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Umwelt: Bologna gewinnt Preis der Europäischen Mobilitätswoche 2011

European Commission - IP/12/218   05/03/2012

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Umwelt: Bologna gewinnt Preis der Europäischen Mobilitätswoche 2011

Brüssel, den 5. März 2012 – Die italienische Stadt Bologna hat den Preis der Europäischen Mobilitätswoche 2011 gewonnen. Nach Auffassung eines unabhängigen Gremiums aus Mobilitätsexperten hat die Stadt bei der Förderung sauberer Alternativen zum Auto und bei der Beteiligung der Bürger an Aktionen für eine nachhaltige innerstädtische Mobilität während der Europäischen Mobilitätswoche 2011 die beste Arbeit geleistet. Die Plätze zwei und drei gingen an Larnaka in Zypern und die kroatische Hauptstadt Zagreb. Umweltkommissar Janez Potočnik und Vizepräsident Siim Kallas, EU-Verkehrskommissar, haben der Stadt im Rahmen eines Festakts im Brüsseler Musikinstrumentenmuseum am 5. März 2012 überreicht.

Der für Verkehrsfragen zuständige Vizepräsident Kallas erklärte zu diesem Anlass: „Während wir uns der Herausforderung stellen, unsere Städte sauberer und sicherer zu machen, wird im Verkehrsweißbuch aus dem Jahr 2011 hervorgehoben, dass ein neues Konzept für die innerstädtische Mobilität nötig ist. Die ausgezeichneten Städte haben in dieser Hinsicht eine Menge zu bieten. Durch den Austausch von Erfahrungen mit alternativer Mobilität können europäische Städte attraktivere und zuverlässigere Optionen umsetzen und damit unsere Lebensqualität erhöhen.“

Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Die Städte und ihre Einwohner leiden mehr und mehr unter Verkehrsstörungen und Verschmutzung. Darum ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um vom Privatauto auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Bologna, Larnaka und Zagreb haben kreative Lösungen gefunden, um ihre Verkehrsinfrastruktur auf Dauer umweltfreundlicher zu machen. Ich hoffe, andere Städte werden ihrem Beispiel folgen.“

Europäische Mobilitätswoche 2011

Mit dem Kampagnenthema 2011 – „alternative Mobilität“ – sollte der Übergang zu einem ressourcenschonenden Transportsystem vorangetrieben werden, indem saubere, kraftstoffsparende oder vom Menschen selbst angetriebene Verkehrsmittel gefördert wurden. Die übermäßige Nutzung des Autos schadet durch Lärmbelastung, Luftverschmutzung und Staus der Lebensqualität in unseren Städten. Angesichts des wachsenden Drucks auf Ressourcen wie Energie, Land, Wasser und Rohstoffe wächst das Bewusstsein, dass alternative Fortbewegungsformen benötigt werden, die weniger Schadstoffe erzeugen, weniger Ressourcen verbrauchen und helfen, Treibhausgasemissionen zu verringern. Im Mittelpunkt der Europäischen Mobilitätswoche 2011 standen Alternativen zum Privatauto. Damit soll die städtische Bevölkerung Europas dazu ermuntert werden, sich emissionsarm fortzubewegen.

Der Sieger: Bologna

Bologna überzeugte die Jury der Mobilitätswoche, indem es ein autofreies Wochenende organisierte und nicht nur einen autofreien Tag. Zu den dauerhaft umgesetzten Maßnahmen gehören der Bau von Ladestationen für Elektroautos und das Vorhaben, das Radwegenetz der Stadt auf 130 km auszuweiten. Die Stadtverwaltung forderte die Bürger auf, ihre Meinung über den Plan bei der Mobilitätswoche kundzutun. Bologna schuf für diese Woche außerdem eine große autofreie Zone im Herzen der Stadt. Diese Fußgängerzone stand Straßenkünstlern, Verkäufern und Sportvereinen offen, und da die Initiative über 60 000 Besucher anzog, haben die städtischen Behörden beschlossen, sie bei künftigen Ereignissen zu wiederholen. Die Stadt hatte auch zahlreiche Fahrradtouren und –workshops sowie Stände für die eigenständige Fahrradreparatur, Spiele, Spaziergänge und eine Ausstellung über Elektroautos organisiert. Polizeibeamte beteiligten sich in Form von Info-Veranstaltungen mit Tipps und Erklärungen zum sicheren Radfahren mit der Familie. Zusätzlich wurde ein Info-Punkt eingerichtet, wo sich die Bürger über neue Dienstleistungen für Radfahrer informieren konnten.

Finalist: Larnaka

Larnaka in Zypern beteiligte ein breites Spektrum von Partnern an der Organisation von Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2011. Zu dem umfassenden Programm von Werbeaktionen gehörte ein Tag mit kostenlosen Busfahrten, eine Hybridauto-Ausstellung, ein Umwelt-Café und Vorträge über umweltfreundliche Mobilität. Die Stadt zeigte ihr langfristiges Engagement für die Umwidmung von Straßen, indem sie eine der Straßen im zentralen Geschäftsviertel in eine Fußgängerzone umwandelte. Die Stadt hat außerdem zahlreiche Fahrradstellplätze geschaffen und eine „Fahrradbank“ eingerichtet, um die Wartung und Wiederverwendung von Fahrrädern zu erleichtern.

Finalist: Zagreb

Die kroatische Hauptstadt bewies ihr Engagement für die nachhaltige innerstädtische Mobilität durch eine lange Reihe von städtebaulichen Maßnahmen, die im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2011 präsentiert wurden. In Zusammenarbeit mit dem EU-Projekt CIVITAS ELAN setzte Zagreb Meinungsumfragen ein, um wertvolle Informationen über Möglichkeiten für eine bessere umweltschonende Verkehrsinfrastruktur und die Qualität der Veranstaltung 2011 zu sammeln. Die breite Palette der von der Stadt organisierten Aktivitäten umfasste pädagogische Workshops, geführte Spaziergänge, Sport im Freien, Konferenzen, Öko-Märkte und Ausstellungen über Elektrofahrzeuge.

Nächste Schritte

Die Europäische Mobilitätswoche 2012 findet vom 16. bis 22. September unter dem Motto „Auf dem Weg in die richtige Richtung“ statt.

Hintergrund

Mit der Ausgabe 2011 wurde der zehnte Jahrestag der Europäischen Mobilitätswoche begangen. In den letzten zehn Jahren hat die Mobilitätswoche Städte bei der Schaffung einer angenehmeren und gesünderen Umwelt für die Bürger unterstützt, indem sie zur Minderung von Verkehrsstaus anhält und nachhaltige vom Menschen selbst angetriebene Verkehrsmittel fördert. Die Zahl der Städte, die an der Mobilitätswoche teilnehmen, ist seit ihrer Einführung im Jahr 2002 stetig gewachsen. 2011 beteiligten sich 2286 Städte in der ganzen Welt.

Weitere Informationen:

http://www.mobilityweek.eu

Kontaktpersonen:

Robert Flies (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


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