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europäische Kommission- pressemitteilung

Absatzförderung für die Agrarerzeugnisse Europas

Brüssel, 30. März 2012 – Die Europäische Kommission hat heute eine Mitteilung mit dem Titel „Den Verbraucher auf den Geschmack bringen: eine Absatzförderungs- und Informationsstrategie mit hohem europäischem Mehrwert für die Agrarerzeugnisse Europas“ angenommen. Dieses Papier ist der zweite Schritt zur Reform der Absatzförderungspolitik, die im Juli 2011 lanciert wurde mit dem Ziel, die Land- und Ernährungswirtschaft zu einem dynamischeren und wettbewerbsfähigeren Sektor zu machen nachhaltiges, intelligentes und inklusives Wachstum zu fördern.

Dacian Cioloș, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, führte diesbezüglich Folgendes an: „Die Europäische Union hat alle Trümpfe in der Hand, um ihrer Wirtschaft neue Impulse zu geben und neue Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, indem sie ihre Agrarprodukte und Lebensmittel sowohl auf dem Binnenmarkt als auch auf Drittlandmärkten aufwertet. Bereits jetzt entspricht der Exportwert dieses Sektors über 100 Mrd. EUR. Auf zunehmend offenen Weltmärkten hängt der Erfolg des europäischen Agrarsektors aber auch von seiner Fähigkeit ab, seine Marktposition zu behaupten und zu verstärken. Deshalb muss unsere Absatzförderungspolitik ambitionierter werden und wir müssen uns eine echte europäische Strategie für die Aufwertung unserer Produkte an die Hand geben.“

Diese neue Ambition findet ihren Ausdruck in vier thematischen Schlüsselzielen für die künftige Absatzförderungspolitik:

  • ein echter europäischer Mehrwert;

  • ansprechendere und treffsicherere Programme;

  • vereinfachte und effizientere Verwaltung;

  • neue Synergien zwischen den verschiedenen Absatzförderungsinstrumenten.

Diese Mitteilung ist das Ergebnis der tiefgreifenden Debatte, die im Juli 2011 auf der Grundlage eines Grünbuchs1 über eine Informations- und Absatzförderungspolitik für Agrarerzeugnisse als Leitinitiative zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft angestoßen wurde und eine breite öffentliche Debatte entfacht hat, sowie des externen Bewertungsberichtes aus dem Jahr 2011 über die derzeitige Absatzförderungspolitik2.

Dieses Dokument stößt auf interinstitutioneller Ebene die Debatte über den Inhalt der künftigen Absatzförderungspolitik an, auf deren Grundlage die Kommission bis Ende des Jahres Legislativvorschläge unterbreiten wird.

Hintergrund

Die geltenden EU-Vorschriften für Absatzförderung und Information im Sektor Land- und Ernährungswirtschaft reichen bis in die 1980er Jahre zurück. Sie wurden im Laufe der Jahre angepasst, um insbesondere den Gütezeichen Rechnung zu tragen, die in immer größerer Zahl eingeführt wurden. Die EU-Haushaltsmittel, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 3/2008 des Rates für die Absatzförderung bereitzustellen sind, beliefen sich im Jahr 2011 auf 47 Mio. EUR und dürften für 2012 rund 55 Mio. EUR betragen.

Zwischen 2001 und 2011 wurden 518 Programme (vor allem Dreijahresprogramme) genehmigt, was einem Gesamtbetrag von 576 Mio. EUR zulasten des EU-Haushalts entspricht. (NB: Diese Programme müssen von den beteiligten Organisationen kofinanziert werden, und die Mitgliedstaaten können sich an der Finanzierung beteiligen). Für den Zeitraum 2001-2011 konzentrierten sich die meisten Programme auf den Binnenmarkt (zahlen- und wertmäßig 70 %), und bei ungefähr 9 % handelt es sich um Mehrländerprogramme (die mehrere Mitgliedstaaten betreffen).

Neben dieser horizontalen Absatzförderungsregelung umfasst die GAP Absatzförderungsmaßnahmen im Rahmen der gemeinsamen Organisation der Agrarmärkte [im Sektor Wein durch die Absatzförderung auf Drittlandmärkten (112 Mio. EUR im Jahr 2011) und im Sektor Obst und Gemüse durch die operationellen Programme der Erzeugerorganisationen (durchschnittlich 34 Mio. EUR im Zeitraum 2008/09)] und im Rahmen der Entwicklung des ländlichen Raums.

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/agriculture/promotion/index_de.htm

http://ec.europa.eu/agriculture/promotion/policy/communication/index_de.htm

Kontaktpersonen:

Roger Waite (+32 2 296 14 04)

Fanny Dabertrand (+32 2 299 06 25)

1 :

KOM(2011) 436.

2 :

http://ec.europa.eu/agriculture/eval/reports/promotion/index_en.htm


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