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Suche nach neuem Präsidenten des Europäischen Forschungsrats beginnt

European Commission - IP/12/1393   19/12/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 19. Dezember 2012

Suche nach neuem Präsidenten des Europäischen Forschungsrats beginnt

Die Europäische Kommission hat heute sieben Experten benannt, die die Suche nach der nächsten Präsidentin bzw. dem nächsten Präsidenten des Europäischen Forschungsrats (European Research Council – ERC), der Fördereinrichtung der Europäischen Union für die Pionierforschung, aufnehmen sollen. Die Leitung des Komitees übernimmt Lord Sainsbury von Turville, Kanzler der Universität Cambridge und ehemaliger britischer Wissenschaftsminister. Das Komitee wird der Europäischen Kommission rechtzeitig Empfehlungen für den ERC-Präsidenten unterbreiten, der sein Amt als Nachfolger der derzeitigen Präsidentin Helga Nowotny am 1. Januar 2014 antreten soll.

In den fünf Jahren seit seiner Einrichtung hat der ERC sich als herausragende Förderinstanz für die Pionierforschung etabliert, die Forschung rein auf der Grundlage von Exzellenz unterstützt. Da der ERC seine Position weiter ausbaut, wird auch die Rolle des nächsten Präsidenten entscheidend sein. Er wird Stimme und Gesicht des ERC sein und die ERC-Grundsätze der Exzellenz, Effizienz und Unabhängigkeit in der Öffentlichkeit vertreten.

Dazu Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „Der ERC ist bereits heute eine der Top-Instanzen bei der weltweiten Forschungsförderung und ich freue mich, dass Lord Sainsbury meine Einladung angenommen hat, in einer richtungweisenden Etappe zur Weiterentwicklung des ERC beizutragen. Als Wissenschaftsminister des Vereinigten Königreichs im Jahr 2004 ebnete er mit seiner entschiedenen Unterstützung für das ERC-Konzept den Weg für einen Prozess, der sich inzwischen zu einer echten europäischen Erfolgsgeschichte herausgebildet hat. Wir sind stolz darauf, dass uns einer der Gründungsväter zur Verfügung stehen wird, um die Auswahl des künftigen ERC-Präsidenten zu leiten, denn es handelt sich um einen wichtigen Meilenstein im Dasein des ERC.“

Zum Ersuchen der Europäischen Kommission erklärte Lord Sainsbury: „Der ERC ist inzwischen ein gut funktionierendes Gremium, das im Begriff ist, zu einer voll ausgereiften Förderorganisation zu werden, die sich mit den besten der Welt messen kann. Er genießt allgemeine Anerkennung, was auf die Grundsätze seiner Arbeitsweise zurückzuführen ist: Unabhängigkeit und wissenschaftliche Exzellenz. Ich bin sehr froh, zu dieser neuen Phase mit ihren zahlreichen Herausforderungen beitragen zu können und mit sechs so angesehenen Kollegen zusammenarbeiten zu dürfen.“

Hintergrund

Dem Komitee werden folgende Mitglieder angehören:

  • Lord SAINSBURY von Turville, FRS, Kanzler der Universität Cambridge

  • Catherine CESARSKY, Hochrangige Beraterin, „Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives“ (CEA), ehemalige Hohe Kommissarin für Atomenergie in Frankreich

  • Suzanne FORTIER, Präsidentin des kanadischen Forschungsrats für Natur- und Ingenieurwissenschaften („Natural Sciences and Engineering Research Council”)

  • Michal KLEIBER, Präsident der polnischen Akademie, ehemaliges Mitglied des Wissenschaftlichen Rats des ERC

  • Jadran LENARČIČ, Direktor des Jozef-Stefan-Instituts, Ljubljana

  • Erwin NEHER, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Nobelpreis für Medizin

  • Salvatore SETTIS, ehemaliger Direktor der Scuola Normale Superiore, Pisa, ehemaliges Mitglied des Wissenschaftlichen Rats des ERC

Der Europäische Forschungsrat wurde mit dem Siebten Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und technologische Entwicklung mit dem Ziel gegründet, hochwertige Forschung in Europa zu fördern. Er vergibt im Wege offener Wettbewerbsverfahren Finanzhilfen an Nachwuchswissenschaftler/innen und etablierte Forscher/innen, die in Europa arbeiten bzw. nach Europa kommen, um dort tätig zu sein. Dabei ist es unerheblich, welche Staatsangehörigkeit sie besitzen. Das einzige Kriterium für die Auswahl ist herausragende wissenschaftliche Leistung. Dahinter steht das Ziel, die besten Ideen zu honorieren sowie den besten Köpfen in Europa Anerkennung und Sichtbarkeit zu verleihen und gleichzeitig talentierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt anzuwerben. Nach den Kommissionsvorschlägen für das nächste siebenjährige EU-Programm zur Forschungsförderung „Horizont 2020“ (2014-2020) soll das ERC-Budget von 7,5 Mrd. EUR in den Jahren 2007-2013 auf über 13 Mrd. EUR anwachsen.

Der ERC-Präsident und „Horizont 2020“

Gemäß dem Kommissionsvorschlag für das spezifische Programm zur Durchführung von „Horizont 2020“ wird das Amt eines ERC-Präsidenten eingeführt, der unter erfahrenen und international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgewählt wird. Der ERC-Präsident wird für die Dauer seiner Ernennung in Brüssel ansässig sein und seine Zeit überwiegend den ERC-Tätigkeiten widmen. Er wird für eine Amtszeit von vier Jahren, die einmal verlängert werden kann, von der Kommission benannt. Die Höhe seines Honorars orientiert sich an den Vergütungen für Spitzenpositionen in der Kommission. Das Einstellungsverfahren und der ausgewählte Kandidat müssen vom Wissenschaftlichen Rat des ERC bestätigt werden.

Mit der Einrichtung eines Auswahlkomitees wird eine der Empfehlungen des Berichts der ERC-Task Force umgesetzt, der auf die ERC-Halbzeitüberprüfung folgte:

http://erc.europa.eu/sites/default/files/document/file/erc_taskforce_report_2011.pdf

http://erc.europa.eu/sites/default/files/content/pages/pdf/final_report_230709.pdf

Ansprechpartner/innen:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88)

Monika Wcislo (+32 2 295 56 04)


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