, um Marktzutritte zu erleichtern sowie an IAG's Verpflichtung, Zubringerverkehr für konkurrierende Fluggesellschaften welche Langstreckenflüge von London Heathrow aus anbieten, zu leisten. Unter Berücksichtigung dieser Verpflichtungszusagen gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass die Übernahme keinen Anlass zu wettbewerblichen Bedenken gibt.

Der für die Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsident der Kommission, Joaquín Almunia, erklärte: "Die Kommission konnte die Übernahme aufgrund des attraktiven Gesamtpakets der Verpflichtungszusagen von IAG, durch das die wettbewerblichen Bedenken ausgeräumt werden konnten, in der ersten Untersuchungsphase freigeben. Das Zusagen-Paket enthält die Freigabe einer angemessenen Anzahl sehr gefragter Slots in London Heathrow sowie weitreichende Vereinbarungen im Hinblick auf den Transport von Anschlusspassagieren. Wir sind daher zufrieden, dass die wettbewerbliche Dynamik erhalten bleibt, so dass die Auswahl und Qualität von Flugdienstleistungen für Passagiere sichergestellt ist."

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass die Übernahme, so wie ursprünglich angemeldet, zu hohen Marktanteilen und mitunter sogar zu Monopolen auf einer Anzahl von inländischen, europäischen und internationalen Flugrouten von London Heathrow aus geführt hätte. Die Kommission analysierte zudem, ob ein Risiko bestand, dass IAG Passagiere davon abhalten könnte, Langstreckenflüge zu nutzen, die von konkurrierenden Fluggesellschaften von London Heathrow aus angeboten werden.

Im Verlauf der ersten Untersuchungsphase (Phase I) unterbreitete IAG die Verpflichtungszusage, 12 tägliche Slot-Paare in London Heathrow freizugeben, die für bestimmte betroffene Strecken genutzt werden können, einschließlich Strecken innerhalb Großbritanniens sowie europäischer Strecken. Darüber hinaus sollen 2 tägliche Slot-Paare für Flüge zwischen London Heathrow und Moskau an Transaero verleast werden. Diese Slots sollen neben anderen Anreizfaktoren, wie dem Erwerb angestammter Rechte (sogenannte "grandfathering rights") nach einer gewissen Zeitspanne, Marktzutritte erleichtern. Weiterhin hat sich IAG verpflichtet, mit konkurrierenden Fluggesellschaften, die Langstreckenflüge von London Heathrow aus anbieten, spezielle Vereinbarungen abzuschließen, um den Zugang dieser Fluggesellschaften zu Anschlusspassagieren sicherzustellen. Passagiere haben daher nach wie vor die Wahl, eine andere Fluggesellschaft als IAG für einen Anschlussflug von London Heathrow aus zu nutzen.

Diese Verpflichtungszusagen sind geeignet, die von der Kommission festgestellten wettbewerblichen Bedenken auszuräumen. Die Kommission gelangte daher zu dem Schluss, dass die geplante Übernahme den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern wird.

Die Übernahme wurde am 10. Februar 2012 bei der Kommission angemeldet.

Unternehmen und Produkte

Das Unternehmen International Consolidated Airlines Group ("IAG" - Großbritannien) ist die Holding-Gesellschaft von BA und Iberia Líneas Aéreas de España, S.A. bmi gehört derzeit der Deutsche Lufthansa AG.

IAG und bmi bieten beide Flugdienste für Passagiere und Luftfracht, Bodenabfertigungs- und Bodenwartungsdienste sowie Reparatur- und Instandsetzungsdienste an.

Fusionskontrollvorschriften und Verfahren

Die Kommission hat die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Die überwiegende Anzahl der Fusionen wirft keine wettbewerblichen Probleme auf und wird nach einer routinemäßigen Prüfung freigegeben. Ab dem Zeitpunkt, zu dem eine Transaktion angemeldet wird, hat die Kommission üblicherweise insgesamt 25 Arbeitstage zur Verfügung, um zu entscheiden, ob eine Freigabe erfolgt (Phase I) oder eine eingehende Untersuchung eröffnet wird (Phase II).

Eine nichtvertrauliche Fassung der heutigen Entscheidung ist abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6447

Contacts :

Antoine Colombani (+32 2 297 45 13)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 2 295 19 25)


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