Navigation path

Left navigation

Additional tools

EU begrüßt bilaterales Abkommen über WTO-Beitritt Bosniens und Herzegowinas

European Commission - IP/12/1425   19/12/2012

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19. Dezember 2012

EU begrüßt bilaterales Abkommen über WTO-Beitritt Bosniens und Herzegowinas

EU-Handelskommissar Karel De Gucht und der Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Beziehungen Bosniens und Herzegowinas, Mirko Šarovic, unterzeichneten heute ein Abkommen über den Beitritt Bosniens und Herzegowinas zur Welthandelsorganisation (WTO). Mit diesem Abkommen hat Bosnien und Herzegowina ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Mitgliedschaft in der internationalen Handelsorganisation erreicht. An den Beitritt Bosniens und Herzegowinas zur WTO ist die Erwartung geknüpft, dass er die Wirtschaftsreform und die nachhaltige Entwicklung des Landes dauerhaft fördert.

„Die heutige Unterzeichnung ist ein Meilenstein auf Bosniens und Herzegowinas Weg zum WTO-Beitritt und ein wichtiger Schritt zur Förderung unserer Wirtschaftsbeziehungen“, so EU-Handelskommissar Karel De Gucht. „Die EU unterstützt den WTO-Beitritt ihrer Nachbarländer nachdrücklich. Wir sind davon überzeugt, dass Bosnien und Herzegowina beachtliche Fortschritte bei der Vorbereitung auf den WTO-Beitritt erzielt hat und hoffen, das Land schon sehr bald in die WTO-Familie aufnehmen zu können“.

Minister Mirko Šarovic erklärte: „Bosnien und Herzegowina ist bestrebt, ein aktives Mitglied des multilateralen Handelssystems zu werden, und hat im Hinblick darauf bereits enorme Anstrengungen unternommen. Die Unterstützung seitens der EU ist von unschätzbar hohem Wert und trägt Früchte. Mit dem heutigen Tag sind wir unserem gemeinsamen Ziel einen Schritt näher gekommen, und wir sind zuversichtlich, dass die noch ausstehenden bilateralen Verhandlungen in der WTO in den kommenden Monaten damit leichter zum Abschluss gebracht werden können. Wenn andere Partner ähnlich konstruktiv mit uns zusammenarbeiten, können wir bereits 2013 WTO-Mitglied werden.“

Im bilateralen Abkommen sind eine Senkung der Zollsätze im Warenverkehr sowie eine Öffnung der Dienstleistungsmärkte nach dem Beitritt vorgesehen. Diese Verpflichtungen werden später in das Protokoll über den Beitritt Bosniens und Herzegowinas zur WTO aufgenommen.

Hintergrund

Bosnien und Herzegowina stellte am 11. Mai 1999 einen Antrag auf WTO-Mitgliedschaft. Die WTO-Arbeitsgruppe, die sich mit dem Beitritt des Landes befasst, wurde am 15. Juli 1999 eingesetzt. Bosnien und Herzegowina muss bilaterale Verhandlungen mit interessierten WTO-Mitgliedern abschließen und auf multilateraler Ebene die Zustimmung dieser Arbeitsgruppe erhalten, um der WTO beizutreten.

Zahlen und Fakten zum Handel zwischen der EU und Bosnien und Herzegowina

Die EU ist der wichtigste Handelspartner Bosniens und Herzegowinas: Nahezu 73 % der Ausfuhren und über die Hälfte der Einfuhren entfallen auf die EU. Im Jahr 2011 wurden Waren im Wert von insgesamt 3,5 Mrd. EUR aus der EU nach Bosnien und Herzegowina ausgeführt; Einfuhren aus Bosnien und Herzegowina beliefen sich auf einen Wert von 2,4 Mrd. EUR. Maschinen und Fahrzeuge, Chemikalien und Fertigwaren sind die meistgehandelten Produkte.

Bilaterale Handelsvereinbarungen zwischen der EU und Bosnien und Herzegowina sind Bestandteil des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA), das am 16. Juni 2008 von der Europäischen Union und Bosnien und Herzegowina unterzeichnet wurde. Bis zur Ratifizierung des SAA wird seit 1. Juli 2008 ein Interimsabkommen über die handelsrelevanten Bestimmungen angewandt.

Weitere Informationen:

Handelsbeziehungen zwischen der EU und dem westlichen Balkan (auf Englisch)

Der Weg Bosniens und Herzegowinas zum WTO-Beitritt (WTO-Website, auf Englisch)

Kontakt:

Helene Banner (+32 229-52407)

John Clancy (+32 229-53773)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website