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Globales Ziel vorzeitig erreicht: EU-Maßnahmen verbessern Zugang zu Trinkwasser für 32 Mio. Menschen

European Commission - IP/12/230   09/03/2012

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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Globales Ziel vorzeitig erreicht: EU-Maßnahmen verbessern Zugang zu Trinkwasser für 32 Mio. Menschen

Brüssel, 9. März 2012 – Am Montag, 12. März, wird Kommissar Piebalgs die Ergebnisse der europäischen Wasserinitiative auf dem Weltwasserforum in Marseille bekanntgeben. Die internationale Gemeinschaft kann am 10. Jahrestag der Initiative das Erreichen der MDG-Zielvorgabe – nachhaltiger Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser – bereits fünf Jahre vor Ablauf der für 2015 gesetzten Frist feiern. Die Verwirklichung der anderen Millenniumsentwicklungsziele (MDG), insbesondere die Versorgung mit grundlegenden sanitären Einrichtungen, kommt allerdings nicht voran und so wird die EU ihren Anstrengungen zur rechtzeitigen Verwirklichung dieser Ziele mehr Nachdruck verleihen.

Die von der EU geförderte Wasserinitiative ist eine internationale Politikpartnerschaft, mit der der Zugang zu Wasser weltweit verbessert und die Wasserversorgung ins Zentrum der Entwicklungspolitik gerückt wurde.

Die EU-Maßnahmen haben dafür gesorgt, dass insgesamt mehr als 32 Mio. Menschen Zugang zu einer besseren Wasserversorgung erhalten. 9 Mio. Menschen erhielten Zugang zu sanitären Einrichtungen. Die EU wird die Erfolge der EU-Wasserinitiative nutzen, um die internationale Zusammenarbeit weiter zu unterstützen und innovative Konzepte für eine engere Verknüpfung der Wasserversorgung mit anderen Bereichen wie Landwirtschaft und Energie zu fördern.

Vor der Veranstaltung erklärte Kommissar Piebalgs: „Der Zugang zu Wasser und die bessere Bewirtschaftung dieser knappen Ressource helfen uns bei der Armutsverringerung und der Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung. Ich freue mich feststellen zu können, dass wir es – auch dank der starken EU-Unterstützung – geschafft haben, eine der wichtigsten MDG-Zielvorgaben zu erreichen. Angesichts der Tatsache, dass jeden Tag noch mehr als 3000 Kinder aufgrund verunreinigten Trinkwassers sterben, bleibt jedoch noch viel zu tun. Auf der Grundlage der bisher mit der EU-Wasserinitiative erzielten Fortschritte werden wir unsere Anstrengungen in Bezug auf die mit Wasser verknüpften MDG-Ziele weiter fortsetzen.

Hintergrund

Noch immer haben ungefähr 780 Mio. Menschen auf der Erde keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, davon leben 330 Millionen in Subsahara-Afrika. Die EU als weltweit größter Geber spielt bei der Bereitstellung des Zugangs zu sanitären Einrichtungen für die am stärksten gefährdeten Menschen eine führende Rolle. In ihrer jüngsten entwicklungspolitischen „Agenda für den Wandel“ betont die Kommission, dass mit neuen Maßnahmen Ungleichheiten bekämpft und insbesondere den Armen ein besserer Zugang zu Land, Wasser und Energie gewährt werden sollte, ohne dabei der Umwelt zu schaden.

Die mit Wasser zusammenhängenden Millenniumsentwicklungsziele

In dem Bericht des gemeinsamen WHO/UNICEF-Überwachungsprogramms für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung „Fortschritte bei Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen 2012“ wird festgestellt, dass Ende 2010 89 % der Weltbevölkerung (6,1 Mrd. Menschen) bessere Trinkwasserquellen nutzten. Mit diesem Ergebnis wird die als MDG-Zielvorgabe gesetzte Schwelle von 88 % überschritten. Die Zielvorgabe bezüglich der Sanitäreinrichtungen ist jedoch noch nicht erreicht: Lediglich 63 % der Menschen haben Zugang zu besseren Sanitäreinrichtungen (Zielvorgabe ist 75 % bis 2015).

EU-Maßnahmen im Bereich Wasser

Ein Ergebnis der ersten Europäischen Wasserinitiative ist die Einrichtung einer EU-AKP-Wasserfazilität im Jahre 2004. Mit dieser speziellen Finanzierungsfazilität wurden bisher 700 Mio. EUR für Wasserprojekte in Afrika, dem karibischen Raum und dem Pazifischen Ozean zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zu anderen europäischen Programmen wurden zwischen 2003 und 2010 rund 3 Mrd. EUR für (Aktivitäten im Zusammenhang mit) Projekte(n) zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung bereitgestellt. In diesem Zeitraum hat sich die EU-Entwicklungshilfe für den Wasser- und Sanitärbereich beinahe verdoppelt.

An der Wasserinitiative der Europäischen Union, die auf dem Johannesburger Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im September 2002 ins Leben gerufen wurde, beteiligen sich die EU und Partnerregionen (Geber, Regierungen, Zivilgesellschaft und der private Sektor).

Weltwasserforum in Marseille

Vom 12.-17. März 2012 findet das 6. Weltwasserforum – die wichtigste internationale Veranstaltung im Bereich Wasser – in Marseille (Frankreich) statt. Das Weltwasserforum versammelt seit 1997 alle drei Jahre Tausende von Akteuren, um das Thema Wasser weltweit auf die politische Agenda zu setzen.

Weitere Informationen

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

EU-Aktivitäten im Bereich Wasser und Sanitäreinrichtungen – Projekte vor Ort und Berichte

http://ec.europa.eu/europeaid/what/environment/water-energy/documents/wate_presspack_7-3-12_en.pdf

Agenda für den Wandel

http://ec.europa.eu/europeaid/news/agenda_for_change_en.htm

6. Weltwasserforum

http://www.worldwaterforum6.org

Kontakt :

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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