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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Spieltag gegen Hunger (30. März – 2. April): EU-Kommission und Profifußball schlagen Alarm wegen Krise in der Sahelzone

Brüssel, 28. März 2012 – Die in hunderten europäischen Fußballstadien anlaufende Kampagne „Profifußball gegen Hunger“ soll die Menschen bewegen, jetzt zu handeln, um eine humanitäre Katastrophe in der Sahelzone (Afrika) abzuwenden. Dort sind Millionen Menschen von einer durch Dürre, chronische Armut, hohe Nahrungsmittelpreise, Vertreibung und Konflikte verursachten Hungerkatastrophe bedroht.

Gefördert vom Verband der europäischen Profifußballligen (EPFL), der Europäischen Kommission und der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erfolgt am 30. März der Anpfiff zum bisher größten „Spieltag gegen Hunger“, um diesen dringenden Hilferuf publik zu machen.

Wenn das letzte Spiel am 2. April abgepfiffen wird, hat die Kampagne, an der 300 Profifußball-Clubs aus 20 Ligen in 16 europäischen Ländern beteiligt sind, den gesamten Kontinent von Glasgow bis Wien und von Malaga bis Novosibirsk und Millionen Fußballfans erreicht.

Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe, Krisenreaktion und internationale Zusammenarbeit Kristalina Georgieva wird im Rahmen dieser Kampagne an Soccerex, dem führenden europäischen Forum und Jahrestreffen der Fußballbranche in Manchester, teilnehmen. Heute stellt sie gemeinsam mit FAO-Sonderbotschafter Patrick Vieira und dem EPFL-Botschafter der Bundesliga Steffen Freund die Kampagne und den Informationsstand „Profifußball gegen Hunger“ vor.

„Am stärksten und auf besonders tragische Weise leiden Kinder unter der Krise in der Sahelzone: Sie träumen davon, berühmte Fußballspieler zu werden oder zu studieren und gerade sie zahlen physisch und mental den größten Tribut. Wir können dabei helfen, viele dieser Kinder zu retten und ihnen eine Chance für die Verwirklichung ihrer Träume zu geben – darum geht es bei dieser Kampagne,“ sagte Kommissarin Georgieva. „Gemeinsam können wir durch die Popularität des Fußballs Millionen Menschen erreichen und mehr Leben in der Sahelzone retten.“

„Wir müssen den Menschen jetzt Hilfe zur Selbsthilfe leisten,“ sagte José Granziano da Silva, Generaldirektor der FAO. „Und wir müssen die Resilienz der Gemeinschaften vor Ort stärken, um sie davor zu bewahren, weiterhin von einer Krise in die nächste zu geraten und zu verhindern, dass Dürren zwangsläufig zu Hungersnöten eskalieren.“

„Fußball spielt weltweit eine wichtige Rolle,“ ergänzte Sir David Richards, Vorsitzender des EPFL. „Die Ligen und die Spieler sind sich des Einflusses und der Beliebtheit dieser Sportart bewusst und wir sind froh, diesen Einfluss nutzen zu können, um Geschichten zu erzählen, die ansonsten niemand erzählen würde. Der europäische Profifußball übernimmt die Rolle des Sprachrohrs, damit die Bedürftigen so schnell wie möglich die richtige Hilfe erhalten.“

Bei der Kampagne spielen weltberühmte Fußballstars als Sonderbotschafter die wichtigste Rolle: Sie sorgen dafür, dass die Botschaft bei Hunderten von Millionen Fans in ganz Europa ankommt.

Der spanische Fußballstar und FAO-Sonderbotschafter Raúl González Blanco sagte: „Wir benötigen bei derartigen Ernährungskrisen die Unterstützung der Öffentlichkeit. Niemand weiß besser als wir Fußballer, wie spielentscheidend es ist, das Stadium auf seiner Seite zu wissen.“

Patrick Vieira, ehemaliger internationaler Fußballstar aus Frankreich und ebenfalls FAO-Sonderbotschafter, ist in Senegal, einem der betroffenen Länder geboren. „Wir sind für die schuldlos in Not geratenen Menschen verantwortlich,“ sagte er. „Das Recht auf Nahrung ist ein wesentliches Menschenrecht. In der heutigen Welt darf niemand hungern.“

