Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR LV

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Dezember 2012

EU-Nahrungsmittelfazilität hat 150 Millionen Menschen geholfen

Gemäß dem jüngsten Bericht über die EU-Nahrungsmittelfazilität, die 2008 eingerichtet wurde, um die Auswirkungen von Ernährungskrisen zu bewältigen, konnte damit in drei Jahren das Leben von über 59 Millionen Menschen in 49 Ländern verbessert und indirekte Unterstützung für weitere 93 Millionen geleistet werden (indem ihnen beispielsweise mehr Handelsmöglichkeiten in der Region geboten wurden und sie von benachbarten Landwirten bessere Fertigkeiten lernen konnten).

Aus dem heute von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs vorgestellten Bericht geht ebenfalls hervor, dass die mit 1 Mrd. EUR ausgestattete Fazilität die Impfung von über 44,6 Mio. Vieh und die Ausbildung von 1,5 Mio. Menschen in der Agrarproduktion ermöglicht hat.

EU-Kommissar Piebalgs begrüßte den Bericht: „Zahlen wie diese sprechen für sich und so bin ich heute sehr stolz berichten zu können, wie sehr unsere Nahrungsmittelfazilität in lediglich drei Jahren das Leben von Millionen Menschen verändert hat. Nur ein Geber vom Format der EU ist in der Lage, so Großes zu leisten. Die Ergebnisse dieses Berichts belegen, dass wir am ehesten dafür prädestiniert sind, eine schnelle, strategisch ausgerichtete und weit reichende Hilfe vor Ort zu leisten, wenn diese am dringendsten benötigt wird.

Mit der Nahrungsmittelfazilität, die Ende 2011 auslief, sollte die Lücke zwischen humanitärer Soforthilfe und längerfristiger Entwicklungshilfe geschlossen werden. Ziel war die Erhöhung der Agrarproduktion in den 49 ärmsten Ländern der Welt. Die Liefermengen sollten erhöht und den Produzenten sollte dabei geholfen werden, die Auswirkungen der Preisschwankungen für Nahrungsmittel auf die lokalen Gemeinschaften zu bewältigen. Darüber hinaus sollten die Fähigkeiten der Landwirte zur Produktion von Nahrungsmitteln und die Bewirtschaftung ihrer Ressourcen verbessert werden.

Zwei Drittel der 232 Projekte, die aus der Nahrungsmittelfazilität gefördert wurden, betrafen die Agrarproduktion oder den Zugang zu landwirtschaftlichen Materialien wie Saatgut und Düngemittel. Aus den Statistiken geht hervor, dass diese Projekte im Durchschnitt zu einer 50‑prozentigen Produktionssteigerung führten.

Ebenfalls wichtige Komponenten waren Ernährungs- und Sicherheitsmaßnahmen, die 35 % der Projekte ausmachten. Rund 138 Mio. EUR wurden für Maßnahmen bereitgestellt, mit denen Sicherheitsnetze für die Bedürftigsten, insbesondere für Frauen und Kinder, eingerichtet werden. Hierzu zählt beispielsweise ein Programm in Äthiopien, bei dem die bedürftigsten Haushalte als Gegenleistung für die Teilnahme an öffentlichen Arbeiten Nahrungsmittel oder Bargeld erhielten.

In Sierra Leone wurden mithilfe des Programms 8 463 Tonnen bzw. 530 Lkw-Ladungen Nahrungsmittel und –komponenten im Rahmen von „Nahrungsmittel für Arbeit“ und 644 134 EUR im Rahmen von „Bargeld für Arbeit“ an die Armen am Horn von Afrika und insbesondere in Kenia verteilt. Dort wurde über eine innovative Viehversicherung Hunderten von Viehzüchtern in den nördlichen und nordöstlichen Distrikten aufgrund der andauernden Dürre Geld ausgezahlt.

Die Fazilität stellte je nach Bedarf des jeweiligen Landes noch andere Methoden zur Ankurbelung einer in kleinem Maßstab betriebenen Produktion bereit, u. a. in Form von Mikrokrediten, Investitionen, Ausrüstung, Infrastruktur und Lagermöglichkeiten sowie Berufsausbildung und Förderung der in der Landwirtschaft Beschäftigten.

Hintergrund

Die EU-Nahrungsmittelfazilität wurde 2008 als schnelle Reaktion der EU auf die drastisch steigenden Nahrungsmittelpreise in den Entwicklungsländern konzipiert und im Dezember 2008 vom Europäischen Parlament und Rat angenommen. Über das Instrument wurde für einen Zeitraum von drei Jahren 1 Milliarde EUR bereitgestellt, von der beinahe die Hälfte im Jahr 2009 ausgegeben wurde.

60 % dieser Mittel wurden über UN-Organisationen abgewickelt, 20 % von NRO und Agenturen der Mitgliedstaaten, 12 % über Budgethilfe und 6 % über regionale Organisationen. 425 nichtstaatliche Akteure oder NRO halfen bei der Durchführung der Projekte vor allem auf dem Land oder in schwer zugänglichen Gebieten und trugen 20 % der im Rahmen von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen bewilligten Mittel bei.

Weitere Informationen

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Nahrungsmittelfazilität:

http://ec.europa.eu/europeaid/how/finance/food-facility_en.htm

Evaluierungsbericht:

http://ec.europa.eu/europeaid/what/development-policies/intervention-areas/ruraldev/food_intro_en.htm

Videobericht über die EU-Nahrungsmittelfazilität:

http://ec.europa.eu/europeaid/how/finance/food-facility_en.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website