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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Dezember 2012

Neues Ranking soll 500 Universitäten umfassen

Wie heute bekanntgegeben wurde, sollen sich am neuen internationalen Hochschulranking der Europäischen Kommission 500 Universitäten aus allen Teilen Europas und der Welt beteiligen. Im Unterschied zu bestehenden Ranglisten werden die Universitäten nach dem neuen System namens „U-Multirank“ anhand eines breiteren Spektrums an Leistungsindikatoren eingestuft, wodurch die Nutzer sich ein besseres, realistischeres Bild davon machen können sollen, was die jeweilige Einrichtung zu bieten hat. So werden die Hochschulen beim neuen „mehrdimensionalen“ Ranking in folgenden fünf Kategorien bewertet: Renommee der Forschung, Qualität von Lehre und Lernumfeld, internationale Ausrichtung, Abschneiden beim Wissenstransfer (z. B. Partnerschaften mit Betrieben und Unternehmensgründungen) sowie regionales Engagement. Die Universitäten sind eingeladen, sich im ersten Halbjahr 2013 für das neue Ranking anzumelden. Erste Ergebnisse werden für Anfang 2014 erwartet. Offiziell vorgestellt wird U-Multirank auf einer groß angelegten Konferenz, die der irische Ratsvorsitz am 30. und 31. Januar in Dublin abhält.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „Das neue Ranking ist ein modernes, komplexes System, das der ganzen Bandbreite der Hochschulbildung gerecht wird. In bestehenden internationalen Rankings liegt der Schwerpunkt häufig immer noch zu sehr auf der Reputation der Forschung. Mit unserem mehrdimensionalen Ranking lassen sich die Universitäten besser und präziser vergleichen. Dank U-Multirank finden Studieninteressenten die für sie passende Universität, und die Hochschulen werden dazu animiert, in mehreren Bereichen besser zu werden. Auch für die politischen Entscheidungsträger wird das neue Ranking nützlich sein, denn es erleichtert ihnen die erfolgreiche Gestaltung der künftigen Hochschulpolitik.“

Die Bewertungsgrundlage für U-Multirank sind objektive Kriterien und Angaben. Für die erste Projektphase möchte die Kommission möglichst viele Universitäten gewinnen. Weitere Hochschulen können dann in einem späteren Stadium dazustoßen. U-Multirank bietet jedem Nutzer auch die Möglichkeit, sich anhand seiner individuellen Prioritäten sein persönliches Ranking zu erstellen.

Damit Unabhängigkeit, Qualität und Überprüfbarkeit gewährleistet sind, hat die Kommission ein unabhängiges Konsortium mit der Erstellung des Rankings beauftragt. Die Federführung übernehmen das deutsche Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und das niederländische Center for Higher Education Policy Studies (CHEPS). Weitere Projektpartner sind das Centre for Science and Technology Studies (CWTS) der Universität Leiden, der Fachverlag Elsevier, die Bertelsmann-Stiftung und das Softwareunternehmen Folge 3. Bei der Datenerhebung wird das Konsortium auch nationale Rankingorganisationen sowie sonstige Interessengruppen zurate ziehen.

Hintergrund

U-Multirank ist das Endergebnis einer Initiative, die 2008 auf einer Konferenz während des französischen Ratsvorsitzes angestoßen wurde. So wurde ein neues Universitätsranking anhand eines breiten Spektrums an Exzellenzkriterien auf internationaler Ebene gefordert.

Die Europäische Kommission gab anschließend bei einem Konsortium von Hochschul- und Forschungseinrichtungen namens CHERPA eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, die 2011 abgeschlossen wurde. Die Studie, die sich auf die Arbeit mit 150 Hochschuleinrichtungen aus Europa und aller Welt stützt, bestätigte, dass das Konzept realistisch und die Umsetzung eines solchen mehrdimensionalen Rankings machbar ist.

Umgesetzt wird U-Multirank im Zeitraum 2013‑2014 mit einer Mittelausstattung von 2 Mio. EUR aus dem EU-Programm für lebenslanges Lernen. Es besteht die Möglichkeit, die Startfinanzierung auf den Zeitraum 2015‑2016 auszudehnen, d. h. um zwei weitere Jahre zu verlängern. Danach soll das Ranking von einer unabhängigen Einrichtung verwaltet werden.

Weitere Informationen

U-Multirank

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter: @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)

Ansprechpartner für das Projekt: Professor Frank Ziegele (+49 5241 976124)


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