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Mehr EU-Hilfe für Opfer der humanitären Krise in Syrien

European Commission - IP/12/273   22/03/2012

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Mehr EU-Hilfe für Opfer der humanitären Krise in Syrien

Brüssel, 22. März 2012 – Wegen der sich weiter zuspitzenden humanitären Lage in Syrien und über die Landesgrenzen hinaus stellt die Europäische Kommission zusätzliche 7 Mio. EUR bereit, mit denen den von der anhaltenden Gewalt betroffenen oder zur Flucht gezwungenen Menschen lebensrettende Hilfe zugutekommt. Damit steigt der Beitrag der Kommission auf insgesamt 10 Mio. EUR.

Kristalina Georgieva, Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, die wiederholt einen vollständigen und unabhängigen Zugang für humanitäre Hilfskräfte gefordert hat, erklärte: „Jeden Tag wird die Lage in Syrien dramatischer. Die bereits seit einem Jahr eskalierende Gewalt hat zu massivem Leid unter der syrischen Bevölkerung geführt. Zu viele Zivilpersonen sind gestorben, zu viele Familien werden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Einem Großteil der Bevölkerung mangelt es jetzt an Nahrungsmitteln, Brennstoffen und medizinischer Versorgung.

Ich bin zutiefst besorgt um diese Menschen, die für ihr Überleben dringend humanitäre Hilfe benötigen. Für sie verstärken wir unsere Unterstützung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und anderer Hilfsorganisationen und fördern alle Initiativen, die auf eine Erleichterung des dringend benötigten Zugangs humanitärer Helfer abzielen. Hierfür ist eine tägliche humanitäre Waffenruhe unabdingbar. Die Europäische Kommission hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um der syrischen Bevölkerung innerhalb und außerhalb des Landes mit Unterstützung der Hilfsorganisationen und im Einklang mit den humanitären Grundsätzen der Neutralität und Unparteilichkeit humanitäre Hilfe zu leisten.“

Mit den zusätzlichen Mitteln kann den Zehntausenden Syriern, die über die Grenze nach Libanon, in die Türkei, Jordanien oder Irak geflohen sind, weiterhin geholfen werden. Wird der Zugang nicht mehr behindert, können auch diejenigen unterstützt werden, die in Syrien geblieben sind.

Da der Zugang der Hilfsorganisationen zu den am stärksten von der Gewalt betroffenen Gebieten stark eingeschränkt ist, sind die Informationen zur Lage vor Ort in Syrien weiterhin dürftig. Dank eines teilweisen Zugangs zu Opfern konnte allerdings der erste Finanzierungsbeschluss über 3 Mio. EUR genutzt werden, um medizinische Missionen zu schützen und medizinische Unterstützung für Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen zu leisten sowie Menschen, die ihre Häuser verlassen und in einem Nachbarland Zuflucht gefunden hatten, Schutz zu gewähren.

Die Kommission wird die Mittel über ihre humanitären Partner wie das IKRK und den Hohen Flüchtlingskommissar (UNHCR) weiterleiten, um die humanitäre Hilfe nach den Grundsätzen der Humanität, der Neutralität, der Unparteilichkeit und der Unabhängigkeit sicherzustellen.

Mit diesen Mitteln werden eine medizinische Notversorgung, Schutzmaßnahmen (hauptsächlich Besuche bei Inhaftierten) sowie Nahrungsmittelhilfe in Syrien ermöglicht. In den Nachbarländern umfasst die Hilfe medizinische Notversorgung, Registrierung der Flüchtlinge, Nahrungsmittelhilfe sowohl für die syrischen Flüchtlinge als auch die Gastfamilien sowie die Verteilung von Decken, Kochutensilien und Brennstoff. Darüber hinaus soll auch eine Traumaversorgung finanziert werden.

Hintergrund

Seit Beginn des Jahres 2011 erlebt Syrien gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten, die auf der Straße ihren Unmut gegenüber der Regierung kundtun, und Sicherheitskräften. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben die Tötungen und Menschenrechtsverletzungen in Syrien mehr als 9 381 Tote gefordert. Schätzungen zufolge sind zwischen 1,5 und 3 Millionen Menschen von der Gewalt betroffen.

Bereits mehr als 36 000 Menschen haben in den Nachbarländern – insbesondere in der Türkei, Libanon und Jordanien, aber auch in Irak und Libyen – Zuflucht gesucht. Die Aufnahmeländer bemühen sich, die Grundversorgung und den Schutz der Flüchtlinge zu gewährleisten.

Die Verschärfung der Gewalt hat die Hilfskräfte in Syrien daran gehindert, der bedürftigen Bevölkerung wesentliche Hilfe zu leisten. Aufgrund mangelnder Informationen konnte die internationale Gemeinschaft bisher das volle Ausmaß der Bedürfnisse nicht analysieren und überwachen und keine vollständigen humanitären Hilfsmaßnahmen durchführen.

Seit 2003 leistet die Europäische Kommission irakischen Flüchtlingen in Syrien humanitäre Hilfe. Hierzu gehören eine psychologische Versorgung traumatisierter Kinder und ihrer Familien, der Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung sowie Nahrungsmittelhilfe durch Bargeld und Gutscheine.

Weitere Informationen:

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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