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Europäische Union verbessert Ernährungssicherheit und bekämpft Hunger in der Sahelzone

Commission Européenne - IP/12/304   23/03/2012

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Europäische Union verbessert Ernährungssicherheit und bekämpft Hunger in der Sahelzone

Brüssel, 23. März 2012 – Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklung, hat heute ein Hilfspaket im Umfang von 164,5 Mio. EUR zur Verbesserung der Ernährungssicherheit in den Ländern der Sahelzone vorgeschlagen. Die Region befindet sich gegenwärtig in einer Nahrungsmittelkrise. 15 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht. Die Europäische Kommission hat bereits 123,5 Mio. EUR für frühzeitige humanitäre Hilfe in dieser Krise zur Verfügung gestellt.

Kommissar Piebalgs erklärte: „Die EU hat auf die schwierige Lage in der Region sofort reagiert. Da die Krise sich ausweitet, werden wir unsere Anstrengungen zur Unterstützung der Menschen und der Regierungen intensivieren. Indem wir die ländliche Entwicklung und die Nahrungsmittelproduktion unterstützen, gehen wir die grundlegenden Ursachen sich wiederholender Nahrungsmittelkrisen in der Region an und erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Menschen und Länder in der Sahelzone. Zusammen mit unseren engagierten Partnern kann es uns noch gelingen, das Schlimmste abzuwenden und zahlreiche Menschenleben zu retten. Vor allem geht es hier um Frauen und Kinder, die bei einer unsicheren Ernährungslage häufig als erste gefährdet sind.“

Das neue Hilfspaket soll den bestehenden Ernährungssicherungsprogrammen der nationalen Regierungen zugute kommen. Darüber hinaus sollen verstärkt Initiativen des Typs „Geld für Arbeit“ oder „Nahrungsmittel für Arbeit“ eingesetzt werden, um die Nahrungsmittelversorgung der ärmeren Bevölkerung zu verbessern. Landwirte sollen Gutscheine für Saatgut und Düngemittel erhalten. Darüber hinaus sollen durch bessere Frühwarnsysteme zur Ernährungslage genauere Informationen über die Ernährungssicherheit und die Nährstoffversorgung im Allgemeinen zur Verfügung stehen.

Die EU hat ihre Hilfe so gestaltet, dass auch die grundlegenden Ursachen von Ernährungsunsicherheit und Unterernährung durch Landwirtschafts- und Gesundheitsprogramme angegangen werden.

Hintergrund

Diese Hilfezuweisung ergänzt die bereits vorgesehenen bzw. laufenden Maßnahmen im Bereich Ernährungssicherung in der Region, für die bislang insgesamt 208 Mio. EUR bereitgestellt wurden. Dadurch erhöht sich der Gesamtbeitrag der EU für Entwicklungshilfe auf rund 373 Mio. EUR (für 2007-2013). Weitere 123,5 Mio. EUR wurden für humanitäre Krisenhilfe verwendet.

Mehrere Länder in der Sahelzone haben den Notstand ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten. Die EU-Maßnahmen werden sich auf Programme in Mauretanien, Niger, Senegal und Tschad konzentrieren. Infolge des Staatsstreichs in Mali hat Kommissar Piebalgs heute beschlossen, die Entwicklungsmaßnahmen der Europäischen Kommission dort vorübergehend auszusetzen, bis die Lage geklärt ist. Die Bereitstellung humanitärer Hilfe ist hiervon nicht betroffen.

Die Sahelkrise ist das Ergebnis geringer Niederschläge, von Missernten und steigenden Nahrungsmittelpreisen und wird durch die Rückkehr arbeits- und mittelloser Wanderarbeiter aus Libyen noch verschärft. Durch die instabile Sicherheitslage und den Terrorismus in der Region entstehen zusätzliche Schwierigkeiten, die die Bewegungsfreiheit der Hilfsorganisationen in den nördlichen Regionen von Mali und Niger behindern.

Weitere Informationen

MEMO/12/215

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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