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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 14. Dezember 2012

Hochrangige Gruppe Wein veröffentlicht Schluss­fol­ge­rungen

Die Hochrangige Gruppe Rebpflanzungsrechte, die im vergangenen April auf Wunsch des für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständigen EU-Kommissars Dacian Cioloş eingerichtet wurde, hat ihre Arbeit heute abgeschlossen. Diese Sachverständigengruppe, die aus Vertretern der 27 Mitgliedstaaten und des Weinsektors sowie aus Beobachtern des Rates, des Europäischen Parlaments und aus Kroatien besteht, hat einen Bericht erstellt, dem Schlussfolgerungen beigefügt sind.

Diese Schlussfolgerungen werden dem Rat und dem Europäischen Parlament vorgelegt. Sie werden in die laufende Debatte eingehen, die diesbezüglich im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik geführt wird.

Die wichtigsten Schlussfolgerungen:

  • Die Notwendigkeit, nach dem Auslaufen der geltenden Regelung für Rebpflanzungsrechte in der EU eine Rahmenregelung für alle Weinkategorien (geschützte Ursprungsbezeichnungen, geschützte geographische Angaben und Wein ohne geografische Angabe) beizubehalten, fand breite Unterstützung.

  • Die Sachverständigen kamen zu dem Schluss, dass ein dynamischer Regulierungsmechanismus unumgänglich ist, wenn günstige Bedingungen für eine ausgewogene Entwicklung des europäischen Weinsektors geschaffen werden sollen.

  • Die Hochrangige Gruppe zog mehrere zukunftsorientierte Optionen in Betracht und stellte ein „Zulassungssystem“ für neue Rebflächen vor, das für alle Weinkategorien gelten soll. Dieses System würde unter Berücksichtigung der Empfehlungen der anerkannten und repräsentativen Berufsverbände des Sektors von den Mitgliedstaaten verwaltet. Jede Neuanpflanzung für gleich welche Weinkategorien müsste zugelassen werden. Die Zulassungen wären kostenlos, nicht übertragbar und für höchstens drei Jahren gültig.

  • Dieses System ginge mit einem Schutzmechanismus auf EU‑Ebene einher, bei dem auf Basis objektiver und nicht diskriminierender Kriterien ein jährlicher Prozentsatz für Neuzulassungen von Rebflächen (wobei die Mitgliedstaaten die Möglichkeit hätten, einen niedrigeren nationalen oder regionalen Schwellenwert vorzusehen) oder je Weinkategorie festgelegt werden soll.

  • Liegt die Summe der in Frage kommenden Einzelanträge unter den nationalen Schwellenwerten, würde allen Anträgen stattgegeben. Für den Fall, dass die Zahl der Anträge die nationalen Schwellenwerte übersteigt, würden die Zulassungen auf der Grundlage EU-weit geltender, objektiver und nicht diskriminierender Prioritäten erteilt, möglicherweise ergänzt durch nationale Kriterien, die von den gleichen Grundsätze ausgehen.

  • Dieses neue System würde, eventuell mit einer Revisionsklausel, für einen Zeitraum von möglicherweise sechs Jahren gelten.

EU‑Kommissar Cioloş begrüßte heute Abend die Überlegungen der Hochrangigen Gruppe und dankte den Sachverständigen der Mitgliedstaaten und des Sektors für ihr Engagement.

Kontakt:

Fanny Dabertrand +32 229-90625

Roger Waite +32 229-61404


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