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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 18. Dezember 2012

Côte d’Ivoire: Neues europäisches Programm soll einer Million Menschen besseren Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung verschaffen

Mehr als eine Million Menschen in ländlichen Gebieten Côte d'Ivoires werden durch ein neues Programm der Europäischen Kommission Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung erhalten. Das Programm steht im Kontext der europäischen Initiative für die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) und knüpft an die zwischen 2006 und 2010 durchgeführten Soforthilfe- und Rehabilitationsmaßnahmen an, wobei der Schwerpunkt auf den Gebieten liegt, die am stärksten unter den Folgen der Krise in Côte d'Ivoire leiden. Hauptziele sind die Instandsetzung von Wasserinfrastrukturen für 350 000 Menschen sowie die Bereitstellung von Sanitärinfrastrukturen für 650 000 Menschen.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte: „Wie ich bei meinem Besuch in Côte d'Ivoire im April dieses Jahres zugesagt hatte, wird die Europäische Union auch weiterhin ein führender Partner beim Wiederaufbau und der Entwicklung des Landes sein. Dank dieser neuen Maßnahmen werden Tausende von Familien in Côte d'Ivoire Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung erhalten, was gleichzeitig den für den Wiederaufbau des Landes unverzichtbaren Friedensprozess fördern wird. Auf diese Weise kann Côte d'Ivoire zudem seine Bemühungen um die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele verstärken und die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern.“

Das neue Programm mit einem Gesamtbudget von nahezu 27 Mio. EUR sieht u. a. den Bau von rund 100 Trinkwasserinfrastrukturen in Dörfern zwischen 1000 und 4000 Einwohnern vor. Spezielle Schulungen sollen eine bessere Instandhaltung und eine nachhaltige Bewirtschaftung dieser Infrastrukturen sicherstellen. Außerdem sollen rund 1000 Dörfer verbesserte Latrinen erhalten.

Hintergrund

Die politische Krise des Jahres 2010 hat enorme menschliche und materielle Verluste in Côte d'Ivoire verursacht; dies gilt insbesondere für den Westen des Landes, auf den dieses Programm ausgerichtet ist. Zahlreiche Wasserinfrastrukturen wurden bei den Kämpfen beschädigt oder sind mangels Instandhaltung verfallen. Die Europäische Kommission hat auf die Krise umgehend reagiert und bislang 100 Mio. EUR für humanitäre Hilfe bereitgestellt. Außerdem unterstützt sie den Wiederaufschwung des Landes mit Entwicklungshilfe in Höhe von 320 Mio. EUR.

Global gesehen verfügen zwar seit 2010 89 % der Weltbevölkerung über Zugang zu Trinkwasser, doch immer noch haben 783 Millionen Menschen keinen Zugang zu dieser lebenswichtigen Ressource. 2,5 Milliarden Menschen stehen keine angemessenen Sanitäranlagen zur Verfügung.

Um die Verwirklichung der MDG zu beschleunigen hat sich die Europäische Union 2010 anlässlich der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York dazu verpflichtet, eine mit 1 Mrd. EUR ausgestattete MDG-Initiative einzurichten.

Weitere Informationen

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_fr.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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