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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU stellt weitere Unterstützung für die Opfer der Explosion in Brazzaville bereit

Brüssel, 14. März 2012 – Die Europäische Kommission wird ihre Hilfe für die Republik Kongo aufstocken, um das Land nach der verheerende Explosion eines Munitionslagers in Brazzaville am 4. März 2012 bei der Bewältigung der massiven Schäden zu unterstützen. So soll die ursprüngliche Mittelzusage von 200 000 EUR auf 1,25 Mio. EUR erhöht und ein Katastrophenschutzteam eingesetzt werden, das den Behörden vor Ort mit Rat und Fachwissen zur Seite steht.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für Krisenreaktion, ist direkt am Tag nach dem Explosionsunglück nach Brazzaville gereist. Sie erklärte: „Ich habe mit eigenen Augen das Ausmaß der Schäden und das Leid der Menschen in Brazzaville gesehen. Tausende Menschen müssen medizinisch versorgt werden und benötigen dringend Unterkünfte und andere grundlegende Hilfeleistungen. Außerdem müssen die Behörden bei der Verbesserung von Katastrophenschutz und Katastrophenbewältigung durch Beratung unterstützt werden. Unsere Mittel werden daher sowohl in humanitäre Hilfe als auch in Katastrophenschutzmaßnahmen fließen, um den akuten Bedarf zu decken und eine länger andauernde Notsituation möglichst zu vermeiden.“

Die humanitäre Hilfe der Kommission wird über Partnerorganisationen vor Ort bereitgestellt: die Internationale Föderation der Rotkreuzgesellschaften wird die Obdachlosen mit sauberem Wasser, Sanitäreinrichtungen und Unterkünften versorgen, während die „Mines Advisory Group“ (MAG) die Räumung des verwüsteten Geländes von Blindgängern übernehmen wird, damit die Bewohner sicher zurückkehren und ihre Häuser wiederaufbauen können.

Im Rahmen des Katatrophenschutzverfahrens entsendet die Kommission auch eine Expertenmission nach Brazzaville, die die Kapazitäten der Notdienste der Republik Kongo beurteilen und die Regierung bei der Bewältigung der Folgen des schweren Unglücks unterstützen soll. Das Expertenteam wird auch Empfehlungen für die Stärkung der Krisenreaktionsfähigkeit des Landes abgeben.

Drei weitere Zivilschutzexperten wurden vom Beobachtungs- und Informationszentrum der Kommission entsandt, um mit dem UN-Team für „Disaster Assessment and Coordination“ in Brazzaville zusammenzuarbeiten. Sie sollen die Stabilität der durch die Explosion beschädigten Häuser, insbesondere der Schulen und Krankenhäuser prüfen.

Hintergrund

Eine Explosionsserie erschütterte am 4. März die Hauptstadt der Republik Kongo, Brazzaville, und richtete in weiten Teilen der Stadt schwere Schäden an. Mindestens 200 Menschen wurden getötet, Tausende wurden verletzt und viele mehr wurden obdachlos. Zur Deckung des akuten humanitären Bedarfs werden Unterkünfte, sanitäre Anlagen, Wasser und medizinische Versorgung benötigt.

Die zusätzliche humanitäre Unterstützung wird von der Europäischen Kommission mit einem Soforthilfebeschluss bereitgestellt. Durch solche Beschlüsse kann im Krisenfall rasch und flexibel reagiert werden.

Um die Komplementarität von humanitärer Hilfe und Katastrophenschutzhilfe im Fall einer Katastrophe zu gewährleisten, sind beide Bereiche bei der Europäischen Kommission zusammengefasst und der Zuständigkeit von Kommissarin Kristalina Geogieva unterstellt worden.

Neben der humanitären Hilfe setzt die Europäische Kommission im Krisenfall auch das EU-Katastrophenschutzverfahren ein, das die Zusammenarbeit zwischen 32 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein und Norwegen) bei der Katastrophenbewältigung ermöglicht. Die Teilnehmerstaaten bündeln Ressourcen, die von Katastrophen heimgesuchten Ländern in aller Welt zur Verfügung gestellt werden können. Durch die Aktivierung des Katastrophenschutzverfahrens werden Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission koordiniert das Katastropenschutzverfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum.

Seit seiner Einführung im Jahr 2001 kam das Verfahren nicht nur in verschiedenen Mitgliedstaaten (z. B. bei den Waldbränden in Portugal, den Explosionen in einer Marinebasis auf Zypern 2011 sowie dieses Jahr bei den Überschwemmungen und der extremen winterlichen Witterung auf dem Balkan), sondern auch weltweit zum Einsatz (z. B. nach den Erdbeben in Haiti, Japan und Türkei).

Weitere Informationen

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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