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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 16. Dezember 2012

EU und Singapur einigen sich über richtungsweisendes Handelsabkommen

EU-Handelskommissar Karel De Gucht und der Handels- und Industrieminister Singapurs Lim Hng Kiang haben heute in Singapur die Abschlussverhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Singapur beendet. Die heute erzielte Übereinkunft zählt zu den umfassendsten, welche die EU je ausgehandelt hat. Sie wird Unternehmen aus Europa und Singapur neue Möglichkeiten eröffnen, Geschäfte miteinander abzuschließen. Der expandierende Markt Singapurs birgt erhebliches Exportpotential für europäische Industrie‑, Landwirtschafts‑ und Dienstleistungsbetriebe. Nach dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Korea, das schon seit Juli 2011 in Kraft ist, ist das künftige Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur das zweite ehrgeizige Abkommen, das die EU mit einem wichtigen Handelspartner in Asien schließen wird.

„Singapur ist ein dynamischer Markt für EU-Unternehmen und ein Drehkreuz für Geschäfte in ganz Südostasien. Deshalb ist das Abkommen von zentraler Bedeutung, denn es wird nicht nur das Tor zur ganzen Region aufstoßen, sondern sich auch als Wachstumskatalysator für die EU-Exporteure erweisen“, kommentierte EU-Handelskommissar Karel De Gucht. „Nachdem unser Abkommen mit Südkorea bereits in Kraft ist, bedeutet der Vertragsabschluss mit Singapur, dass sich die EU endgültig als Akteur auf den asiatischen Märkten etablieren wird. Wir wollen es dabei aber nicht bewenden lassen. Ich hoffe, dass das Abkommen auch den Weg für Freihandelsabkommen mit anderen Ländern in der ASEAN-Region ebnen wird.“

Das Freihandelsabkommen wird neue Möglichkeiten in zahlreichen Dienstleistungsbranchen schaffen, beispielsweise im Bankensektor und im Finanzdienstleistungsgewerbe sowie im öffentlichen Vergabewesen. Außerdem werden sich dadurch Verwaltungslasten und Doppelprüfungen verringern, die der Wirtschaft das Leben schwer machen. Das Abkommen wird den Zugang gewerblicher und landwirtschaftlicher Waren in einem wichtigen Exportmarkt durch die verbesserte Anerkennung von EU-Standards erleichtern. So wird Singapur zum Beispiel die Einfuhr von Kraftfahrzeugen aus europäischer Fertigung auf der Grundlage der Produkt‑ und Sicherheitsnormen und technischen Zulassungsbedingungen der EU akzeptieren.

Das künftige Abkommen ist auch beispiellos, wo es um die Förderung „grünen Wachstums“ geht; ferner wurde es ausdrücklich so konzipiert, dass es der EU-Wettbewerbsstrategie „Europa 2020“ gerecht wird. Es wird durch Regelvereinfachung dazu beitragen, den Handel mit Umwelttechnik und erneuerbaren Energien und diesbezügliche Investitionen anzukurbeln. Im Übrigen wird es öffentliche Ausschreibungen mit ökologischer Ausrichtung fördern.

Sowohl die EU als auch Singapur werden sich jetzt darum bemühen, dass das Abkommen von den jeweils zuständigen politischen Instanzen abgesegnet wird.

Die bilateralen Investitionsschutzgespräche werden weitergeführt. Diese Gespräche wurden später aufgenommen als die Handelsverhandlungen und werden vor dem Hintergrund der neuen Zuständigkeit geführt, die der EU mit dem Vertrag von Lissabon übertragen wurde.

Hintergrund

Die Freihandelsverhandlungen zwischen der EU und Singapur wurden im März 2010 aufgenommen.

Das Freihandelsabkommen mit Singapur wird das erste sein, das die EU mit einem der 10 Mitgliedstaaten des Verbands Südostasiatischer Staaten (ASEAN) abschließt. Diesbezügliche Verhandlungen mit Malaysia und Vietnam sind bereits im Gang. Mit den anderen ASEAN-Staaten werden die Vorbereitungsgespräche weitergeführt. Die EU betrachtet die Freihandelsabkommen mit einzelnen ASEAN-Staaten als wichtige Etappen auf dem Weg zu einem Abkommen zwischen den beiden Regionen. Darin besteht das eigentliche Langfristziel der EU.

Der Handel zwischen der EU und Singapur

Im Warenhandel nimmt Singapur den 13. Rang auf der Liste der größten Handelspartner der EU ein. Das Land ist außerdem der größte ASEAN-Handelspartner der EU. Der Waren- und Dienstleistungshandel zwischen der EU und Singapur nahm von 2009 bis 2011 um 40 % zu.

Die EU weist im Waren- und Dienstleistungsverkehr mit Singapur einen Überschuss aus.

Singapur ist eines der wichtigsten asiatischen Empfängerländer europäischer Auslandsinvestitionen. Darüber hinaus ist das Land der zweitgrößte asiatische Investor in der EU (nach Japan). Aufgrund der starken Expansion in den letzten Jahren erreichten die bilateralen Investitionen der EU und Singapurs im Jahr 2010 einen Bestandswert von 190 Mrd. EUR.

Weitere Informationen:

Memo/12/993

Der Handel zwischen der EU und Singapur

http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/countries/singapore/

Der Handel zwischen der EU und dem ASEAN-Block

http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/regions/asean/

Europa 2020:

http://ec.europa.eu/europe2020/europe-2020-in-a-nutshell/priorities/index_en.htm

Kontakt:

Helene Banner (+32 2 295 24 07)

John Clancy (+32 2 295 37 73)


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