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CLIMATE-ADAPT: Ein neues Webforum zur Unterstützung der politischen Entscheidungs-findung im Bereich Klimaanpassung

Commission Européenne - IP/12/309   23/03/2012

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Europäische Kommission - Pressemitteilung

CLIMATE-ADAPT: Ein neues Webforum zur Unterstützung der politischen Entscheidungs-findung im Bereich Klimaanpassung

Brüssel, 23. März 2012 – Die Europäische Plattform für Klimaanpassung (European Climate Adaptation Platform, CLIMATE-ADAPT), ein interaktives Webtool für Klimaanpassung, wurde heute in Kopenhagen von der Europäischen Umweltagentur (EUA) ins Netz gestellt. Connie Hedegaard, die Europäische Kommissarin für Klimapolitik, sowie die dänische Umweltministerin, Ida Auken, und die Exekutivdirektorin der EUA, Jacqueline McGlade, waren bei der Einführung dabei.

Die Europäische Plattform für Klimaanpassung ist eine öffentlich zugängliche Internet-Plattform (http://climate-adapt.eea.europa.eu), die politische Entscheidungsträger auf EU-, nationaler, regionaler und lokaler Ebene bei der Entwicklung von Klimaanpassungsmaßnahmen und –strategien unterstützen soll. Anpassung bedeutet, die nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels abzusehen und geeignete Vorkehrungen zu treffen, um die Schäden, die dadurch hervorgerufen werden können, zu verhindern bzw. zu minimieren.

Das Webforum CLIMATE-ADAPT wurde in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern aus Europa entwickelt und soll Nutzern helfen, Informationen in folgenden Bereichen abzurufen, zu verbreiten und einzuordnen:

  • Prognosen für den Klimawandel in Europa

  • Anfälligkeit der Regionen, Länder und Sektoren – heute und in Zukunft

  • Informationen über nationale, regionale und transnationale Anpassungsaktivitäten und -strategien

  • Fallstudien über Anpassungsmaßnahmen und potenzielle künftige Anpassungsoptionen

  • Webtools zur Unterstützung der Anpassungsplanung

  • Anpassungsbezogene Forschungsprojekte, Leitliniendokumente, Berichte, Informationsquellen, Links, Nachrichten und Veranstaltungen.

Kommissarin Hedegaard erklärte in diesem Zusammenhang: „Dieses hervorragende Webtool kann Entscheidungsträger dabei unterstützen, die besten Lösungen für ihre Bürger zu finden. Wir sind weder gut darin, bewährte Praktiken auszutauschen, noch teilen wir Informationen darüber, was wir nicht tun sollten. Dieses neue interaktive Tool wird unsere Anstrengungen sehr viel effizienter machen.“

Die Auswirkungen des Klimawandels stellen die europäische und die internationale Staatengemeinschaft vor erhebliche soziale, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen. Immer häufiger auftretende Wetterextreme (Niederschläge und Hochwasser, Hitzewellen und Dürren), schmelzende Schneedecken, steigende Temperaturen und Meeresspiegel werden unsere Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelproduktion, Energieversorgung, Infrastrukturen, Ökosysteme, kurz gesagt unsere Gesellschaft in allen ihren Facetten immer stärker beeinträchtigen. Nach Schätzungen der Münchener Rückversicherungsgesellschaft (Munich Re) haben die kombinierten Auswirkungen des heißen Sommers von 2003 (Trockenheit, Hitzestress und Brände) dem Agrar-, Tierhaltungs- und Forstsektor der EU Verluste in Höhe von 10 Mrd. EUR beschert.

In der PESETA-Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU wurden die Jahresverluste für die EU-Wirtschaft für den Fall, dass sich die Klimaprognosen für 2080, sofern keine Anpassungsmaßnahmen getroffen werden, bewahrheiten sollten, auf 20‑65 Mrd. EUR geschätzt. Derartige Risikoszenarien verlangen sofortiges Handeln, wenn unsere Gesellschaft künftig in der Lage sein soll, sich den Folgen des Klimawandels anzupassen, mit anderen Worten, die negativen Auswirkungen des Wandels müssen gemildert und jede Chance muss genutzt werden. Die wirtschaftlichen Vorteile einer Anpassungsstrategie werden zunehmend sichtbar: Die derzeitigen Jahresverluste für die EU-Wirtschaft allein durch Hochwasser liegen bei 6,4 Mrd. EUR und dürften nach dem FP7-ClimateCost-Projekt bis 2050 noch um ein Vielfaches zunehmen. Anpassungsmaßnahmen könnten derartige Schäden verhindern - und dies zu einem Bruchteil der ohne solche Maßnahmen voraussichtlich entstehenden Kosten.

Um die notwendigen Entscheidungen über die optimale Anpassungsmethode treffen zu können, ist der Zugang zu verlässlichen Daten über die wahrscheinlichen Klimaauswirkungen, die damit zusammenhängenden sozioökonomischen Aspekte und die Kosten/Nutzen der verschiedenen Anpassungsoptionen unerlässlich. In ihrem Weißbuch über Klimaanpassung aus dem Jahr 2009 wies die Kommission darauf hin, dass der Mangel an Wissen die Entwicklung erfolgreicher Anpassungsstrategien ernsthaft behindert.

Die nächsten Schritte

CLIMATE-ADAPT wird von der Europäischen Umweltagentur in Kopenhagen betrieben und verwaltet. Das Forum wird die Schaffung der erforderlichen Wissensbasis für die Entwicklung fundierter Anpassungsmaßnahmen erleichtern und zur Entwicklung einer umfassenden Anpassungsstrategie für die EU beitragen, die die Kommission Anfang 2013 annehmen will, um dem diesbezüglichen Bedarf der Mitgliedstaaten, transnationaler Organisationen und lokaler Interessenträger durch angemessene Maßnahmen auf EU-Ebene zu entsprechen.

Weitere Informationen:

Europäische Plattform für Klimaanpassung:

http://climate-adapt.eea.europa.eu

Anpassung an den Klimawandel:

http://ec.europa.eu/clima/policies/adaptation/index_en.htm

Webcasting der Einführungsveranstaltung: Freitag, den 23. März 2012 von 10:00 – 13:30 Uhr MEZ:

http://webcast.ec.europa.eu

Kontaktpersonen:

Isaac Valero Ladron (+32 2 296 49 71)

Stephanie Rhomberg (+32 2 298 72 78)


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