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EU kündigt umfassende Unterstützung für Bau einer erneuerbare Energie einsetzenden Trinkwasseranlage in Dschibuti an

European Commission - IP/12/1405   19/12/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19 Dezember 2012

EU kündigt umfassende Unterstützung für Bau einer erneuerbare Energie einsetzenden Trinkwasseranlage in Dschibuti an

Die Europäische Union wird ein Projekt zum Bau einer erneuerbare Energie einsetzenden Entsalzungsanlage unterstützen, mit der 200 000 Menschen – ein Viertel der Bevölkerung des Landes ¬– in einigen der ärmsten Gebiete Dschibutis mit Wasser versorgt werden. Dies kündigten heute Entwicklungskommissar Andris Piebalgs und der dschibutische Ministerpräsident Dileita Mohamed Dileita während seines Besuchs in Brüssel an.

Bei der Ankündigung dieser Unterstützung erklärte Entwicklungskommissar Andris Piebalgs: „Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht und es ist nicht hinnehmbar, dass unzureichende Wasserversorgung Konflikte auslösen kann, wie dies in Dschibuti kürzlich der Fall war. Mit diesem neuen Projekt verbessern wir nicht nur den Zugang der Menschen zu Wasser, sondern tragen auch dazu bei, Sicherheit und Stabilität für alle Dschibutier zu schaffen. Das Projekt ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die EU ihre Versprechen hält. Die EU unterstützt die UN-Initiative nachhaltige Energie für alle, und so wird die Anlage künftig mit erneuerbarer Energie betrieben. Es ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wir mit „intelligenter Hilfe“ nachhaltige Entwicklung schaffen können.“

In Dschibuti herrscht akute Wasserknappheit; erst vor Kurzem litt das Land unter einer lang anhaltenden Dürre, die eine schwere Nahrungsmittelkrise verursachte. Ferner hat der fehlende Zugang zu Wasser zu den jüngsten Kämpfen und Aufständen in dem Land geführt.

Der aktuelle Bedarf an Wasser in der Hauptstadt Dschibuti Stadt (in der rund 75 % der Bevölkerung lebt) wird auf 80 000 m³ pro Tag geschätzt – derzeit sind jedoch nur 36 000 m³ pro Tag verfügbar.

Als direkte Reaktion auf diesen Bedarf – der Versorgung mit erschwinglichem und sauberem Trinkwasser – wird im Rahmen des neuen EU-finanzierten Projekts PEPER (Producing Safe Drinking Water with Renewable Energy) eine Entsalzungsanlage in der Hauptstadt gebaut. Fast die Hälfte der 560 000 Einwohner der Stadt Dschibuti lebt in Balbala mit einer Armutsrate von mehr als 70 Prozent.

Das verfügbare Wasser wird aus dem lokalen Grundwasser, der einzigen Trinkwasserquelle der Stadt, gewonnen, die jedoch erschöpft ist. Die Wasserqualität ist aufgrund des eindringenden Meerwassers mangelhaft, was gesundheitliche und soziale Folgen für die anfälligsten Bevölkerungsgruppen, insbesondere Kinder und Frauen, hat. Die Lage hat sich durch ein starkes Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt verschärft, wo der Wasserbedarf in den nächsten zwanzig Jahren voraussichtlich um mehr als das Doppelte ansteigen wird.

Projektdetails:

Die neue Fazilität wird eine Kapazität von 22 500 m³ Wasser pro Tag haben, die problemlos auf 45 000 m³ pro Tag erhöht werden kann, und wird durch erneuerbare Energie betrieben. In der zweiten Phase des PEPER-Projekts ist ein Windpark geplant. Meerwasserentsalzung ist der einzig mögliche Weg für Dschibuti, um seine Wasserknappheit kurzfristig zu bewältigen. Eine solche Strategie erfordert jedoch die Verfügbarkeit von kostengünstiger Energie; dazu wird der Windpark beitragen.

Hohe Energiekosten haben Wirtschaftswachstum und soziale Entwicklung in Dschibuti lange Zeit behindert. Die Schaffung einer neuen Quelle für kostengünstige, saubere Energie wird zur Stärkung der politischen und sozialen Stabilität des Landes beitragen sowie zu mehr Sicherheit und Frieden in der Region. Ein neues Tarifsystem wird erschwingliche Kosten für die Wasserentsalzung, Subventionen für den Sozialschutz und einen besseren Zugang zu Wasser und Energie für die Ärmsten ermöglichen.

Das PEPER-Projekt ist eine der Komponenten der EU-Initiative nachhaltige Energie für alle, die Präsident Barroso im April angekündigt hat und mit der auch das Reformprogramm der dschibutischen Regierung im Energiesektor unterstützt wird. Das Projekt steht im Einklang mit den auf dem Rio+20-Gipfel eingegangenen Verpflichtungen und ist der erste Schritt, mit dem das Ziel des Landes erreicht werden soll, bis 2020 seinen Energiebedarf zu 100 % aus erneuerbarer Energie abzudecken.

Hintergrund

Die EU stellt 40,5 Mio. EUR des geschätzten Gesamtbudgets von 46 Mio. EUR für die neue Wasserentsaltzunganlage bereit. Dschibuti finanziert die restlichen 5,5 Mio. EUR. Das Projekt wird in zwei Phasen erfolgen, die jeweils zur Produktion von 22 500 m³ Wasser führen sollen.

Durch das PEPER-Projekt sollen die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Zivilgesellschaft, technischen und finanziellen Partnern und Privatsektor gestärkt werden. Neue nachhaltige Strategien für die Wasser- und Energiewirtschaft werden eingesetzt und damit ein Rahmen für Entwicklungshilfe und öffentliche/private Investitionen geschaffen. Dies könnte im Einklang mit der kürzlich vom Rat angenommenen Agenda für den Wandel der Europäischen Kommission Finanzmittel aus einer Kombination von Darlehen und Zuschüssen umfassen.

Weitere Informationen

Factsheet on PEPER Projec:

http://ec.europa.eu/europeaid/where/acp/country-cooperation/djibouti/djibouti_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt :

Catherine Ray (+32 2 296 99 21)

Wojtek Talko (+32 2 297 85 51)


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