Der ehemalige internationale Star und Botschafter der bulgarischen Profifußballliga Hristo Stoitchkov war letztes Jahr in Burkina Faso und besuchte vor Ort gemeinsame Projekte der Europäischen Kommission und der FAO. Er berichtete: „Ich habe dort aus erster Hand erfahren, wie Leben gerettet und Lebensbedingungen verändert werden. Den Menschen wird die Möglichkeit gegeben, jetzt selbst für ihre Ernährung zu sorgen und sich für die Zukunft zu rüsten. So kommt die richtige Hilfe an die richtige Adresse.“

„Stirbt irgendwo auf der Welt jemand an Hunger, ist das ein Verlust, der uns alle trifft," sagte der brasilianische Fußballstar Roberto Carlos. Er fügte hinzu: „und dieser Verlust trifft uns umso schwerer, wenn wir wissen, dass er hätte verhindert werden können. Gemeinsam können wir viele Leben in der Sahelzone retten.“

Der ehemalige italienische Nationaltorwart und Kampagnenbotschafter der italienischen Lega Serie A Francesco Toldo bekräftigte: „Die Menschen in der Sahelzone könnten den Eindruck gewinnen, dass die Welt sie vergessen hat. An diesem Wochenende steht der europäische Fußball solidarisch zu ihnen. Sie werden erfahren, dass wir sie nicht im Stich lassen.“

Der spanische Stürmer und Kampagnenbotschafter der spanischen Profifußballliga Roberto Soldado erklärte: „Gemeinsam können wir verhindern, dass diese Krise sich zu einer dramatischen Katastrophe entwickelt.“

Felix Magath, ehemaliger Profifußballer und zurzeit Trainer in der deutschen Bundesliga appellierte an die Solidarität der Fans und forderte sie auf, sich dem dringenden Hilfsappell für die Sahelzone anzuschließen. „Wenn wir gemeinsam dafür eintreten, können wir sehr viel bewirken.“

Weitere Botschafter der Fußballkampagne sind Herbert Prohaska (österreichische Fußball-Bundesliga), Vidar Riseth (Norsk Toppfotball – Norwegen), Jerzy Dudek (polnische Profifußballliga) und Alexej Medwedew (Fußballnationalliga der russischen Föderation).

Hintergrund

Schätzungen zufolge sind rund 16 Mio. Menschen, hauptsächlich Landwirte und Viehzüchter, in der Sahelzone vom Hunger bedroht. Die Europäische Kommission und die FAO retten Leben und Existenzgrundlagen, indem sie die Bedürftigsten mit Bargeld, Nahrungsmitteln, landwirtschaftliche Produktionsmitteln und Schulungen unterstützen. Darüber hinaus werden langfristige Maßnahmen ausgearbeitet, um den Menschen dabei zu helfen, sich wieder selbst zu versorgen und die Ursachen der wiederkehrenden Ernährungskrisen in der Sahelzone zu bekämpfen.

Der „Spieltag gegen Hunger“ ist die wichtigste Veranstaltung der Kampagne „Profifußball gegen Hunger“, die 2008 vom EPFL und der FAO ins Leben gerufen wurde. Der EPFL vertritt die 30 größten Profifußballligen und fast 800 Fußball-Clubs in ganz Europa. Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) leitet die weltweiten Anstrengungen zur Bekämpfung des Hungers.

Im letzten Jahr schloss sich die Europäische Kommission als weltweit führender Geber von humanitärer Hilfe dieser Partnerschaft an. Die Kampagne richtet nun ihr Augenmerk auf die Tätigkeiten der Kommission und der FAO, mit denen insbesondere die Eigenständigkeit der von Katastrophen getroffenen Menschen wiederhergestellt werden soll.

Weitere Informationen

Spieltag gegen Hunger:
http://www.endinghunger.org/en/actagitate/match_day_against_hunger_2012.html

Profifußball gegen Hunger:

http://www.epfl-europeanleagues.com/fao/

Krise in der Sahelzone:

www.fao.org/crisis/sahel/

Aktivitäten der Europäischen Kommission in der Sahelzone:

http://ec.europa.eu/echo/aid/sub_saharian/sahel_en.htm

Website von EU-Kommissarin Kristalina Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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