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Verkehr: Kommission macht EU-Schiffe sicherer

Commission Européenne - IP/12/1370   17/12/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 17. Dezember 2012

Verkehr: Kommission macht EU-Schiffe sicherer

Heute verabschiedete die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine neue Richtlinie über Schiffsausrüstung (MED/Marine Equipment Directive). Die Schiffsausrüstung hat ganz erheblichen Anteil am Wert eines Schiffs, und die Qualität und Funktionstüchtigkeit dieser Ausrüstung ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit des Schiffs und seiner Mannschaft sowie für die Vermeidung von Seeunfällen und Meeresverschmutzung. Die Schiffsausrüstungsindustrie ist eine Branche, in der ein hoher Mehrwert erwirtschaftet und massiv in Forschung und Entwicklung investiert wird.

Der für Verkehr zuständige Kommissionsvizepräsident Siim Kallas erklärte hierzu: „Diese neue Richtlinie bringt für EU-Schiffe und ihre Mannschaften mehr Sicherheit, hilft, Seeunfälle zu vermeiden und schützt damit die Meeresumwelt; sie stärkt die Schiffsausrüstungsindustrie, da Arbeitsplätze entstehen und Wachstum geschaffen wird.“

Schiffsausrüstung ist jede Art von Ausrüstung, mit der Schiffe ausgestattet werden. Die Schiffsausrüstungsindustrie ist die wichtigste Zulieferbranche für die Werften und die Seeverkehrsindustrie insgesamt, einschließlich der Offshore-Tätigkeiten. Sie umfasst ein breites Spektrum von Produkten und Dienstleistungen, von der Navigationsausrüstung über Antriebs-/Stromversorgungssysteme und Ausrüstung für das Frachthandling bis zu Sicherheits-/Lebensrettungssystemen (Rettungsboote, Rettungswesten usw.).

Mit diesem Vorschlag will die Kommission den Rechtsrahmen vereinfachen, wodurch die Unternehmen Kosten sparen und eine bessere Anwendung gewährleistet ist. Die Reform wird dazu beitragen, dass der Binnenmarkt ordnungsgemäß funktioniert, und die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie stärken. Mit dem Vorschlag werden auch Bestimmungen zur Kontrolle der „notifizierten Stellen“ (d. h. der Zertifizierungsstellen) und zur Marktaufsicht eingeführt, außerdem Verpflichtungen für Hersteller, Importeure und Händler (z. T. angepasst an die Schiffsausrüstungsindustrie).

Das Steuerrad-Kennzeichen zeigt an, dass die an Bord eines Schiffes installierte Ausrüstung mit den IMO/MED-Anforderungen für Schiffsausrüstung übereinstimmt. Es gibt nun die Möglichkeit, das Zeichen durch elektronische Etiketten zu ergänzen oder zu ersetzen, um so die Besichtigung von Schiffen, die EU-Häfen anlaufen, zu erleichtern und Nachahmungen zu bekämpfen.

Steuerrad-Kennzeichen

Schließlich werden durch die Richtlinie die Anwendung der IMO-Normen in der EU beträchtlich vereinfacht, das Sicherheitsrisiko verringert und ein reibungsloses Funktionieren des Binnenmarkts für Schiffsausrüstung gefördert, indem die Verfahren für die Umsetzung von Änderungen der genannten Normen verkürzt und vereinfacht werden.

Die Schiffsausrüstungsindustrie auf einen Blick

Die EU ist – mit 5000 bis 6000 Unternehmen und an die 300 000 direkten Arbeitsplätzen – in diesem Sektor nach wie vor weltweit führend.

Die europäische Schiffsausrüstungsindustrie ist eine Branche mit hohem Mehrwert. Europa ist hier Nettoexporteur. Der Anteil der europäischen Schiffsausrüstungsindustrie am Weltmarkt ist höher als der Anteil der Schiffbauindustrie, was sich aus der hohen Exporttätigkeit des Sektors ergibt (Exportanteil 46 %).

Die Schiffsausrüstung hat – je nach Schiffstyp – einen Anteil von 40-80 % am Wert eines Schiffs.

Was geschieht nun?

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union werden den Kommissionsvorschlag prüfen. Wenn beide dem Vorschlag zugestimmt haben, wird die überarbeitete Richtlinie EU-Recht.

Weitere Informationen
http://ec.europa.eu/transport/modes/maritime/safety/index_en.htm

MEMO/12/987

Kontakt :

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)


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