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EU unterstützt Integration der Maghreb-Länder

European Commission - IP/12/1420   19/12/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19. Dezember 2012

EU unterstützt Integration der Maghreb-Länder

Als weitere Reaktion auf den Wandel in den Ländern des südlichen Mittelmeerraums haben die Hohe Vertreterin und die Europäische Kommission heute eine Gemeinsame Mitteilung veröffentlicht, in der Vorschläge für die Unterstützung der fünf Maghreb-Länder bei deren Bestrebungen zu einer engeren Zusammenarbeit und vertieften regionalen Integration dargelegt werden.

Obwohl der Maghreb über ein reiches Entwicklungspotenzial und gemeinsame kulturelle und sprachliche Verbindungen verfügt, handelt es sich hier um eine der am wenigsten integrierten Regionen der Welt. Mehrfach wurde mit Studien nachgewiesen, dass mit der Beseitigung von Hemmnissen in der Region ein erheblicher wirtschaftlicher Nutzen entstehen könnte, gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung der Instabilität unterstützt und zahlreiche regionale Herausforderungen gemeistert werden könnten – u. a. durch die Förderung der sozioökonomischen Entwicklung, Bewältigung des Klimawandels, Umweltschutz und die Entwicklung sauberer und nachhaltiger Energie.

Hierzu die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission, Catherine Ashton: „Der Maghreb ist eine Region mit einem riesigen menschlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Potenzial und daher begrüßen wir die Forderungen der Partner in der Region nach einer engeren Zusammenarbeit und einer vertieften Integration. Derartige Entwicklungen würden den Bürgerinnen und Bürgern auf beiden Seiten des Mittelmeers zugute kommen. Die Gemeinsame Mitteilung, die ich auf meiner jüngsten Reise in den Maghreb mit unseren Partnern besprochen habe, zielt auf die Unterstützung ihrer Anstrengungen, die Integration des Maghrebs voranzutreiben, und ist Bestandteil der umfassenderen Antwort der EU auf die jüngsten Entwicklungen in der Region.

Der EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaft, Štefan Füle, fügte hinzu, dass in der Mitteilung auch auf Forderungen öffentlicher und privater Akteure in den Maghreb-Ländern nach Fortschritten bei der Integration eingegangen wird. „Wir haben eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen die Anstrengungen in diesem Bereich unterstützt werden sollen; dabei ist uns jedoch sehr wohl bewusst, dass die Partner in der Maghreb-Region selbst das Ausmaß und das Tempo der Integration bestimmen müssen“, erklärte er und verwies dabei auf die umfassenden Erfahrungen der EU mit der eigenen Integration. „Aufgrund dieser Erfahrungen sind wir davon überzeugt, dass die Integrationsbemühungen des Maghrebs nicht nur den Menschen dieser Region, sondern letztlich auch der EU zugute kommen würden. Wir freuen uns darauf, diese Vorschläge mit den Regierungen, aber auch mit den Vertretern der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft der betroffenen Länder zu erörtern.“

Einer der für eine engere Integration der Maghreb-Länder in Frage kommenden Bereiche ist der Energiesektor. „Energie spielt bei der Entwicklung der Region eine wichtige Rolle. Mit unserem Solarenergieprogramm für den Mittelmeerraum wollen wir unseren Partnern helfen“, erklärte EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger.

Die Gemeinsame Mitteilung ist Bestandteil der umfassenden Antwort der EU auf die jüngsten Ereignisse im südlichen Mittelmeerraum und steht für ein größeres Engagement in der Region. Sie ergänzt darüber hinaus die beachtliche Unterstützung, die von der EU derzeit bilateral und regional für die Maghreb-Länder über die Europäische Nachbarschaftspolitik und im Falle Mauretaniens über den Europäischen Entwicklungsfonds und die EU-Strategie für Sicherheit und Entwicklung in der Sahelzone geleistet wird.

Weitere Informationen

Webseite von Kommissar Füle

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/fule/

EEAS Webseite

http://eeas.europa.eu/enp/index_en.htm

Kontakt:

Peter Stano (+32 229-57484)

Michael Mann (+32 229-99780)

Nabila Massrali (+32 229-69218)


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