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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU setzt humanitäre Hilfe für Südostasien fort nachdem die Kameras längst verschwunden sind

Brüssel. 9. März 2012 – Die Europäische Kommission hat weitere 11 Mio. EUR für die Opfer der Flutkatastrophe bereitgestellt, die sich 2011 in Südostasien ereignet hat. Damit beläuft sich die humanitäre Unterstützung der Kommission für die Bedürftigsten der insgesamt 7,5 Millionen Menschen, die Ende letzten Jahres von den Wirbelstürmen, Stürmen und Überschwemmungen betroffen waren, auf 24 Mio. EUR. Diese zusätzlichen Finanzmittel werden der Bevölkerung auf den Philippinen, in Laos, Kambodscha und Vietnam zugute kommen.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, erklärte: „Das Hochwasser ist zurückgegangen, der humanitäre Bedarf jedoch nicht. Obwohl die Kamerateams verschwunden sind und längst andere Katastrophen die Schlagzeilen beherrschen, bleiben wir vor Ort, bis die dringend benötigten Projekte zur Katastrophenvorsorge abgeschlossen sind. Nur dadurch können wir verhindern, dass die Menschen, die dieses Jahr gerettet werden, nächstes Jahr wieder unvorbereitet und vielleicht von noch stärkeren Flutkatastrophen getroffen werden.“

Diese Länder, die regelmäßig von Stürmen und tropischen Tiefdruckgebieten heimgesucht werden, wurden im September, Oktober und Dezember von verheerenden Überschwemmungen infolge schwerer Tropenstürme verwüstet. Durch das gewaltige Ausmaß der Überflutungen wurden die nationalen und lokalen Behörden über die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit hinaus belastet. In ländlichen Gebieten wurden weite Teile der landwirtschaftlichen Nutzflächen verwüstet und in den Städten wurde die Infrastruktur weitgehend zerstört. Als Folge ist damit zu rechnen, dass während der kommenden Monate auf den Philippinen mindestens 150 000 Menschen auf Hilfe angewiesen sein werden. In Kambodscha dürfte sich die Zahl der Hilfebedürftigen sogar auf 250 000, in Vietnam auf 200 000 und in Laos noch auf 70 000 belaufen.

Die heute bereitgestellten Mittel in Höhe von 11 Mio. EUR werden in Wiederaufbau und Rehabilitation fließen, um die bei Maßnahmen auf nationaler Ebene verbleibenden Lücken zu schließen. Die humanitäre Hilfe der Kommission dient der Unterstützung der schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen und Gemeinschaften, insbesondere der indigenen Gemeinschaften auf der philippinischen Insel Mindanao, auf der letztes Jahr 1 300 Menschen durch den Tropensturm Washi ums Leben kamen.

Hintergrund

Die insgesamt 24 Mio. EUR an humanitärer Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien von 2011 umfassen 10 Mio. EUR, die im Oktober 2011 für fünf Länder in der Region bereitgestellt wurden, in denen Wirbelstürme und tropische Tiefdruckgebiete schwere Überschwemmungen verursachten; weitere 3 Mio. EUR, die im Dezember zur Unterstützung der Opfer des Zyklons Washi auf den Philippinen zugesagt wurden, und die heute bereitgestellten 11 Mio. EUR, die als Anschlussfinanzierung für den Wiederaufbau von vier Ländern in dieser Region eingesetzt werden.

Die heute zugesagten Mittel werden vorrangig für Katastrophenvorsorge und Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz der lokalen Gemeinschaften verwendet, damit diese künftig besser gegen derartige Naturkatastrophen gewappnet sind. Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit wird als wichtiger Schritt angesehen, damit die Menschen dieser Region die Folgen der häufig auftretenden Überschwemmungen, tropischen Tiefdruckgebiete und Wirbelstürme besser auffangen können.

Die Finanzierung dieser Projekte zur Katastrophenvorsorge wird sich aber auch als wirtschaftlich lohnend erweisen, da mit jedem investierten Euro Kosten von bis zu sieben Euro im Katastrophenfall vermieden werden können. Die Kommission setzt sich bereits seit Langem für eine wirksame und systematische Einbeziehung solcher Maßnahmen in die Entwicklungs-, Wirtschafts- und Flächennutzungsplanung ein.

Weitere Informationen:

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock (+32 229 68909)

Irina Novakova (+32 229 57517)


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