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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Dezember 2012

EU-Kommission finanziert Lehrstühle für die Spitzenforschung in weniger entwickelten Regionen

Universitäten und Forschungseinrichtungen in den weniger entwickelten Regionen in Europa werden im Rahmen eines Pilotprogramms der Europäischen Kommission Finanzhilfen in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. EUR erhalten. Ziel der sogenannten EFR-Lehrstühle ist es, herausragende Wissenschaftler für Einrichtungen anzuwerben, die international als Spitzenforschungsinstitute anerkannt werden wollen.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte dazu: „In vielen Regionen in Europa ist bei der Forschung ein erheblicher Rückstand zu verzeichnen, und zwar sowohl hinsichtlich ihrer Gesamtleistung als auch in Bezug auf ihre Beteiligung an von der EU finanzierten Forschungsinitiativen. Mein Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass niemand zurückbleibt, nicht aus Nächstenliebe, sondern weil es sowohl aus Sicht der Forschung als auch ökonomisch Sinn macht, dass sich ein möglichst breiter Kreis von Einrichtungen an unseren Programmen beteiligt. Deshalb starten wir die Initiative zu den EFR-Lehrstühlen“.

Mit der Initiative zu den EFR-Lehrstühlen werden Universitäten und sonstige Einrichtungen unterstützt, damit sie ein Forschungsniveau erreichen, das sie auf internationaler Ebene konkurrenzfähig macht. Dazu müssen sie nachweisen, dass sie die Ausstattung und Rahmenbedingungen für herausragende Forschung im Einklang mit dem Europäischen Forschungsraum (EFR) bieten können. Die ausgewählten Einrichtungen werden EFR-Lehrstühle an herausragende Wissenschaftler vergeben, die die Kapazität haben, die Standards zu erhöhen, höher qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben sowie finanzielle Mittel aus anderen Quellen – etwa von der EU-Forschungsförderung oder von regionalen Fonds – zu erhalten.

Johannes Hahn, Kommissar für Regionalpolitik, erklärte: Indem wir unsere Ressourcen in diesen Regionen bündeln, können wir dafür sorgen, dass diese Initiative auf Dauer Bestand haben wird. Wenn wir die EU-Forschungsfinanzierung mit den EU-Regionalfonds kombinieren, können wir diesen Wissenschaftlern und ihren Teams Labors und Ausrüstung zur Verfügung stellen. Auf diese Weise werden wir die Forschungs- und Innovationslücke schließen und dazu beitragen, diese Ideen in konkrete Wachstumschancen umzusetzen.“

Link zur Videobotschaft von Kommissar Hahn:

http://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?ref=I075661&sitelang=en

In der Pilotphase zu den EFR-Lehrstühlen wird das Konzept getestet. Die hierfür veranschlagten 12 Millionen EUR werden aus den Mitteln des laufenden siebten Forschungsrahmenprogramms (2007-2013) bestritten. Sollte sich das Konzept als erfolgreich erweisen, schlägt die Kommission vor – je nach Umfang des Budgets des künftigen Rahmenprogramms „Horizont 2020“ (2014-2020) – eine weitaus größere Zahl von EFR-Lehrstühlen finanziell zu unterstützen.

Hintergrund

Zweck dieser Initiative ist es, zur Behebung der Forschungs- und Innovationskluft in Europa beizutragen und die Beteiligung am Europäischen Forschungsraum auszudehnen. Mit der Initiative zu den EFR-Lehrstühlen werden Universitäten und sonstige Einrichtungen unterstützt, damit sie ein Forschungsniveau erreichen, das sie auf internationaler Ebene auf Dauer konkurrenzfähig macht.

In der ersten Phase der von der Kommission geleiteten Pilotaufforderung werden die Einrichtungen ermittelt und ausgewählt, in denen ein EFR-Lehrstuhl eingerichtet wird. Dies erfolgt in einem Wettbewerbsverfahren. In Frage kommen Hochschulen oder sonstige Forschungseinrichtungen ohne Gewinnstreben (nach der Definition in den RP7-Beteiligungsregeln), die sich in einer Konvergenzregion/weniger entwickelten Region (nach der Definition der allgemeinen Strukturfondsverordnung für den laufenden Programmzeitraum) bzw. im Falle der assoziierten Länder in Regionen mit vergleichbaren Merkmalen befinden.

Interessierte Einrichtungen können ihre Vorschläge bis zum 30. Mai 2013 einreichen. Diese werden von der Kommission im Laufe des Sommers 2013 bewertet. Die ersten Finanzhilfevereinbarungen könnten im Dezember 2013 unterzeichnet werden.

In der zweiten Phase, die Anfang 2014 anlaufen wird, werden die erfolgreichen Forschungseinrichtungen die Stellenausschreibung veröffentlichen und den ERC-Lehrstuhlinhaber in einem offenen und transparenten Einstellungsverfahren auswählen, ein Leitprinzip des Europäischen Forschungsraums zur Förderung von Exzellenz. Die Bewerber können Staatsangehörige aller Länder der Welt sein.

Für diese Aufforderung sind vorläufig 12 Mio. EUR eingeplant. Pro Vorschlag werden maximal 2,4 Mio. EUR über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren zur Verfügung gestellt. Pro Land wird höchstens eine Finanzhilfe vergeben. Ist die Pilotaufforderung erfolgreich, schlägt die Kommission vor, das Programm im Rahmen von „Horizont 2020“ deutlich auszuweiten. Neben den EFR-Lehrstühlen wird „Horizont 2020“ Partnerschaften aufstrebender und fortgeschrittener Einrichtungen, das Teambildung zur Schaffung von Exzellenzzentren, den Personalaustausch sowie die fachliche Beratung und Unterstützung fördern. Die Modernisierung der Forschungsinfrastruktur und entsprechender Anlagen fällt in den Zuständigkeitsbereich der EU-Regionalpolitik.

Nähere Informationen finden Sie in MEMO/12/988.

Weitere Informationen über „Horizont 2020“:

http://ec.europa.eu/research/horizon2020/

Weitere Informationen zur Innovationsunion:

http://ec.europa.eu/research/innovation-union/index_en.cfm

Ansprechpartner/innen:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88)

Monika Wcislo (+32 2 295 56 04)


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