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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 18. Dezember 2012

Umwelt: 40 Millionen Euro für Innovationen im Wassersektor

Heute wurde ein wichtiger Schritt getan, um Lösungen für die großen Probleme zu entwickeln, mit denen Europa im Sektor Wasserbewirtschaftung konfrontiert ist. Der von der europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) „Wasser“ unter dem Vorsitz von Umweltkommissar Janez Potočnik angenommene strategische Umsetzungsplan zeigt die Bereiche auf, für die prioritär Lösungen gefunden werden müssen. Aktionsgruppen werden nun Instrumente und Mechanismen entwickeln, um Innovationen in den Bereichen Wasserpolitik und Wassertechnologie zu fördern. Im Jahr 2013 sollen für Projekte, die die Ziele der EIP „Wasser“ fördern, Forschungsgelder in Höhe von 40 Mio. EUR bereitgestellt werden.

Der europäische Umweltkommissar, Janez Potočnik, erklärte hierzu: „Wir brauchen Innovationen, die unsere Wasserprobleme lösen und dazu beitragen, die Ziele des kürzlich angenommenen Blueprint für den Schutz der europäischen Wasserressourcen zu erreichen. Die Innovationspartnerschaft „Wasser“ führt private und öffentliche Akteure zusammen, die in der Lage sind, innovative Ideen zu vermarkten. Die Durchführung des strategischen Umsetzungsplans wird nicht nur gewährleisten, dass genügend Wasser von guter Qualität zur Verfügung steht, um die Bedürfnisse von Bürgern, Wirtschaft und Umwelt zu decken, sondern auch die Position der europäischen Wasserwirtschaft auf den globalen Märkten stärken, deren Umfang sich bis 2030 voraussichtlich verdoppeln wird.“

Die Innovationspartnerschaft führt Akteure aus Sektoren wie Wasserindustrie, KMU, Forschung, Finanzen, Lokalbehörden und Hauptwassernutzer zusammen, um die Entwicklung und Einführung innovativer Lösungen für Wasserprobleme in Europa und darüber hinaus voranzutreiben.

Die europäische Innovationspartnerschaft „Wasser“ wurde geschaffen, um bis 2020 „für zehn große wasserbezogene Probleme innovative Lösungen zu finden, zu erproben, zu verbessern, zu verbreiten und anzuwenden“. Es wurden fünf prioritäre Bereiche identifiziert:

  • Wiederverwendung und Wiederaufbereitung von Wasser

  • Wasser- und Abwasserbehandlung

  • Wasser und Energie

  • Risikomanagement im Falle wasserbedingter Extremereignisse

  • Ökosystemdienstleistungen

Diese Prioritäten betreffen in erster Linie Herausforderungen/Chancen im Wassersektor und innovative Maßnahmen, die die größte Wirkung zeigen werden. Wasser-Governance, Bewirtschaftungsmodelle, Überwachung und Innovationsfinanzierung wurden als Querschnittsprioritäten herausgearbeitet, die die Rahmenbedingungen beeinflussen, Schnittstellen zwischen den verschiedenen Arbeitsprioritäten fördern und Katalysatoren für alle anderen Maßnahmen sind. Intelligente Technologien sind innerhalb aller anderen prioritären Bereiche ein weiterer Schlüsselfaktor.

Die 40 Millionen Euro aus dem Siebten Forschungsrahmenprogramm sind Projekten gewidmet, die die Ziele der EIP „Wasser“ fördern. Eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen läuft; Einreichungsfrist ist der 4. April 2013 (http://cordis.europa.eu/fetch?CALLER=FP7_NEWS&ACTION=D&RCN=34831). Am 15. Januar 2013 wird die GD Forschung und Innovation in Brüssel einen Informationstag für potenzielle Antragsteller organisieren.

Ein an Interessenträger gerichteter Aufruf zur Bekundung von Interesse an den Aktionsgruppen der Innovationspartnerschaft „Wasser“ wurde ebenfalls veröffentlicht: http://ec.europa.eu/environment/water/innovationpartnership/index_en.htm

Die nächsten Schritte

Die Task Force für die Innovationspartnerschaft „Wasser“ wird Anfang 2013 konkrete Ziele und Meilensteine für die Tätigkeiten setzen und im strategischen Umsetzungsplan festschreiben. Die Frist für die Bekundung des Interesses an den Aktionsgruppen wird voraussichtlich im April 2013 ablaufen.

Hintergrund

Der stetig wachsende Weltwassermarkt dürfte 2020 einen Wert von schätzungsweise 1 Billion USD erreichen. Unternehmen der europäischen Wasserwirtschaft arbeiten weltweit an der Entwicklung innovativer Lösungen für Wasserprobleme, sind jedoch oft nicht in der Lage, ihr wirtschaftliches Potenzial voll auszuschöpfen. Die Beseitigung der Hemmnisse für Marktdurchbrüche und die Förderung der komparativen Vorrangstellung Europas in der Innovationswertschöpfungskette wird den Unternehmen helfen, ihre Lösungen auf den Markt zu bringen. Die Erschließung des Innovationspotenzials im Bereich Wasserbewirtschaftung könnte Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig fördern – bei einem 1 %igen Zuwachs der europäischen Wasserindustrie könnten bis zu 20 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die im Rahmen der Europa-2020-Leitinitiative „Innovationsunion“ vorgeschlagenen europäischen Innovationspartnerschaften sollen Innovationen beschleunigen, die zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas verbessern und Beschäftigung sowie Wirtschaftswachstum fördern. Die Innovationspartnerschaften poolen Sachverstand und Ressourcen, indem sie Innovationsangebot und –nachfrage miteinander verbinden und öffentliche und private Akteure auf EU-, nationaler und regionaler Ebene zusammenführen. Die europäische Innovationspartnerschaft „Wasser“ (siehe IP/12/470) konzentriert sich auf die Beseitigung von Innovationshemmnissen, fungiert als Bindeglied zwischen Angebots- und Nachfrageseite, entwickelt Verbreitungsstrategien für bewährte Lösungen und fördert die beschleunigte Markteinführung von Innovationen.

Die europäische Innovationspartnerschaft „Wasser“ ist an die Europa-2020-Leitinitiative Ressourcenschonendes Europa geknüpft, mit der die Bedeutung einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung hervorgehoben wird. Sie wird auf dem Ökoinnovationsaktionsplan aufbauen, dessen Schwerpunkt auf der Förderung von Innovationen liegt, die den Druck auf die Umwelt mindern, und auf der Schließung der Lücke zwischen Innovation und Markt. Innovation wird auch als Schlüsselinstrument zur Förderung der politischen Optionen im Rahmen des Blueprint für den Schutz der europäischen Wasserressourcen gesehen, den die Europäische Kommission im November 2012 als Antwort der EU auf die Gefährdung des empfindlichen Wassermilieus angenommen hat.

Weitere Informationen:

Die Schlussfolgerungen und die Zusammensetzung der Lenkungsgruppe der europäischen Innovationspartnerschaft „Wasser“ sowie weitere Hintergrundinformationen über die Innovationspartnerschaft finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/environment/water/innovationpartnership/index_en.htm

Ansprechpartner:

Joe Hennon (+32 2 295 35 93)

Monica Westeren (+32 2 299 18 30)


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