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e-Skills Week 2012: Dein Arbeitsplatz wartet auf Dich

European Commission - IP/12/259   20/03/2012

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Europäische Kommission - Pressemitteilung

e-Skills Week 2012: Dein Arbeitsplatz wartet auf Dich

Brüssel, 20. März 2012. Praktisch alle jungen Menschen sind mit Videospielen und sozialen Netzwerken im Internet vertraut, so dass man von einer „digitalen Generation“ sprechen kann. Doch sie verfügen nicht über echte „digitale Kompetenz“, da sie nicht ausreichend gelernt haben, wie sie die Errungenschaften des digitalen Zeitalters bei der Arbeit nutzen können. Die Europäische Kommission hat daher die europäische e-Skills Week 2012 gestartet: Institutionen und Unternehmen sollen dazu mobilisiert werden, junge Menschen darüber zu informieren, wie sie digitale Kompetenz erlangen und in der digitalen Wirtschaft Arbeit finden können. 2015 wird für 90 % aller Arbeitsplätze digitale Kompetenz erforderlich sein. 2007 gab es in Europa in der Branche der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 4,7 Mio. Beschäftigte, bis 2015 wird diese Zahl wahrscheinlich auf 5,26 Mio. steigen. Allgemeiner gesagt soll die Zahl der Arbeitsplätze für hochqualifizierte Personen bis zum Jahr 2020 um 16 Millionen ansteigen, die der Arbeitsplätze für Geringqualifizierte um ca. 12 Millionen abnehmen. Diesem äußerst hohen Qualifizierungsbedarf kann nur mit digitaler Kompetenz entsprochen werden. Sie ist Voraussetzung für Beschäftigung, Weiterbildung und die Internet-Suche nach einem Arbeitsplatz.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Kommission Antonio Tajani erklärte: „Junge Menschen müssen die Bedeutung des digitalen Zeitalters für ihr Berufsleben anerkennen. Ich bin besorgt über den Angebotsengpass, der im Technologiebereich entstanden ist und das Wachstum hemmt. Dadurch versickert viel Potenzial, und die Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Welt werden gefährdet. Bei der derzeitigen Wirtschaftslage ist das bedeutender als jemals zuvor. Es kommt darauf an, die Kreativität und somit den Unternehmergeist und neue Unternehmensgründungen zu fördern.“

Während der e-Skills Week finden in Europa zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen statt. Weitere Informationen und aktuelle Hinweise finden Sie auf dieser Website: http://eskills-week.ec.europa.eu

Wachstumsbranche IKT trotzt stürmischen Zeiten

Die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der europäischen Wirtschaft hängt zunehmend von der innovativen und effizienten Anwendung der IKT ab. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft noch verstärken. 5 % des europäischen BIP entfallen auf die IKT-Branche, ihr jährliches Marktvolumen beläuft sich auf 660 Mrd. EUR, und durch IKT-Investitionen in allen Bereichen trägt sie weit mehr zum Produktivitätsanstieg bei:

  • Trotz der Wirtschaftskrise ist die Beschäftigung in der IKT-Branche in Europa um 3 % gestiegen.

  • In allen Branchen insgesamt werden in fünf Jahren 90 % aller Arbeitsplätze Kompetenzen im Technologiebereich erfordern (IDC).

  • Die EU entwickelt sich zu einer wissensbasierten Gesellschaft, und der Anteil der Arbeitsplätze, die eine qualifizierte Ausbildung erfordern, wird von 25 auf 31 % steigen.

  • Europa leidet unter einem zunehmenden Mangel an IKT-Personal; 2015 werden 700 000 Fachkräfte fehlen.

Digitale Kompetenz zählt

Seit zehn Jahren weisen führende Wirtschaftsvertreter darauf hin, dass es in der EU an IKT-Fachleuten fehlt. Digitale Kompetenzen verbessern die Chancen hochqualifizierter Arbeitnehmer in einem schnell wachsenden Bereich, während die Lage für diejenigen mit niedrigen oder nicht gefragten Qualifikationen und Fähigkeiten noch schwieriger wird. Jetzt, da die Wirtschaft in zunehmendem Maße weltweit nach begabten Arbeitskräften sucht, wo immer sie auch zu finden sind, ist digitale Kompetenz entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Region Europa.

Zudem sieht sich Europa mit einer zunehmenden Arbeitslosigkeit konfrontiert: 23 Millionen sind ohne Arbeit, und die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 21 %1. Forschungen der OECD zeigen, dass sich eine höhere Bildung quantitativ auf die Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten auswirkt.2 Statistiken von 2011 zufolge waren in den OECD-Ländern unter den 25- bis 64‑Jährigen mit Hochschulbildung 83,6 % in Beschäftigung, bei denjenigen ohne Abitur/Matura oder einen anderen Abschluss der Sekundarstufe II dagegen nur 56 %. Ein ähnliches Bild bietet der Einkommensabstand zwischen den Arbeitskräften mit höherer Bildung und denjenigen ohne, der auf 57 % geschätzt wird.

In diesem Zusammenhang wurden durch die Krise tiefe strukturelle Schwächen unserer Arbeitsmärkte deutlich. Die Arbeitslosenquote erreichte in der EU im Januar 2012 mit 10,1 % einen neuen Höchststand, die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 22,4 % so hoch wie nie zuvor. In etwa zwei Dritteln der Staaten beträgt sie mehr als 20 %, in Spanien und Griechenland gar fast 50 %; in Deutschland, Österreich und den Niederlanden dagegen liegt sie unter 10 %. Dieser steigenden Nachfrage nach Arbeit steht ein Rückgang bei der Zahl der IKT-Absolventen seit 2005 gegenüber.

Um dem entgegenzuwirken, nahm die Kommission 2007 eine Mitteilung „IKT-Kompetenzen für das 21. Jahrhundert“ an, die eine langfristig angelegte Strategie für digitale Kompetenz enthält. Es wurde viel erreicht: Es gibt einen einheitlichen europäischen Rahmen für IKT-Kompetenzen, die Mitgliedstaaten entwickeln immer mehr Initiativen für digitale Kompetenz, und die IKT-Branche hat viele Partnerschaften eingeleitet. Doch das genügt noch nicht: Wir müssen das Tempo erhöhen und unsere Bemühungen verstärken.

Die europäische e-Skills Week wurde am 19. März in Brüssel eröffnet. Die Abschlussveranstaltung findet am 30. März in Kopenhagen statt.

Kontakt:

Carlo Corazza +32 229-51752

Sara Tironi +32 229-90403

1 :

Quelle: Eurostat - http://ec.europa.eu/eurostat

2 :

http://www.oecd.org/dataoecd/35/44/49471658.pdf


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